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Kampala (queer.de) - Die islamistische Gruppe Salaf Tabliq hat in Uganda angekündigt, Milizen gegen Homosexuelle zu gründen. Scheich Murtadha Bukenya sagte nach Angaben der Zeitung "The Monitor": "Wir sind bereit, schnell zu handeln und eine Miliz zu gründen, die alle abnormen Praktiken wie Homosexualität aus unserer Gesellschaft tilgen soll", so der Scheich während des Gebets in einer Moschee in der Hauptstadt Kampala. "Wenn Prostituierte sich in eine Reihe gegenüber dem Parlament aufstellen dürfen und sich niemand dagegen wehrt, dann erwarten wir auch keinen Handeln der Behörden gegen Homosexuelle, die meist versteckt agieren", begründete der Scheich die geplante Aktion.

Teile des einflussreichen Uganda Muslim Supreme Council (UMSC) sollen die Milizbildung unterstützen. Polizei-Sprecher Asan Kasingye erklärte: "Die Behörden begrüßen jeden, der gegen Verbrechen kämpfen will. Man darf aber nur Mittel anwenden, die dem Gesetz entsprechen."

Erst vor gut einer Woche hat zum ersten Mal in der Geschichte des Landes eine Homo-Gruppe eine Pressekonferenz abgehalten (queer.de berichtete). Daraufhin demonstrierten 1.000 christliche und muslimische Aktivisten gegen Homo-Rechte (queer.de berichtete). Uganda hat 28 Millionen Einwohner, die mehrheitlich der katholischen und anglikanischen Kirche angehören. 13 Prozent sind Muslime. (dk)



17 Kommentare

#1 GeorgAnonym
  • 28.08.2007, 13:42h
  • Diese 13 % Moslems haben in Uganda offensichtlich das Sagen, wen es um die Moral geht!

    Auch in unseren Großstädten gibt es ca. 10 - 15 % Moslems. Passen wir auf, dass sich hier nicht auch bald "Islam-Milizen" gegen emanzipierte Frauen und gegen Schwule bilden!

    Wehret den Anfängen!!!
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#2 HampiAnonym
  • 28.08.2007, 15:26h
  • der Begriff "abnorm" sollte einmal genauer betrachtet werden: Ausgeschrieben heisst er doch "abseits der Norm". Bleibt die Frage was "Norm" bedeutet. Wenn "Norm" das bedeutet, was die Mehrheit in Bezug auf Sexualität tut, nämlich heterosexuelles Verhalten, dann wäre Homosexualität tatsächlich "abnorm". Andrerseits ist ein "abnormer" Mensch einer der sich durch speziell negative Eigenschaften auszeichnet, nicht nur in Bezug auf die Sexualität. Ich glaube gerne, dass es auch bei uns noch eine ganze Reihe von Menschen gibt, welche unter dem Begriff "abnorm" auch "spezielle" sexuelle Vorlieben einreihen, sei dies Oral-, oder Analverkehr, Fisting sowieso, obschon dabei vergessen wird, dass diese Praktiken auch von heterosexuellen Menschen praktiziert werden, wenn gleich aufgrund von Umfragen auch wieder nur von einer "Minderheit". Eine Mehrheit von heterosexuellen, vor allem älteren Menschen, praktiziert vielleicht tatsächlich nur "Blümchensex" zur Fortpflanzung, oder ist gar frigide und impotent und richtet daher gerne den Stab über sexuell aktive Menschen.
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#3 ThommenAnonym
  • 28.08.2007, 16:48h
  • Wir sollten immer bedenken, dass niemand was gegen die Männerliebe hat. NUR das anale Penetrieren ist "unnatürlich" und verboten! Homosexualität wird damit gleichgesetzt!
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#4 MarkHBAnonym
#5 SamuelAnonym
  • 28.08.2007, 18:11h
  • @ hampi und Thommen
    Vielleicht solltet ihr eure Erkenntnisse mal den Islamisten klar machen.
    Hampi wird ihnen dann erklären, dass "abnorm" ein relativer Begriff ist.
    Thommen wird klar machen, dass nach der islamischen Tradition es eigentlich nur passive Schwule verdienen, getötet zu werden und sie, was ihren Hass gegen alle Schwule angeht, einem großen Missverständnis aufsitzen...
    Und wenn dann noch Zeit ist könnt ihr euch alle gemeinsdam am Lagerfeuer lieben - aber bitte nur aktiv!
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#6 christkindAnonym
#7 michael.nippesAnonym
  • 28.08.2007, 19:47h
  • Wettlauf des Hasses: In Uganda, wie in Nigeria, Kameroun und anderen Orts, gibt es einen Wettlauf der verschiedenen Religionen um die "bessere Moral" - und die Macht.

    Seit Jahren werden Homosexuelle in Uganda verfolgt: gerade von den herrschenden Evangelikalen.

    Statt gegen den Irrsinn fundamentalistischer Religion oder Ideologie anzugehen, nutzen hier wieder einige das für die Rechtfertigung ihres Türken- und Islamhass, der dem Hass gegen Schwule in anderen Gruppen nichts nach steht.
    Das unterscheidet die Situation heute von früher: Viele Schwule werden selbst Teil der Teilung der Menschen durch die Förderung des Hasses gegeneinander.
    Da wartet ja eine schöne Zukunft auf uns.
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#8 DavidAnonym
  • 28.08.2007, 20:07h
  • @ Thomenn:
    Meinst du etwa, diese Tyrannen machen da einen Unterschied? Haben das diese Unmenschen im Iran gemacht? Zwischen Männerliebe und Männern die Popsex betreiben unterschieden? Abgesehen davon, das bei letzterem wohl kaum ein "Zeuge" dabei ist??
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#9 mokka-böhnchenAnonym
  • 28.08.2007, 20:32h
  • @ michael nippes

    ...ein nettes buch zum orgnisierten hass.
    ..diesmal von einem konservativen amerikaner und ehemaligen bush-fan..
    Glenn Greenwalds am 26. Juni 2007 erschienenes Buch “A Tragic Legacy” (Ein tragisches Vermächtnis) mit dem Untertitel “How a Good vs. Evil Mentality Destroyed the Bush Presidency” liegt nur in englischer Sprache vor, aber es kann uns auch bei der Analyse der Islamophobie in Deutschland und bei der Beurteilung vieler bekannter Akteure ausgesprochen hilfreich sein. Der Online-Buchversand Amazon listet es derzeit mit 31 Fünf-Sterne-Rezensionen (und keinem einzigen Verriss), und es ist in der Tat eines der fesselndsten politischen Bücher seit langem.

    watchblogislamophobie.wordpress.com/2007/08/26/827/
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#10 MikeyAnonym