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Das neue Buch "Sexparty!" vom Queer.de-Team gibt Tipps, wie schwuler Sex mit mehreren Partnern funktioniert.

Von Micha Schulze

Zugegeben, ich hatte schon furchtbare Dreier – zum Beispiel damals in Berlin, als mich mein Freund und unsere gemeinsame Bekanntschaft aus dem Chat mittendrin links liegen ließen. Ich habe mich auf einer Sexparty in Düsseldorf auch schon furchtbar gelangweilt – weil kein einziger Gast meinem Beuteraster entsprach. Und bei einer Dampfraum-Orgie in Köln wurde ich sogar richtig sauer, weil mich ein unästhetischer Typ ohne zu fragen und dann auch noch ohne Gummi ficken wollte.

Ganz klar: Es geht nicht automatisch die Post ab, wenn mehr als zwei Leute auf einer Matratze liegen. So wie es auch schlechten Sex zu zweit gibt, kann Gruppensex ebenfalls mächtig in die Hosen gehen. Bei einem richtig geilen Fick müssen – ganz unabhängig von der Anzahl der Teilnehmer – u.a. die gegenseitige Anziehung, die konkrete Situation und die Atmosphäre stimmen.

Trotz meiner "Fehlschläge" habe ich mich immer wieder auf Sex mit mehreren eingelassen, geile Erlebnisse in der Gruppe geradezu gesucht. Denn ein Abenteuer mit mehreren Partnern kann die eigene Lust potenzieren und den besonderen Sex-Kick geben. Wenn wirklich alles stimmt, erlebt man Momente, an die man sein Leben lang denkt.

Das neue Buch "Sexparty! Mehr Spaß bei Dreier, Gangbang und Orgien!" will Lust machen auf genau diese geilen Erfahrungen, die zu zweit nicht möglich sind. Natürlich ist es nicht immer leicht, sexuelle Phantasien auch in die Praxis umzusetzen. Weil wir zu schüchtern sind, weil wir nicht wissen, wie wir einen Dreier einfädeln sollen oder auch, weil wir uns mit unseren geheimen Wünschen irgendwie schmutzig vorkommen. Der Gruppensex-Knigge hilft jedoch dabei, solche Ängste zu überwinden. An einer geilen Orgie ist auch dann nichts verwerflich, wenn man in einer festen Beziehung lebt und ob der Freund dabei mitmacht oder auch nicht. Ist das nötige Vertrauen zwischen beiden Partner vorhanden, kann Gruppensex eine sexuell wie emotional mehr als erfüllende Erfahrung sein.

Das Buch aus dem Himmelstürmer Verlag beschreibt nicht nur die vielen Möglichkeiten, die sexuelle Abenteuer zu mehreren bieten. Die Autoren geben darüber hinaus konkrete Tipps, wie man einen Dreier, Vierer oder Gangbang richtig plant und durchführt und wie dabei wirklich alle Beteiligten auf ihre Kosten kommen. Guter Gruppensex will nämlich gelernt sein.

In Interviews mit Sexparty-Veranstaltern und -Besuchern wurden zahlreiche Insider-Tipps entlockt: Was für Musik sollte man zu einer guten Orgie auflegen? Wie bringt man die Leute in Stimmung? Sollte man auf Alkohol und Drogen verzichten? Und wie man bekommt man am Ende die Spermaflecken aus dem teuren Sofa wieder heraus?

Ein Service-Teil liefert darüber hinaus Adressen, wo die besten Sexpartys in Deutschland, Österreich und der Schweiz laufen.

