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Wien (queer.de) - Die Homosexuelle Initiative Wien (HOSI) hat an Papst Benedikt XVI appelliert, sich nicht in die österreichische Innenpolitik einzumischen. "Wir befürchten, dass sich Papst Benedikt XVI bei seinem Besuch nächste Woche in Österreich zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragen wie die anstehende Einführung der Eingetragenen Partnerschaft für Lesben und Schwule zu Wort melden wird", erklärte HOSI-Wien-Mitarbeiterin Helga Pankratz gestern bei einer Pressekonferenz. "Wir rufen daher Joseph Ratzinger auf, Österreichs Gastfreundschaft nicht zu missbrauchen und sich jeglicher Einmischung in die österreichische Innenpolitik zu enthalten." Die HOSI hat bereits im Vorfeld Briefe an Spitzenpolitiker geschrieben "im Falle solcher Einmischungen oder homophober Hasspredigten sofort zu reagieren".

Vatikan hat Mitschuld an Tod von Hundertausenden"

Beim Besuch dürfe auch "die unrühmliche Rolle des Vatikans und der römisch-katholischen Kirche kein Tabu sein", erklärte Pankratz weiter. Als Beispiel nannte sie die Mitschuld am Aids-Tod hunderttausender Menschen durch die restriktive Haltung in Sachen HIV-Prävention und Verhütung. (pm/dk)



Wo ist der bekennende Hetero?

Die Berichterstattung zum Rauswurf des Theologen David Berger holt den "bekennenden Schwulen" aus der Stereotypen-Mottenkiste. Ein Standpunkt von Christian Scheuß.
Vatikan lehnt Botschafter wegen Homosexualität ab

Frankreich kann den von Staatspräsident Nicolas Sarkozy ausgewählten Botschafter für den Vatikan nicht entsenden, da Papst Benedikt XVI wegen der Homosexualität des Diplomaten sein Veto eingelegt hat.

19 Kommentare

#1 SaschaAnonym
  • 31.08.2007, 13:16h
  • Hört sich irgendwie anders (und vor allem besser) an als das einhellige "Wir sind Papst" in diesem Lande...
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#2 GeorgAnonym
  • 31.08.2007, 13:24h
  • Die HOSI-Mitarbeiter sollen bloß aufpassen, dass sie von den strammen österreichischen Katholiken nicht gelyncht werden!

    Wartet mal ab, wie die Reaktionen auf diese Aktion sein werden!
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#3 SaschaAnonym
  • 31.08.2007, 13:43h
  • @Georg:

    Du solltest dem LSVD beitreten, denn der handelt offenbar nach der gleichen "Logik"!

    Ja nicht zu sehr aufmucken, sondern die Realitäten immer schön unter den Teppich kehren, um von den Mächtigen der Mehrheitsgesellschaft vielleicht ein paar Gnadenhäppchen zugeworfen zu bekommen...

    Und zur gleichen Zeit gewinnen Bushido und Co. den Kulturkampf gerade bei jungen Menschen!
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#4 DragonWarriorAnonym
  • 31.08.2007, 13:57h
  • @ sascha

    wird "gnadenhäppchen" jetzt zum nachfolger von "heteronormativ"?

    *gacker*

    mann-oh-mann

    so viel lärm um so wenig tatsächliche power....
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#5 gerdAnonym
  • 31.08.2007, 14:26h
  • @Sascha
    Der LSVD betreibt Realpolitik und setzt dort die Schwerpunkte, wo es Spielräume und Möglichkeiten gibt, etwas zu verbessern. Wer zu jeder Zeit schreit, dass er "Alles" haben will, bekommt leider Nichts und wird "lächelnd " mit einer Portion "Ironie" von den Gegnern beiseite geschoben.

    Zwar möchten die Mitglieder des LSVD auch "Alles", gleichwohl schauen Sie, wo und wann politische und gerichtliche Spielräume sind. Und nur so kommen wir auch politisch und gesellschaftlich voran.

