Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?7511

Tipps von Queer und gay-parship rund um Verführung, Verhandlung und Co.

Von Eric Hegmann/gay-parship

Genauso unterschiedlich wie Männer sind die verschiedenen Wege, sie kennen zu lernen. Jeder Mann bevorzugt ein anderes Tempo: der eine wünscht sich zunächst Freundschaft als Basis für eine immer weiter wachsende Liebe, der andere sehnt sich nach der Liebe sofort auf den ersten Blick. Aber jedes Date ist auch ein wenig ein Spiel und ein Wettkampf. Und da zählt das richtige Timing. Deshalb ist wichtig zu wissen, in welche Phasen das Spiel unterteilt ist, um vorbereitet reagieren zu können.

Phase 1: Die Wahl

Die Wahl kann schnell fallen: im Internet, aber auch in der U-Bahn, im Café, im Supermarkt. Oder eher langsam: Anzeigen schalten und lesen, Freunde um Blind Dates bitten. In der Wahlphase triffst du eine Entscheidung: Diesen Mann möchte ich näher kennen lernen, den finde ich interessant. Hierbei ist vor allem wichtig, dass du dir klarmachst, wohin das Date führen soll. Möchtest du eine kurze Bekanntschaft und deinen Hormonhaushalt ausgleichen - oder wärst du bereit, dich auf mehr einzulassen. In der Regel beginnt diese kurze Phase damit, Kontaktdaten auszutauschen, und endet damit, sich zum ersten Date zu verabreden.

Phase 2: Die Verführung

Die folgende Zeit bereitet den meisten Menschen den größten Spaß. Denn hier wird Spiel und Sport kombiniert, ein paar Pheromone fliegen durch die Luft und kurbeln den Kreislauf an. Man bemüht sich, sich von der besten Seite zu zeigen und attraktiv und begehrenswert zu wirken. Damit man sich nicht versehentlich in Wunschvorstellungen hineinsteigert, ist zu bedenken: Die erste Verabredung hat nur ein einziges Ziel, nämlich im Falle der Sympathie eine zweite Verabredung herbeizuführen. Das nächste Treffen ist klassischerweise eine Art Kontrolle des ersten Eindrucks: Ist der andere wirklich so, wie ich ihn wahrgenommen habe? Will ich ihn noch einmal sehen? Und schließlich die dritte Verabredung, die zumindest in den westlichen Ländern statistisch am häufigsten zum ersten Sex führt.

Phase 3: Die Verhandlung

Waren zwei Menschen erst einmal im Bett, ändert sich der Umgang miteinander schlagartig. War man sich zuvor noch fremd, besteht nun eine Intimität, die oft nicht nur körperlich, sondern auch psychisch zu spüren ist. Darauf reagiert jeder anders. Und das aus völlig verschiedenen Gründen, die zunächst aufgrund unterschiedlicher Kommunikationsformen nicht so dechiffrierbar sind. Haben sich die im besten Fall frisch Verliebten entschieden, ihren Kontakt (auch sexuell) weiterzuführen, kommen sie sich normalerweise Stück für Stück näher und lernen und schätzen mehr voneinander. Allerdings führt diese Nähe sehr oft dazu, dass sich einer der beiden besinnt, dass es auch ein Leben vor dem Neuen gab - und sich womöglich zurückzieht, um sich zu besinnen, zu ordnen oder um eine Entscheidung zu treffen. Häufig wechseln sich beide in ihrem Rückzug sogar ab. Diese Phase ist übrigens nicht nur normal, sie ist auch die heikelste und birgt das höchste Fehlerpotenzial. Nun ist es an der Zeit, die Fragen zu stellen "Was machen wir hier eigentlich?" und "Wie geht es weiter mit uns?". Bei diesem Gespräch werden häufig zum ersten Mal Gefühle offenbart. Der bis dahin eventuell harmlose Flirt verliert nun seine Unschuld, denn statt Spontanität erwartet man nun vom Gegenüber Verbindlichkeit. Dies ist oft ein Grund, warum viele Männer dieses Gespräch quälend lang hinauszögern.