Micha Schulze ist zusammen mit Christian Scheuß Herausgeber des Buches "Sexparty! Mehr Spaß bei Dreier, Gangbang und Orgien", erschienen im Himmelstürmer Verlag, Hamburg 2007, 160 Seiten, 15,90 Euro

4. September 2007



36 Kommentare

#1 bastianAnonym
  • 04.09.2007, 09:04h
  • Jedem das seine, ABER an solchen Aussagen:

    >> An einer geilen Orgie ist auch dann nichts verwerflich, wenn man in einer festen Beziehung lebt und ob der Freund dabei mitmacht oder auch nicht <<

    ...wird eindeutig klar, daß diese "schwule Welt" alles andere als "normal" ist. In meinem Bekanntenkreis habe ich schon so manche "Offene Beziehung" miterlebt! UND? Was ist daraus geworden? Jedesmal das gleiche Drama: Irgendwann ist dann Schluss und der Frust ist groß... Ich lebe nun seit Jahren in einer glücklichen, vor allem treuen Beziehung - und ich denke, daß ist das einzige Rezept, was auf Dauer glücklich macht.

    >> Sollte man auf Alkohol und Drogen verzichten? <<

    Mich wundert diese Fragestellung schon sehr. Hier werden Drogen einfach mal so behandelt, als wäre es das normalste von der Welt... Oder übersteht man diese "Partys" körperlich und psychisch ohne diese garnicht? Vielleicht kann mir jemand Aufschluss darüber geben...
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#2 seb1983
  • 04.09.2007, 11:23h
  • @bastian
    Seh ich auch so vermutlich wieder böse "heteronormativ".

    Aber als Schwuler muss man wohl Kloficks total geil finden und darf von Treue und Vertrauen nicht viel halten. Ein paar Pillen, Poppers oder gleich crystal solltan aber wohl dazu gehören in der schwulen Einheitsmeinung.

    Wie du so schön sagst: Jedem das seine, solange mir niemand seine Meinung aufdrücken will.
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#3 GeorgAnonym
  • 04.09.2007, 12:23h
  • So wird die (Homo-)Sexualität immer mehr kommerzialisiert, werden immer neue Wünsche geweckt, die vor allem jüngere Menschen noch gar nicht richtig einordnen können.

    Egal, ob safe oder unsafe, gut oder schlecht für die Menschen, es geht nur um eines: Verkaufen, verkaufen, verkaufen!
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#4 rudolfAnonym
  • 04.09.2007, 12:33h
  • @sebi83

    Da hast Du (ausnahmsweise) mal absolut recht!!!

    Wer nach dieser 'schwulen Einheitsmeinung', die gottseidank keine ist, lebt, spielt der homophoben Internationale in die Hände, die in uns sowieso nur drogenkonsumierende bindungsunfähige Fickmaschinen sehen!
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#5 SaschaAnonym
  • 04.09.2007, 13:50h
  • Hilfe!!!

    Wenn du, lieber @seb1983, angeblich die Lebensweise anderer respektierst, warum verumglimpfst und beleidigst du sie dann im nächsten Halbsatz???

    Außerdem ist es sehr zu begrüßen, wenn Menschen sich nicht notwendigerweise von verlogenen Moralvorstellungen diktieren lassen, die allen eine "monogame" Lebensweise aufdrücken wollen, obwohl diese letztlich eine Erfindung kirchlicher Unterdrückungslehren ist und mit der menschlichen Realität nur wenig zu tun hat.

    Wer sich übrigens einbildet, nur schwule Beziehungen hätten so ihre Probleme mit der viel beschworenen sexuellen "Treue", der hat ganz offensichtlich - obwohl er regelmäßig gegen schwule Ghettos wettert - noch nicht so viel von der Hetero-Realität mitbekommen.

    Die meisten partnerschaftlichen Beziehungen kranken gerade an der gesellschaftlich indoktrinierten Verlogenheit in diesem Punkt. Dabei kann man Liebe und Sex sehr wohl voneinander trennen - und wer das mit seinem Partner gemeinsam so entscheidet, der ist in der Regel einfach ehrlicher als die große Zahl derer, die lieber heimlich ihre körperliche Abwechslung suchen, aber nach außen trotzdem lautstark auf "Treue" zu pochen.

