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Washington (queer.de) - Der konservative Senator Larry Craig hat gestern auf einer Pressekonferenz bekräftigt, dass er seiner Ansicht nach nichts Unmoralisches getan habe. "Ich bin nicht schwul. Ich bin nie schwul gewesen", erklärte er den anwesenden Journalisten. Der Senator war – wie erst Anfang der Woche bekannt wurde – am 11. Juni am Flughafen von Minneapolis verhaftet worden, weil er in einer öffentlichen Toilette offenbar Sex anbahnen wollte (queer.de berichtete). "Ich habe mich damals einer weniger schwerwiegenden Straftat schuldig bekannt, weil ich die Sache möglichst schnell aus der Welt schaffen wollte", erklärte der 62-Jährige. In Anwesenheit seiner Frau Suzanne ("Ich liebe sie") entschuldigte er sich bei Familie, Freunden, Mitarbeitern und allen Bürgern seines Staates Idaho und bekräftigte: "Ich hab nichts falsch gemacht am Flughafen."

Protokoll des Polizisten veröffentlicht

Inzwischen haben die Medien das Protokoll des Flughafenpolizisten Dave Karsnia veröffentlicht, der Craig verhaftet hatte. Karsnia wollte Schwulen im Klo auflauern und setzte sich demonstrativ in eine Toiletten-Kabine, die in US-Flughäfen durch Spalten selbst mit geschlossener Tür leicht einsehbar sind. Kurz nach 12 Uhr mittags soll Craig angebissen haben. Er schaute interessiert zum Undercover-Polizisten, setzte sich in die Kabine nebenan, klopfte gegen die Wand und begann vorsichtig, den Beamten unter der Trennwand zu füßeln. Für den Polizisten war das ein "Signal, das oft von Leuten benutzt wird, die Interesse an Geschlechtsverkehr haben". Daraufhin zeigte er dem Senator unter die Trennwand hindurch sein Abzeichen – und verhaftete ihn.

Republikaner sagen sich von Craig los

Die politische Karriere von Craig, der seit 17 Jahren im US-Senat sitzt, scheint damit beendet. Parteifreunde wollen ihn nun vor den Ethikausschuss zerren. Auch Präsidentschaftskandidat Mitt Romney, den Craig als Wahlkampfmanager unterstützte, kritisierte den Ertappten scharf: "Er hat das amerikanische Volk enttäuscht", so Romney in einem Interview mit dem Sender CNBC. "Er erinnert uns an Mark Foley und Bill Clinton." Der Skandal um den republikanischen Abgeordneten Foley hatte Ende letzten Jahres den Wahlkampf überschattet. Foley war beim Sex-Chat mit minderjährigen Kongressboten erwischt worden (queer.de berichtete).

Im Senat haben die Demokraten derzeit eine hauchdünne Mehrheit von 51 gegen 49 Abgeordneten. Dort gilt Larry Craig als einer der lautstärksten Gegner Schwulen und Lesben. Laut der Homo-Gruppe Human Rights Campaign hat er bei Abstimmungen in null Prozent der Fälle für Homo-Rechte gestimmt. (dk)



Klappen-Republikaner Larry Craig gibt auf

Der amerikanische Ex-Senator Larry Craig kann seinen Namen nicht reinwaschen: Er wird nicht weiter gegen seine Bestrafung wegen eines Klappen-Ausfluges vorgehen, teilte sein Anwalt mit.
Klappen-Republikaner erfolglos

Die republikanischen Senatoren Larry Craig und Bob Allen haben beide ihren Einspruch gegen eine Bestrafug ihres Klappen-Ausfluges verloren.
Kaum Spenden für Klappen-Senator

Senator Larry Craig ist mit seinem Aufruf gescheitert, die Kosten für seine teuren Anwälte durch Spenden finanzieren zu lassen. Statt die benötigen Hunderttausende von Dollar gaben ihm treue Fans nur ein Almosen von 4.600 Dollar.

13 Kommentare

#1 wolfAnonym
  • 29.08.2007, 12:58h
  • die typische nummer, schwul muss doch ne ansteckende krankheit sein ?

    aber man kann ihm jetzt eine mitfühlende mail schicken.
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#2 JohannesAnonym
  • 29.08.2007, 13:37h
  • Was ist denn das für Ermittlungsarbeit in Amerika..

    Polizisten setzen sich auf die Toilette und warten bis jemand mit ihnen Sex haben will..?

    Irgendwie schon komisch... und erst richtig komisch von dem Senator, dass dann noch zu leugnen...
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#3 DavidAnonym
  • 29.08.2007, 13:42h
  • Schön, wenn jemand Opfer seiner Vorurteile wird, und dann mal das zu spüren bekommt, was er anderen zumutet.