Phase 4: Die Entscheidungen

Es bleibt nicht aus: Du redest über dich und deine Beziehung, wie immer sie auch aussehen mag, und du musst dich nun entscheiden, wie und ob es weitergeht. Da bestehen mehrere Möglichkeiten:

1. Lover-Lösung oder Affäre: Du kannst weitermachen wie bisher: eine Affäre ohne Verpflichtungen und ohne Perspektive auf etwas anderes. Im besten Fall habt ihr euch dann beide einfach noch nicht entschieden, ob ihr den Kontakt emotional oder sexuell vertiefen wollt. Fast immer aber wird hier einer der Partner seine Bedürfnisse nicht erfüllt sehen, und es wird zu einem Konflikt kommen.

2. Beziehung: Ihr entscheidet euch, dass ihr es miteinander probieren wollt. Wichtig ist, dass ihr euch beide verbindlich auf die Bereitschaft einigt, eine Partnerschaft miteinander zu versuchen. Ohne diese Verbindlichkeit steckt ihr in der "Lover-Lösung".

3. Break Up: Manchmal stellt man fest, dass es einfach nicht klappt. Der Funke ist doch nicht übergesprungen, ihr seid emotional nicht genug involviert oder ihr entscheidet euch, noch einige andere Frösche zu küssen.

4. Wir bleiben gute Freunde: Oder ihr versucht, "gute Freunde zu bleiben". Manche Männer sind in diesen Bemühungen sogar erfolgreich. In der Regel aber trifft man diese Entscheidung nicht gemeinschaftlich, und so wird der Zurückgewiesene erst einmal eine Trauerphase benötigen, bevor der Umgang wieder normalisiert werden kann.

Diese vier Phasen wiederholen sich in Variationen unentwegt. Gerade das Wissen um die Rückzugsphase und das Erkennen von Mustern in den Dating-Phasen kann helfen, bewusster den Prozess des Kennenlernens zu steuern und das Beste aus dieser Mischung aus Hochgefühl, Hoffnung und Befürchtungen zu machen.

30. August 2007



#1 FrankAnonym
  • 12.11.2007, 18:17h
  • Dieser Artikel ist total Oberflächlich!

    Tut mir leid Männer aber wir müssen doch auch erst mal den Kopf einschalten, bevor wir handeln...

    Das ist in jeder Beziehung wichtig, diese Punkte sind kurz und knapp beschrieben- leider zu kurz und zu knapp. Der Artikel ist kein Anhaltpunkt sondern eher ein Doppelpunkt (nachdem aber nichts folgt...)

    Ich denke:
    Es ist wichtig zu erstmal zu sprechen, sich viel länger auszutauschen und dann erst zusammenzukommen. Man muss etwas über den anderen wissen und der auch über einen selbst. Alle Gefühle sind dann viel stärker und intensiver und echt! Und an Sex ist da erstmal gar nicht zu denken! Über Gefühle spricht man hoffentlich mit dem Sexpartner auch vorher schon mal.

    Tut mir leid, aber jeder der etwas Ahnung von der menschlichen Psyche hat, weiß das ein Mensch eine seelische Verbindung zu jemanden aufbaut, mit der er schläft. Das erklärt auch, warum "nach dem Sex plötzlich alles anders ist"...

    >>Männer, lasst es euch gesagt sein, ihr seid mehr Wert als ihr denkt, lasst euch viel mehr Zeit und wählt weise aus bevor ihr mit jemandem im Bett landet!

    Frank
  • Antworten » | Direktlink »
#2 MauriceAnonym
  • 21.11.2007, 21:47h
  • Ja, dass sehe ich genau so!

    Wenn wir fair behandelt werden wollen, müssen wir auch fair sein.

    Langfristige Partnerschaft geht immer vor, vor schnellem Sex und one-night-stands!
  • Antworten » | Direktlink »