    Man will ja schließlich nicht die "homophobe Internationale" verschrecken (der war wirklich gut, @rudolf)... Wie wäre es denn zur Abwechslung damit, deren "Normen" und Gesinnungen grundsätzlich in Frage zu stellen??? Offenbar eine allzu revolutionäre Vorstellung für den Mainstream der Angepassten...

    Sex ist aber entgegen allen Auswüchsen der kirchlichen Angstmoral nun einmal ein menschliches Grundbedürfnis wie Essen und Trinken, und wenn ich jemanden wirklich liebe, dann werde ich nicht von ihm (d.h. im günstigsten Falle weder von meinem Partner noch von mir selbst) verlangen, immer nur mit einem Menschen Sex zu haben. Es sei denn natürlich, es geht gar nicht um wirkliche Liebe, sondern nur um dumpf-materialistisches Besitzdenken und die Befriedigung des eigenen Ego...

    Genau darin besteht der Unterschied zwischen Homosexuellen, die letztlich nur auf die Anerkennung durch die spießige Mehrheitsgesellschaft und deren verlogene Moralvorstellungen (denen diese ja selbst nicht gerecht wird - und das wäre eigentlich auch völlig ok) schielen und daraus ihr ansonsten nicht vorhandenes "Selbstbewusstsein" zu beziehen suchen, und solchen, die für wirklichen gesellschaftlichen Fortschritt und für eine Überwindung dieser Verlogenheit und Unmenschlichkeit eintreten.
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#6 HampiAnonym
  • 04.09.2007, 14:30h
  • @sascha: Glorifierst Du hier die Promiskuität nicht ein bisschen gar heftig? Und was verstehst Du unter "menschlichem Grundbedürfnis?" Ist ja wohl auch ein bisschen eine Auslegungsfrage. Jeder Mensch, der nichts isst, nichts trinkt, keinen Sauerstoff zum Atmen hat, der stirbt. Menschen ohne Sex sterben deswegen nicht! Wenn Du Gruppensex zu Deinen menschlichen Grundbedürfnissen zählst, heisst das noch lange nicht, dass Sex überlebensnotwendig ist für alle Menschen. Mag sein, dass für Dich gilt "wenn ich keinen Sex mehr haben könnte, dann hänge ich mich auf!". Die Kunst, in einer treuen Beziehung leben zu können, ist eine wahrhaft hohe Kunst, denn sie fordert eine Art von Enthaltsamkeit, die vielen Menschen heutzutage fremd geworden ist, da es natürlich viel leichter ist, seine Triebe rücksichtslos auszuleben als sich in Verzicht und Selbstbeschränkung zu üben, wozu auch, nicht wahr?
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#7 gerdAnonym
  • 04.09.2007, 14:58h
  • Na gut...ein weiteres Buch auf dem Markt des schwulen Sex...warum auch nicht.

    Gegen Gruppensex habe ich prinzipiell erstmal nichts einzuwenden, insbesondere wenn Single daran nur beteiligt sind. Wer das mag, soll es machen und wer es nicht mag soll es lassen.

    Schwieriger ist dieses Thema, wenn daran feste Paarbindungen beteiligt sind. Erst gibt da kein Grundsatz, dass dies eine Beziehung "verbessern" oder "bereichert". Im Laufe der Jahre habe ich schwule (insbesondere langjährige) Paare kennengelernt, die das alltäglich an den Wochenenden praktizieren und darn Spass haben. Ich habe aber auch genügend Paare kennengelernt, die dies nicht machen. UND ich kenne einige gescheiterte Beziehung, die gerade aufgrund des Gruppensexes gescheitert sind. Jede Beziehung ist anders "gestrickt" und für einige Beziehungen kann Gruppensex das Beziehungsaus bedeuten. Es kommt die Frage, warum macht "er" immer Sex mit anderen und nicht mit mir allein ? Warum sind wir überhaupt noch zusammen, wenn er Sex mit anderen viel "besser" empfindet.

