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Wiesbaden (queer.de) - Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat davor gewarnt, aus der Homosexualität seiner Kultusministerin Karin Wolff (CDU) einen "Kult zu machen". Wolff hatte im Juli in der "Bild"-Zeitung ihr Coming-out (queer.de berichtete), was innerhalb der Union für Unruhe sorgte. Erstmals hat sich nun Koch in einem Interview mit der Zeitschrift "Bunte" zu dem Sachverhalt geäußert: "Ich achte unterschiedliche Lebensformen", sagte der hessische Landesvater. Schwule und Lesben dürften "nicht diskriminiert, Homosexualität darf nicht tabuisiert werden."

Der CDU-Bundesvize schränkte dann ein: "Gleichzeitig sollten wir aber auch die Kraft haben, daraus keinen Kult zu machen." Vorbild bleibe für ihn die traditionelle Familie: "Es ist die Form, in der die meisten Menschen in diesem Lande leben", erklärte Koch.

Für seine Kultusministerin hat er derweil nur Lob übrig: "Ich kenne Karin Wolff seit über 30 Jahren, bin mit ihr befreundet. Und ich habe ihr von ganzem Herzen ein glückliches Leben gewünscht."

SPD kritisiert Koch

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil kritsierte, dass Koch "unterschwellig Stimmung gegen Homosexuelle" mache. "Ich warne ihn vor der Wiederholung seines Versuches von 1999 auf Kosten von Minderheiten einen populistischen Wahlkampf zu führen", so Heil zur Nachrichtenagentur ddp. Er bezog sich damit auf einen Unterschriftenkampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft, die international als Kampagne gegen Ausländer interpretiert wurde. (dk)



26 Kommentare

#1 DavidAnonym
  • 29.08.2007, 18:40h
  • Er will keinen "Kult"? Er achte unterschiedliche Formen?
    Ja dann stellt doch gefälligst homo- und heterosexuelle Beziehungen als gleichwertig, dann hat man auch keinen Grund aus der Homosexualität etwas "besonderes" zu machen, sei es was besseres oder was schlechteres was man benachteiligen kann.
    Und wenn es doch so sehr um die Familie geht, dann sollte man die unterschiedliche Behandlung auch konsequent am tatsächlichen Vorhandensein von Kindern fest machen.
    So lange sich die Union aber nicht immer quer stellt, solange wird sich aber auch nichts daran ändern!
    Lieber Herr Koch, womit halten sie denn die benachteiligung bei der Erbschaftssteuer gerechtfertigt? Erklären sie das mal ihrer Kollegin! Gerade wenn man doch behauptet einen Menschen schätzen zu wissen, dann sollte das Wohl doch auch aum Herzen liegen!
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#2 ThommenAnonym
  • 29.08.2007, 18:56h
  • Es wird noch sehr lange dauern, während dem jegliche öffentliche Aufmerksamkeit auf Homosexualität als "Propaganda" denunziert wird, während kinderreiche Familien - wie zB Frau von der Leyen" ganz normale Vorbilder darstellen!
    Wir sollten uns keine falschen Hoffnungen machen, sondern mit der heterosexuellen Realität umgehen lernen!
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#3 DanielAnonym
  • 29.08.2007, 19:27h
  • Betrifft Familie: Wer Kinder in die Welt setzt, sollte sie auch gefälligst selber unterhalten und ernähren !!!
    Wer Kinder will, sollte nicht ständig das Sozialamt in Anspruch nehmen muessen ... zum Überleben.
    Weitere Ausführung spare ich hier.
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#4 hwAnonym
  • 29.08.2007, 20:03h
  • .......man soll aus dem holocaust keinen kult machen.....von wem war das ?
    na egal.
    das mit den jüdischen erbschaften
    hat sich geklärt ?
    ..also das label, das die videobotschaften
    meines meisters vertickt, nennt den immer: hessen-hitler.
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#5 GeorgiosAnonym
  • 29.08.2007, 20:27h
  • Ja Ja....homosexueller "Kult"....in Polen wurde das ganze in den letzten Jahren "homosexuelle Propaganda" genannt! Im Grunde begibt sich Herr Koch auf die Stufe der polnischen Katastrophenzwillinge.....Und er sagt er sei mit Karin Wolf "befreundet"? Wenn dem so ist dan
    n sollte die Frau echt mal überlegen wen sie da ihren "Freund" nennt....wer solche Freunde hat braucht keine Feinde! LOL
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#6 leftqueersAnonym
#7 JürgenAnonym
  • 29.08.2007, 21:38h
  • Ebendieser Herr Koch steht übrigens auf CDU-Seite der Arbeitsgruppe vor, die einen Entwurf für die Reform des Erbschaftssteuerrechts erarbeiten soll. Was meint Ihr wohl, was da für die jetzt schon benachteiligten Lebenspartnerschaften herauskommt?
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#8 SaschaAnonym
  • 29.08.2007, 21:40h
  • Wenn ich mir das nach wie vor unerträgliche Maß an Diskriminierung und Gewalt gegenüber homosexuellen Menschen in dieser Gesellschaft ansehe - und zwar vom ersten Tag an, an dem sie ihre Sexualität entdecken, insbesondere auch im schulischen Umfeld - dann brauchen wir dringend sehr viel mehr "Homo-Kult" im Sinne einer umfassenden Aufklärung über sexuelle Vielfalt und breit angelegte Anti-Diskriminierungsmaßnahmen, vor allem in den deutschen Klassenzimmern.

