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Lilongwe (queer.de) - Politiker aller Parteien im südostafrikanischen Land Malawi haben Großbritannien aufgefordert, den neu ernannten Botschafter wieder abzuziehen, weil er sich in der Vergangenheit für Homo-Rechte eingesetzt hat. Premierminister Gordon Brown hat letzte Woche die Ernennung von Jack McConnell als obersten britischen Diplomat in dem 13 Millionen Einwohner zählenden Land bekannt gegeben. McConnell war früher schottischer Regierungschef und Vorsitzender der schottischen Labour-Partei. Er setzte sich über Jahre für die Abschaffung der von Margaret Thatcher eingeführten "Section 28" ein. Das Gesetz verbot es Lehrern, Homosexualität im Unterricht anzusprechen. Es wurde 2000 von der Regierung Blair abgeschafft.

"Es ist gefährlich für uns, wenn ein Mann, der Schwulenrechte unterstützt, zu uns kommt", erklärte Friday Jumbe, der Präsidentschaftskandidat der liberalen Vereinigten Demokratischen Front gegenüber der Zeitung "Scotsman". "Er kann seinen Einfluss geltend machen und uns Gesetze aufzwingen. Ich will ihn nicht hier und ich spreche für viele Politiker aller Parteien. Eine solche Person brauchen wir nicht in Malawi". Andere Abgeordnete äußerten sich ähnlich.

Präsident Bingu wa Mutharika hat sich bislang in dem Konflikt nicht geäußert. 2005 traf er McConnell, der damals den Posten des "First Minister of Scotland" inne hatte. Die beiden kamen Medienberichten gut miteinander aus. McConnell bewilligte nach seinem Besuch umgerechnet fünf Millionen Euro Entwicklungshilfe für Malawi aus dem schottischen Budget.

In Malawi stehen auf Homo-Sex – ebenso wie auf Sodomie oder Vergewaltigung – bis zu 14 Jahre Haft. (dk)



15 Kommentare

#1 DavidAnonym
  • 29.08.2007, 13:30h
  • Haben die Menschen nichts gelernt?
    Was würde dieser Politiker davon halten, wenn man in UK sagen würde "wir wollen keinen dunkelhäutigen Botschafter?"
    Was befürchtet man in Malawi? Offenbar muss man sich sehr wohl bewusst sein, das die Gesetze unrecht sind (genauso wie es die Apartheid in Südafrika war und man das wusste), denn sonst hätte man ja nichts zu befürchten...

    Und seit wann spielt das Privatleben einer Rolle?
    Wie wäre es denn, wenn man das mit dem malawischen Botschafter in UK machen würde?
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#2 tierpflegerAnonym
#3 AlfonsAnonym
  • 29.08.2007, 15:38h
  • Die Europäer sollten aufhören, eurozentristisch zu denken und die Welt mit ihrem US/europäischen Lebensstil (Mc Donald's, Coca Cola, Gay Pride) zu beglücken!

    Es gibt auf der Welt verschiedene Formen, mit Homosexualität umzugehen. Für uns hier in Europa mag es angebracht sein, eine eigene schwule Kultur aufzubauen.

    In afrikanischen Ländern ist dies m.E. völlig unangebracht. Dort leben die Menschen in Großfamilien, denken in "Wir-Form" und ihr größtes Glück ist es, zahlreiche Kinder zu haben.

    Da ist es völlig unangebracht, einen "schwulen" Mann aus seinem Lebenszusammenhang herauszureißen, ihn zu isolieren, damit er in den Slum irgendeiner afrikanischen Großstadt fliehen muss.

    Ein Afrikaner, der heiratet, eine Familie gründet und viele Kinder hat, kann ebenso männliche Freunde haben, mit denen ihn eine tiefe Freundschaft verbindet und mit denen er durchaus auch Sex haben kann. Wenn er dann alt ist, wird er glücklich sein, zahlreiche Kinder und Enkelkinder zu haben und nicht, wie viele ältere Schwule in Europa, einsam und allein mit einer Regenbogenflagge überm Bett dahinzuvegetieren.

    Die Entscheidung, einen offen schwulen Botschafter in ein bitterarmes afrikanisches Land wie Malawi zu entsenden, ist völlig daneben und nur mit eurozentistischem Denken zu erklären!