    Ein Skandal ist eigentlich die Tatsache, was die Polizei gemacht hat.
    Es passt den Moralisten nicht, das sich Herren auf der Toilette treffen? Dann akzeptiert endlich mal, das es Menschen gibt, die offen und nicht versteckt in homosexuellen Beziehungen leben. Tut ihr nicht? Dann habt ihr keinen Grund über diejenigen zu klagen, die sowas nötig haben, weil sie es bitte heimlich ausleben sollen...
    Ich finde es auch nicht so dolle, aber wenn man den Menschen keine Alternative lässt...
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#4 SaschaAnonym
  • 29.08.2007, 14:25h
  • Klappensex oder Sex auf öffentlichen Toiletten hat auch erst einmal nichts mit "heimlich schwul" zu tun.

    Wenn Menschen an solchen Orten einvernehmliche sexuelle Kontakte haben und dabei niemand zu Schaden kommt, dann geht das niemanden etwas an.

    Mir ist es durchaus auch schon passiert, dass ich auf einer öffentlichen Toilette mal einem süßen Typen begegnet bin und wir dann ganz spontan Lust hatten. Das mündete dann in ein kurzes, geiles Erlebnis, ohne dass dadurch irgend jemanden gestört oder sonstwie beeinträchtigt worden wäre. Sowas darf doch auf gar keinen Fall im Namen verlogener Moralvorstellungen kriminalisiert werden, sondern ist Bestandteil der persönlichen Freiheit!!! Auch in dem hier zitierten Fall kann ich nicht erkennen, dass irgend jemand zu Schaden gekommen wäre.

    Skandalös ist es vielmehr, dass die
    Bundespolizei in den USA offenbar nichts Besseres zu tun hat, als vermeintlichen, bösen Homos nachzustellen und ihnen Verletzung der Privatsphäre vorzuwerfen. Dabei sind sie doch diejenigen, die die Privatsphäre dieser Menschen verletzen!

    Dass dies dann auch homophobe Klemmschwestern aus der politischen Klasse trifft, ist eigentlich nur als ausgleichende Gerechtigkeit zu verstehen und sollte die Öffentlichkeit mal zum Nachdenken über dieses unmögliche Verhalten der Polizei und natürlich die Verlogenheit der so entlarvten Anti-Homo-Politiker anregen!
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#5 DavidAnonym
  • 29.08.2007, 14:35h
  • @ Sascha:
    Klar nicht für alle gilt das... aber für die, die es heimlich ausleben, zuHause Familie haben und so konserativ tun - für die gibt es anscheinend keine andere Möglichkeit, noch nicht mal die Szene kommt in Frage, da die sich ja nicht als "schwul" definieren. (Wie bei Moshammer und Sedlmeyer - die wollten wohl auch nie was mit der offenen schwulen Szene zu tun haben, die kannten es nichts anders, auch wenn die nichts vorgelebt haben.)
    Auf solche Klemmschwestern habe ich mich bezogen.
    Und da ist es verlogen, die zu attackieren, die offen dazu stehen, und diese Anonymität nicht nötig haben.
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#6 wolfAnonym
  • 29.08.2007, 16:24h
  • ist schon sehr komisch, wenn solche herren in die eigene falle tappen. weiter so !
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#7 knatzgilAnonym
  • 29.08.2007, 17:46h
  • Grins.
    also dümmer gehts nimmer.ist seit jahren dieselbe Nummer,fallen aber alle wieder darauf ein .Ob das george michael oder genannter Senator ist.Also wie dumm machen die sich eigentlich:-)
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#8 manni2Anonym
#9 JanAnonym
  • 29.08.2007, 21:12h
  • Wie unglaublich absurd das ganze! Sowas
    skurriles. Die Mordrate in Amerika unglaublich
    hoch und was macht die Polizei? Setzt sich aufs
    Klo und wartet das jemand Sex mit ihnen haben
    will? Wie verrückt ist das denn bitte? Und der Typ
    sagt er wäre nicht schwul. Ein Hetero füßelt also
    mit einem Polizisten auf dem Flughafenklo. Und
    meint allen ernstes seine Geschichte wäre
    glaubwürdig. Und das das überhaupt eine Straftat
    sein soll. Fußberührung. Hä? Was ist denn wenn
    ich da versehenlich gegen komme? Wie nah muss
    der Fuß denn sein, damit es eine Straftat ist?
    Merkwürdig. Höchst merkwürdig. Jetzt reden sich
    alle den Mund fusselig und zwischenzeitlich
    krepieren deren Soldaten im Irak wie die Fliegen.
    Die Amis ticken ja wirklich nicht mehr sauber. Also
    wirklich jedes Detail an der Story ist einfach sowas
    von lächerlich. Kopfschüttel.
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