    Die skandalösen Vorgänge rund um den Volksverhetzer Bushido zeigen, wie dringend wir eine angemessene Repräsentation gerade auch im Bereich der Jugendkultur brauchen, um jungen Menschen eine angst- und gewaltfreie sexuelle Selbstentdeckung und Selbstbestimmung zu ermöglichen.

    Herr Kochs Idealvorstellungen sollte er besser für sich behalten, denn die müssen für andere noch lange nicht gelten - und das ist auch gut so!
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#9 gerdAnonym
  • 30.08.2007, 01:25h
  • Der Unterschied zwischen den Wahlen im Bundesland Hamburg und im Bundesland Hessen ist folgender: zwar sind beide Bundesländer zur Zeit CDU allein regiert, aber während Ole von Beust in Hamburg seine Hausaufgaben erledigt hat, ist da im Bundesland Hessen Fehlanzeige.

    Das Bundesland Hamburg hat vor einigen Monaten sein Landesrecht an die Eingetragene Lebenspartnerschaft angepasst; dies hätte Hessen auch erledigen können, aber geschehen ist es nicht. Diesen Vorwurf muss sich übrigens auch Karin Wolff als lesbische Ministerin in der Regierungsmannschaft von Koch gefallen lassen. Obgleich sie wie Herr von Beust in Regierungsverantwortung in Hessen steht, hat das Bundesland Hamburg gut reagiert, während Hessen nichts verändert hat...sehr bedauerlich Frau Wolff.

    Daher in Hessen sollten die Grünen Herrn Koch deswegen attackieren und dies publik machen.
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#10 HampiAnonym
  • 30.08.2007, 02:40h
  • anzumerken bleibt, dass natürlich für eine Gesellschaft die traditionelle Familie mit Vater,Mutter und eigenen Kindern die ideale Struktur bleibt. Warum? Nur Kinder sichern die Finanzierung der künftigen Rentner,und das generelle Weiterbestehen der Menschheit! Ohne Kinder=In spätestens 120 Jahren auch keine Menschen und somit auch kein Staat mehr,ist doch logo, oder? Kinderlose Heten- und Homopaare,desgleichen Singles, sind leider kein Garant für ein Weiterbestehen der Menschheit und der Gesellschaft. Oder halt doch gebärfreudigere Moslems ins Land holen, wenn der Mitteleuropäer immer weniger Kinder "er-zeugt"? Adoptionen? Ja, von wo denn, etwa aus der bevölkerungsreichen dritten Welt? Ich hör schon das Geschrei der Rechten, wenn bei uns bald nur noch kleine Afrikaner- und Asiatenknirpse rumlaufen....ist auch keine echte Lösung des Geburtenrückgangs bei uns. Natürlich habe auch ich als verkappter Homo da kläglich versagt, meine einzige Ausrede, so viel Wert ist die Menschheit nun gerade nicht dass ein weiterer Fortbestand über meine Generation hinaus unbedingt sein müsste, Mutter Erde ein paar tausend Jährchen ohne Menschen,könnte sie sich gut erholen vom Umwelt- und Klimastress!
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