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Washington (queer.de) - Eine Tonbandaufnahme, auf der die Aussage von Senator Larry Craig kurz nach dessen Verhaftung zu hören ist, wurde von den Behörden veröffentlicht. Auf dem Band ist zu hören, wie der Flughafenpolizist Dave Karsnia den Politiker der Lüge bezichtigt. Senator Craig war – wie erst vor kurzem bekannt wurde – bereits im Juni von einem Undercover-Polizisten verhaftet worden, weil der Politiker Klappensex angestrebt hatte (queer.de berichtete).

Craig wirft dem Beamten in der Aufnahme vor, ihm eine Falle gestellt zu haben. "Ich bin nicht schwul. Ich mache solche Sache nicht.", so Craig. "Sie sollten nicht Leuten so auflauern. Ich will nicht, dass Sie mich ins Gefängnis stecken". Der Senator sagte, er hätte, als er auf der Toilette saß, mit der Hand lediglich ein Blatt Papier aufheben wollen: "Ich habe mich nach unten gebeugt und zur Seite gedreht, und dann sah ich unter der Zwischenwand der Toilette eine Karte, auf der stand: 'Polizei'." Der Beamte sah das anders: "Sie sagen mir nicht die Wahrheit. Ich bin ein wenig enttäuscht von Ihnen, Herr Senator." (dk)



Klappen-Republikaner Larry Craig gibt auf

Der amerikanische Ex-Senator Larry Craig kann seinen Namen nicht reinwaschen: Er wird nicht weiter gegen seine Bestrafung wegen eines Klappen-Ausfluges vorgehen, teilte sein Anwalt mit.
Klappen-Republikaner erfolglos

Die republikanischen Senatoren Larry Craig und Bob Allen haben beide ihren Einspruch gegen eine Bestrafug ihres Klappen-Ausfluges verloren.
Kaum Spenden für Klappen-Senator

Senator Larry Craig ist mit seinem Aufruf gescheitert, die Kosten für seine teuren Anwälte durch Spenden finanzieren zu lassen. Statt die benötigen Hunderttausende von Dollar gaben ihm treue Fans nur ein Almosen von 4.600 Dollar.

11 Kommentare

#1 GeorgAnonym
  • 31.08.2007, 13:27h
  • Wen interessiert das eigentlich, was im tiefsten Amerika passiert?

    Wieso müssen wir uns hier in Europa mit den skurilen Moralvorstellungen dieser amerkanischen Hinterwäldler beschäftigen?

    Wir sollten nicht immer in die USA schauen, sondern stolz darauf sein, wie emanzipiert die Schwulen in Mitteleuropa sind!
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#2 care-paketAnonym
#3 seb1983
#4 gerdAnonym
  • 31.08.2007, 15:26h
  • Dieser Vorfall über den republikanischen Politiker Craig in den Vereinigten Staaten verrät sehr viel über das Innenleben der Republikaner.

    Die Demokraten in den Vereinigten Staaten haben wir schon längst auf unserer Seite; es ist schon aus LGBT-Sicht sehr schwierig , festzulegen, wer denn unter den demokratischen Bewerbern der Beste ist; denn prinzipiell sind alle gut, was LGBT angeht.

    Demgegenüber zeigen die Äußerungen von Craig, wie sehr sich die Republikaner mit ihren politischen Profilierungsversuchen aus der Vergangenheit auf Kosten von homosexuellen Paaren in eine politische Sackgasse verrannt haben, aus der sie jetzt kaum noch rausfinden. Während es hier in Deutschland die CDU schafft, sich ein neues, verbesseres Grundsatzprogramm zu verschaffen, indem auch Lebenspartnerschaften und homosexuelle Paare somit erstmals aufgeführt werden, ist bei den Republikanern da noch vollkommene Fehlanzeige. Schon sehr bedauerlich für die Vereinigten Staaten, denn das Nachbarland Kanada zeigt, dass es auch ganz anders sein könnte. Es waren und sind die Parteistrategen unter Bush, die innenpolitisch homosexuelle Paare attackiert haben und die Republikaner auf homophobe Linie getrimmt haben. Dies wird sich immer wieder zukünftig bei den Republikanern rächen, da die Gesellschaft aufgrund veränderter Medienlage (Hollywood hat sich verändert..Filme wie Brokeback Mountain sind heute möglich) und Bewusstseins, homosexuelle Menschen und deren Forderungen wahrnimmt.