    Daher werde ich mich davor hüten, eine allgemeine Empfehlung für Gruppensex an Paare auszusprechen, denn es kann die Beziehung bereichern, aber genausgut die Beziehung beenden.
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#8 SaschaAnonym
  • 04.09.2007, 15:06h
  • Oh je, @Hampi,

    es gibt nicht nur rein physische Grundbedürfnisse zur Aufrechterhaltung der Organfunktionen, sondern auch mindestens ebenso wichtige emotionale menschliche Grundbedürfnisse.

    Und Sex steht da - das wird dir jeder halbwegs kompetente Psychologe bestätigen - zweifellos ganz oben auf der Liste.

    Außerdem bist du ja das allerbeste Beispiel dafür, dass ein gesundes, erfülltes Sexualleben für die psychische Gesundheit eines Menschen von ganz entscheidender Bedeutung ist.
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#9 ÜwchenAnonym
  • 04.09.2007, 15:33h
  • Was für eine Auflage haben solche Bücher eigentlich? Irgendwas zwischen 10 und 50? Wer kauft sich so etwas unnützes? Wozu brauch man das? Wieso ist die schwule Menschheit bisher ohne dieses Buch ausgekommen? Wieso versuchen Schwule andern Schwulen das Geld aus der Tasche zu ziehen mit etwas gänzlich sinnfreiem? Oder gibt es etwa auf der Welt doch Idioten die wirklich lernen müssen wir man Sex macht? Welcher Verlag druckt bitte dieses Buch? Wieso macht der Verlag das? Haben die zuviel Papier übrig?

    Sorry aber musste mal sein.
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#10 Peter 2Anonym
  • 04.09.2007, 15:52h
  • Ich denke, dieses und auch andere Bücher zu diesem Thema sollte man nicht zu ernst nehmen. Ein Buch mehr, welches man nicht wirklich braucht, denn wer noch keine Erfahrungen gesammelt beim Gruppensex, dem wird dieses Buch kaum helfen und wer diese Erfahrungen gemacht hat, der wird sich vielleicht in diesem Buch wiederfinden. Also mehr als eine unterhaltsame Lektüre würde ich da nicht erwarten.

    Knigge lehrt eigentlich nur den guten Umgang mit den anderen.....und wenn man diesen beherrscht, dann ist es meiner Meinung nach egal, ob ich zum Gruppensex gehe oder zum Kaffeeklatsch bei Muttern.

    Gruppensex ist nicht mehr oder weniger erfüllend wie andere Sexarten auch...es bringt Beziehungen zusammen oder auseinander, wie ein netter Zoobesuch auch.....Wie alles im Leben hängt es doch von einem selber ab. Meine Gruppenerfahrung war die, daß ich als letzter kam und alle ziemlich brav herumlagen....peinliche Stille...irgendwann gings dann los....als alle weg waren blieben nur noch ich, der gastgeber und ein besucher übrig...und dann haben wir es so richtig krachen lassen....weniger ist manchmal doch mehr.....

    Und mal ganz kurz zur Monogamie: wenn ich eine Beziehung mit Regeln versehen muss, dann ist Monogamie einengend. Wenn aber Monogamie einfach gelebt wird und kein Verzicht darstellt, dann kann Monogamie erfüllend sein. Eine offene Beziehung erfordert mehr Kraft und Gespräche....aber auch hier gilt: Regelungen, die man aufstellen MUSS führen meist zur Einengung....Regelungen, die letztlich nur eine Übereinkunft sind, die man auch ohne diese Absprache getroffen hätte, sind befreiend und dennoch voller Zweisamkeit und Verantwortung.

    Monogamie ist kein Heilmittel unserer oberflächlichen Szenekultur......sie ist auch kein Ausdruck einer guten beziehung....sie ist nichts weiter als eine Möglichkeit von vielen.
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