    Und was die Katholische Kirche angeht: ja es stimmt, was HOSI schreibt: gleichwohl bin ich nicht sicher, ob diese ewigen Frontalangriffe zum Ziel führen. Denn es gibt auch viele, viele katholische Priester und Laien, die ganz anders denken. Zielgerichteter sollten daher Homo-Verbände nicht die Katholische Kirche als solche angreifen, sondern sich jeweils bestimmte Personen der Kirchenleitung sowie gleichzeitig auch katholische Personen aufzeigen, die es anders sehen. Durch Frontalangriffe schwächt man die innerkirchlichen katholischen Bewegungen, die nach Reformen rufen.
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#6 SaschaAnonym
  • 31.08.2007, 14:44h
  • @gerd:

    Die gesellschaftlichen Zustände in diesem Lande und die nicht vorhandenen Erfolge - sogar in Fragen der allein formaljuristischen Gleichberechtigung (siehe "Ehe" zweiter Klasse), von der extremen Homophobie in den Schulen und unter jungen Menschen ganz zu schweigen - der von dir gepriesenen "Realpolitik" des LSVD belegen ziemlich eindeutig, dass diese Strategie ungeeignet und am Ende ist!
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#7 gerdAnonym
  • 31.08.2007, 15:07h
  • @sascha
    Mehr war in der Vergangenheit nicht drin. Du glaubst doch nicht, dass bisher eine realpolitische Chance in Deutschland bestand, die Ehe zu öffnen. Wir können froh sein, dass wir in Deutschland oder in der Schweiz zumindest die Lebenspartnerschaft durchgesetzt wurde. Eine Eheöffnung wäre bisher politisch nicht durchsetzbar gewesen, da hierzu der BUNDESRAT auch mitmachen muss und der ist seit vielen Jahren CDU-dominiert.

    Es ist richtig, wenn der LSVD jetzt die Erbschaftsteuerreform aufgreift, da es eine Chance hier gibt. Würde der LSVD zur Zeit die Eheöffnung propagrieren, die auch der LSVD prinzipiell will (soweit ich das verstanden habe), so würde jetzt unter Angela Merkel in der Grossen Koalition nichts (aber auch gar nichts) passieren. Du glaubst doch wohl nicht ernsthaft, das gegenwärtig unter der Grossen Koalition ein realpolitischer Spielraum für die Öffnung der Ehe besteht.

    Daher es ist nach meiner Ansicht genau richtig, wie der LSVD hier gegenwärtig agiert und daher auch sehr zu loben.
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#8 SaschaAnonym
  • 31.08.2007, 16:09h
  • @gerd:

    Ich habe gar nicht ernsthaft erwartet, dass Leute aus dem gutbürgerlichen Milieu verstehen, was ich mit meinen Beiträgen sagen will...
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#9 gerdAnonym
  • 31.08.2007, 17:35h
  • @sascha
    Aus dem "gutbürgerlichen Millieau" ?
    In gewisser Weise stimmt es, wenn du so formulierst.
    +Bin Kirchenmitglied bei einer Landeskirche,
    +habe über viele Jahre eine feste, glückliche Partnerschaft mit meinem Mann und würde keinen anderen oder mehrere daneben haben wollen und möchte nicht polygam leben,
    +mache keine politische Schwarz.Weiss-Malerei, sondern anerkenne auch, wenn die CDU sich ein neues Grundsatzprogramm gibt, indem homosexuelle Paare auch ihren Platz haben
    +sehe natürlich das Volker Beck und die Grünen in der LGBT-Politik ihr ganzes (Partei-)Leben immer sich gut verhalten haben
    +habe viele schwule/lesbische Paare um mich, die alle in einer festen Beziehung leben und nicht als Single durch das Leben wandern
    +arbeite mit meinem Mann fleisig, da "ohne Geld nix geht"
    +lebe mit meinem Mann gemeinsam in unserem Haus mit Garten und dafür arbeiten wir beide
    --> so gesehen großbürgerlich/bisserl "spießig" ist das schon ein wenig, aber ich finde es gut.
    Der Unterschied zu einer Heterobeziehung liegt vielleicht nur darin, dass wir keine Kinder haben. Aber selbst das ist so nicht richtig, da hier mehrere Heteropaare auch leben, die keine Kinder haben.

    Und zum Papst und katholische Kirche sei angemerkt, ich kenne durchaus mehrere katholische Priester, die ganz anders denken, als Ratzinger vvorgibt und daher halte ich nicht so viel von einem Frontalangriff auf die Kirche als Institution sondern empfehle eher, sich die jeweiligen Einzelpersonen aus der Kirchenleitung gezielt herauszugreifen und diese zu kritisieren.
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#10 DragonwarriorAnonym
  • 31.08.2007, 17:39h
  • @ sascha

    was ich einfach echt langweilig - und eigentlich unter deinem niveau - finde, ist das permanente diskreditieren von menschen, die andere meinungen haben...

    mann kann deine beiträge durchaus verstehen und deine ansichten nicht teilen...

    auch beim letzten posting entlarvt dich deine sprache wieder...

    sauschade, wirklich *seufz*
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