    Und gerade Craig als Senator aus Idaho ist da ein klassisches Exemplar bei den Republikanern, wie dort im Innenleben der Republikaner gedacht wird.
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#5 skydiverProfil
  • 31.08.2007, 18:05hStuttgart
  • Irgendwie isses bei den Politikern wenn sie ERTAPPT werden wie bei den Schwarzkitteln !!! Um Gottes Willen, ICH doch nicht (...)
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#6 madridEUAnonym
  • 31.08.2007, 22:16h
  • Ja @georg, wir sind aber leider durch ständige Bombardierung mit überflüssigen TV-Serien, unerträglichem Hollywood-Kitsch und belangloser Berichterstattung aus Übersee schon geradezu darauf eingestimmt, auch noch deren verklemmtes Sexualverhalten zu studieren. Weitaus hautnähere Reportagen aus europäischen Nachbarländern wären die ganz grosse Alternative !
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#7 PoldiAnonym
  • 01.09.2007, 02:44h
  • madridEU, da stimme ich dir voll zu.
    man kann schon von einer kulturellen vergewaltigung europas durch amerikanische filme sprechen.
    mir kommen diese filme vor, als seien sie durch archivierte filmszenen jedesmal zu einem neuen film zusammengefügt worden. die autoexplosion ist so sicher, wie die suggestion, dass der liebe gott die guten belohnt und die bösen ihre strafe von ihm erhalten.
    bei mir ist ein innerer widerstand zum mentalen zugang zu amerikanischen filmen vorhanden, da sie in erdrückender weise the american way of life reproduzieren und man in fast keinem dieser filme sich und sein soziales umfeld nur ansatzweise entdecken kann.

    durch die übersättigung verstärkt sich der
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#8 guidoAnonym
  • 01.09.2007, 10:12h
  • wir machen uns nass über die verhältnisse in russland, im iran oder nigeria... was dagegen sind doch die usa für eine wundervolle, liebenswerte freiheitliche demokratie, wo der schutz des individuums, der schutz der privatsphäre, des individuellen lebensstils... vor allem anderen vorrang hat.

    da verbringen polizeibeamte ihre arbeitszeit in öffentlichen kackhäuschen sitzend und warten darauf von schwulen angemacht zu werden. und wenns funktioniert, dann (vergleichbar dem öffentlichen pranger im mittelalter) reicht die polizei ihre verhörprotokolle an die presse weiter. dann übergibt die polizei ihre verhör-tonbänder an rundfunk- und fernsehenanstalten...

    ich, sog. nachkriegskind, habe einst die amis "geliebt" und verehrt. mein grösster traum war es, endlich einmal in das "land der unbegrenzten möglichkeiten" reisen zu können...

    pfuideibel, usa!
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#9 madridEUAnonym
  • 01.09.2007, 10:59h
  • @poldi: Dein Kommentar ist plötzlich abgebrochen.

    Nach unzähligen Besuchen in USA erinnere ich mich an ein Land, in dem ich niemals leben, wohl aber hin und wieder gern den Urlaub verbringen mag. Die meisten Amis interessieren sich nicht dafür, was in anderen Ländern vor sich geht und halten sich für den Nabel der Welt. Wer nicht im alles gleichmachenden Hauptstrom schwimmen will, kann sich jedoch seine noch nicht zensierten Informationen überall besorgen. Auch muss man die grossen Klassen- und Herkunftsunterschiede in diesem riesigen Land bedenken, wo sich z.B. allenfalls Bildungsbürger und viel gereiste Schwule unsere alte EU oftmals als weitaus fortschrittlicher vorstellen, als sie in Wirklichkeit ist. Meine amerikanischen Freunde verstehen durchaus, dass wir es satt sind, einer kaum noch zumutbaren Flut des offenbar allein seligmachenden "American way of life" ausgesetzt zu sein.
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#10 ThomasAnonym
  • 01.09.2007, 15:43h
  • Wie gut, die Republikaner stehen am Abgrund! Ein Skandal jagt den nächsten! Letztes Jahr der Fall Mark Foley, kürzlich der Rücktritt des (nicht schwulen) Innenministers Gonzales und jetzt der Fall Craig! Herrlich! Was Al Gore und John Kerry nicht geschaftt haben, machen die Rechten in den USA jetzt selbst. Sie zerfleischen sich, sie zerstören sich. Der nächst Präsident kann nur Hillary Clinton oder Barack Obama heißen. Und die Republikaner sehen, diese Pharisaer, dass sich in ihren Reihen weit mehr Schwule befinden, als sie wohl selbst ahnen. Übrigens, um an Vorredner anzuknüpfen: in der Tat ist die Frage, ob es für uns in Europa wichtig ist, zu wissen, dass amerikanische Fernsehschauspieler, die hier kein Mensch kennt, wie Chad Allen, Neil Patrick Harris, Albert Cumming oder T.R. Knight sich geoutet haben. In Amerika kennt man auch nicht Walter Sedlmayr, Klaus Schwarzkopf oder Werner Pochath oder etwa doch?
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