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Berlin (queer.de) - Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ruft für Donnerstag zu einer Protestkundgebung vor dem Büro des Berliner Innensenators Ehrhart Körting (SPD) auf, um gegen die drohende Abschiebung der lesbischen Asylbewerberin Yasmin K. in den Iran zu protestieren. Nachdem ein Gericht die Abschiebung angeordnet hat, kann einzig die Behörde die Ausweisung verhindern (queer.de berichtete). "Wir fordern den Berliner Innensenator Dr. Körting dazu auf, die Abschiebung von Yasmin K. in den Tod zu verhindern", erklärte LSVD-Sprecherin Renate Rampf.


Die 31-Jährige wurde im letzten Jahr zum Tod durch Steinigung verurteilt. Nachdem sie über die Türkei nach Deutschland geflohen war, beantragte sie in Berlin Asyl. Doch für die Behörden ist ihre Geschichte nicht glaubhaft. Sie verlangen, dass die Homosexualität bewiesen wird. Sie führen an, dass die im Iran lebende Mutter bei einem Gespräch mit deutschen Behörden die Homosexualität der Tochter bestritten habe.

Jasmin Tatabai: "Abschiebung wäre Skandal"

Die deutsch-iranische Schauspielerin Jasmin Tabatabai ("Bandits", "Fremde Haut", "Elementarteilchen") hat Yasmin K. persönlich getroffen und setzt sich für die Asylbewerberin ein. "Lesbische Beziehungen sind absolutes Tabu im Iran. Menschen bringen sich lieber um, als auch nur darüber zu sprechen. Ihre Abschiebung wäre ein Skandal", erklärte Tabatabai in der "B.Z.". "Es muss sehr schwer gewesen sein, sich vor dem Ausländeramt zu outen."


Immer wieder werden Lesben und Schwule wegen ihrer Homosexualität im Iran hingerichtet. Im Juli 2005 wurden laut Berichten aus dem Iran zwei Jugendliche wegen homosexueller Beziehungen im Norden des Landes gehängt (queer.de berichtete). In den vergangenen Wochen gab es eine regelrechte Hinrichtungswelle (queer.de berichtete). Auch viele Homosexuelle sollen ihr zum Opfer gefallen sein. (dk/pm)

Demonstration:
Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Klosterstraße 47, 10179 Berlin
Donnerstag, 6. September, 13.30 Uhr



#1 anlageberaterAnonym
  • 04.09.2007, 16:28h
  • "....Indymedia spekulierte über entwürdigende Untersuchungen und Politically Incorrect beklagte, dass nicht einmal die "grüne Empörungsmaschinerie" anlaufe. Allerdings setzte sich auch der Grünen-Politiker Volker Beck öffentlich für eine Duldung der Iranerin ein, was wiederum Queer titeln ließ: "Beck zu Wowereit: Rette Iranerin!" .."

    www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26119/1.html

    mein tip:
    dynamisch gemischtes depot unter beibehaltung tradtioneller einzelwerte!
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#2 DizAnonym
  • 04.09.2007, 17:28h
  • Ich hoffe, es werden ein paar mehr von den Leuten die immer nach dem LSVD schreien ohne selbst Mitglied zu sein zu der Demo auflaufen als das versprengte Grüppchen gegen Bushido letzte Woche.
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#3 KatrinAnonym
  • 04.09.2007, 17:33h
  • Nehmen wir einmal den günstigsten Fall an: Es klopft, die Mutter macht auf und draußen stehen zwei Herren, die die Mutter in persisch über ihre Rechte aufklären und darüber, dass Ihrer Tochter die Abschiebung aus Deutschland droht, sollte sie nicht lesbisch sein. Da auf Homosexualität im Iran die Todesstrafe steht, sagt die Mutter „nein“. Nehmen wir jetzt mal den wahrscheinlichen Fall an: Es klopft, die Mutter macht auf und draußen stehen die zwei Herren von der Botschaft, ein Dolmetscher, ein Fahrer und zwei Bodyguards. Die vier Iraner arbeiten nebenbei auch für die Staatssicherheit, so wie alle inländischen Helfer. Der Dolmetscher fragt ob die Tochter lesbisch sei und bekommt die Antwort, die jede andere Mutter auch geben würde. In jedem Fall war die Antwort vorab bekannt.
    Dies ist ein Kasperltheater auf Steuergeld, das seinesgleichen sucht. Dabei sind doch Menschen an dem Ausweisungsverfahren beteiligt. Da ist einerseits ein eifriger Beamter, dem die Ausweisung wichtiger ist, als seine Moral und sein Gewissen und andererseits ein Richter, der ganz genau weiß, dass die Iranerin einen Formfehler gemacht hat, als sie die Todesstrafe im Antrag nicht nachtrug und dem seine Ethik und Menschlichkeit weniger bedeuten als der Gesetzesbuchstabe. Beide, der Beamte und der Richter hätten mit wenig Aufwand und ohne Folgen für die eigene Person Zivilcourage walten lassen können; ich hoffe nur, dass das Gewissen beide nicht mehr schlafen lässt.
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#4 VoltaireAnonym
  • 04.09.2007, 18:29h
  • Für Leute,
    die es NICHT nach Berlin schaffen,
    schickt bitte diesen Brief an den Innensenator Dr. Körting:

    Email-Adresse:
    senator@seninnsport.berlin.de

    Sehr geehrter Herr Innensenator Dr. Körting,

    mit großer Sorge erfüllt mich das Schicksal der lesbischen Iranerin Yasmin
    K., die von der Abschiebung in den Iran bedroht ist. Kein abgelehnter
    homosexueller Asylbewerber darf in den Iran abgeschoben werden, da dies eine
    Abschiebung in den Tod wäre.

    Presseberichten zufolge wurde Yasmin K. im letzten Jahr zum Tod durch
    Steinigung verurteilt, nachdem sie über die Türkei nach Deutschland geflohen
    war.

    Immer wieder werden Lesben und Schwule wegen ihrer Homosexualität im Iran
    hingerichtet. Im Juli 2005 wurden laut Berichten aus dem Iran zwei
    Jugendliche wegen homosexueller Beziehungen im Norden des Landes gehängt. In
    den vergangenen Wochen gab es eine regelrechte Hinrichtungswelle. Auch
    viele Homosexuelle sollen ihr zum Opfer gefallen sein.

    Das iranische Strafrecht ist eindeutig:

    § 110: Die Strafe für homosexuelle Handlunmgen ist die Todesstrafe. Die
    Tötungsart steht in Ermessen des religiösen Richters.
    § 111: Der homosexuelle Verkehr wird dann mit dem Tode bestraft, wenn der
    aktive und der passive Täter mündig und geistig gesund sind und aus freiem
    Willen gehandelt haben.
    § 129: Die Strafe für die lesbische Liebe sind 100 Peitschenhiebe für jede.
    § 131: Wenn die lesbische Liebe drei Mal wiederholt und jedes Mal mit
    Peitschenhieben bestraft worden ist, ist die Strafe beim vierten Mal die
    Todesstrafe.

    Deshalb fordere ich Sie auf alles zu tun, damit Yasmin K. nicht abgeschoben
    wird, sondern eine Aufenthaltserlaubnis oder Duldung in Deutschland erhält.

    Mit freundlichen Grüßen

    P.S.:

    meines Wissens nach DÜRFEN Sie KEINEN Menschen
    abschieben,
    der in seinem Ursprungsland von Gewalt oder Tod bedroht wird.

    Können Sie danach noch ruhig schlafen?

    WAS geschieht,
    wenn der Iranerin IRGENDETWAS zustößt,
    ist Ihnen klar,
    daß Sie dann zurücktreten müssen??!!
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#5 ThomasAnonym
  • 05.09.2007, 23:46h
  • ich habe schon an Wowereit geschrieben. Wenn DER das nicht verhindert dann klebt das Blut dieser Frau an den Händen von Berliner Politikern
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#6 KathleenAnonym
  • 07.09.2007, 08:31h
  • Ich bin immer wiedr fassungslos, wie wenig Menschen das interessiert, wie mit unserem Nächsten umgegangen wird. Abgesehen davon, dass WIR zu wenig Leute mobilisiert haben, frage ich mich wo WOWI war, er erscheint doch auch sonst auf den meisten queeren Veranstaltungen. Ich hoffe am 19. werden sich noch mehr Leute aufraffen. Und "keine Zeit" hat doch eigentlich Jede/Jeder oder nicht? Die muss man/frau sich nehmen. Jeder von uns kann in die Situation kommen in die Mühlen der Bürokratie zu geraten.
    Lieben Gruß Kathleen
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#7 stromboliProfil
  • 07.09.2007, 10:10hberlin
  • meinen brief an wowereit hat weder er noch seine kanzlei beantwortet . Ebenso schweigt der justiz und innensenat . Soviel zur bürgernähe !
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#8 leftqueersAnonym
  • 07.09.2007, 11:22h
  • @Stromboli: Mein Offener Brief bezüglich meiner Bedenken zur "Online-Durchsuchung", besserer Name ist Onlineüberwachung, wurde lediglich von der Fraktion DIE LINKE im Bundestag beantwortet, obwohl ich ihn (mehrfach) an ALLE im Bundestag vertretenen Parteien versendet habe. Zum selber versenden(herauskopieren und in dein Mailprogramm einfügen):
    leftqueers.blogsport.de/2007/08/02/

    vorratsdatenspeicherung-online-ueberwachung-totalitaerer-ueberwachungsstaat-mit-staatlicher-lizenz-zum-praeventiven-morden/

    Die Antworten der Fraktion DIE LINKE findest du im Anhang zum Offenen Brief.
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