    Leider sind viele europäische "Gays" zu dumm, um in globalen Zusammenhängen zu denken.
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#4 ÜwchenAnonym
  • 29.08.2007, 15:50h
  • Typisch Islamisches Land. Ohh Mist über 73% in diesem Land sind Christen hmmm. Schade das nicht alles so schön schwarz und weiß ist. Islam BÖSE Christentum GUT. Da kann hier jetzt keiner seine Islamophobie ausleben. So ein MIST aber auch.
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#5 wolfAnonym
  • 29.08.2007, 16:21h
  • gott sei dank haben wir weltweit eine überbevölkerung, man denke sich, jeder schwule schafft sich jetzt noch eine beglückende zahl von kinderchen und enkelchen fürs alter an ? die krabbelnde altersversorgung ist nun der absolute schwachsinn.
    sei es drum, die 5 mio € hat man aber von dem schwulenfreundlichen schotten gern genommen, wäre noch interessant zu wissen, wieviel euro davon das volk bekommen hat ?
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#6 DavidAnonym
  • 29.08.2007, 16:24h
  • @ ALFONS:
    BITTE? Was hat sein Privatleben mit seinem Beruf zu tun???
    Wenn er jetzt Frau und 10 Kinder hätte - wäre das ausschlaggebend??? Nein? Wie denn auch??? Dann ist es umgekehrt doch auch egal.

    Ein Brite übernimmt das Amt eines Botschafters. Punkt. Zufällig ist er schwul - ja und?
    Sind wir wieder soweit, das wir uns für unsere Neigung rechtfertigen müssen, bzw. man gar eine Böswilligkeit dahinter vermutet? Was hat das bitteschön mit beglücken zu tun??

    Werden Botschafter aus Afrika auch auf ihre europa-tauglichkeit überprüft und abgelehnt??
    Sie könnten uns ja mit ihrem Lebensstil aufdrängen.
    Wenn ein afrikanischer Botschafter in Europa nun 4 Frauen hat und sich nicht europäisch kleidet - fliegt er dann auch? Es ist doch SEIN gutes Recht, als Botschafter auch seine Kultur mitzubringen.

    Es ist auf eine Weise rassistisch und ein Problem der Malawi, nicht der Europäer, denn immerhin repräsentiert ER einen europäischen Staat.
    Wie würde es denn klingen, wenn es nun eine Botschafterin wäre, und man sie ablehnen würde, mit der Begründung "Frauen hätten in dem Land nichts zu sagen?"
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#7 DavidAnonym
  • 29.08.2007, 16:27h
  • PS.
    Hätte die Überschrift besser lesen sollen.
    VIELLEICHT AUCH DU, ALFONS!
    Der ist ja noch nicht mal schwul... was geht das Land es an, welche Ansichten er in seiner Heimat vertritt?

    Und was machen die Politiker in/aus Afrika, wenn die eines Tages tatsächlich mal Besuch von "Kanzler" Wowereit bekommen?
    SCheisse, was?
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#8 Angelika HassaniAnonym
  • 29.08.2007, 20:28h
  • an Alfons, Jack McConnell wird als Botschafter nach Malawi gesandt und nicht als Vertreter der europäischen gay-Bewegung. wenn es auch besagte Unsensibilität geben mag und ebenso den Eurozentrismus. Mit der Entsendung eines Botschafters, hat dies überhaupt nichts zu tun. Außerdem ist es genauso unsensibel ständig Coming Out oder Gay Pride als us/europäischen lifestyle zu vereinnahmen - das ist auch eine Art von Eurozentrismus und die verschiedenen Formen von lesbischwulem Leben und Widerstand in Ländern wie en afrikanischen oder in der Türkei, Libanon in denen es gay Pride Paraden gab und gibt werden damit nur denunziert und Ihren homofeindlichen Gegnern wird damit Recht gegeben die Homosexualität als westlichen Import denunzieren.
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#9 DavidAnonym
  • 29.08.2007, 21:02h
  • Alfons, warum hast du denn nicht unter deinem Pseudonym Hampi gepostet?
    Jetzt wissen wir's:
    Hampi heisst Alfons!
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#10 ThomAnonym