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Hamburg (queer.de) - Die Hamburger Regierung überlegt offenbar, das CSD-Straßenfest vom Jungfernstieg an die Reeperbahn verlegen. Als Grund wird angegeben, dass der Jungfernstieg nicht zur Partymeile verkommen solle, berichtet die Zeitung "Die Welt". Daher solle es dort nur noch maximal zehn Veranstaltungen pro Jahr geben. Zwar solle die CSD-Parade weiter durch die Innenstadt führen, CDU-Staatsrätin Herlind Gundelach aus der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hat aber vorgeschlagen, das CSD-Straßenfest künftig auf der Reeperbahn aufzubauen.

Grüne kritisieren geplanten Umzug

Heftige Kritik an dem Vorschlag kommt von Farid Müller, dem lesben- und schwulenpolitischen Sprecher der GAL-Bürgerschaftsfraktion: "Das CSD-Straßenfest gehört in das Herz der Stadt auf dem Jungfernstieg. Eine Verlegung auf die Reeperbahn wäre eine Herabsetzung der Schwulen und Lesben. Die Reeperbahn ist zwar eine wundervolle Amüsiermeile, für ein Straßenfest mit politischem Anspruch ist sie aber deutlich schlechter geeignet als der Jungfernstieg", so Müller. Wer neunmal im Jahr auf dem Jungfernstieg Currywurstbuden genehmige, müsse "einmal im Jahr auch die Stände von lesbisch-schwulen Initiativen und Projekten wie der Aids-Hilfe, dem MHC oder dem Junglesbenzentrum ertragen". (pm/dk)



13 Kommentare

#1 GeorgAnonym
  • 12.09.2007, 18:52h
  • Wenn ich mir einige Leute ansehe, die am CSD teilnehmen, möchte ich dem Vorschlag zustimmen und sie zur Reeperbahn schicken....

    Leute mit nacktem Hintern und S/M-Leute im Hundekostüm gehören nicht auf den Jungfernstieg!!!
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#2 MarkHBAnonym
  • 12.09.2007, 20:20h
  • Der CSD ist (leider) für viele schon lange nichts anderes mehr als eine Party. Der ursprüngliche Gedanke ist bei vielen lange verloren gegangen... Darum kann ich dieses Argument echt nachvollziehen.
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#3 GeorgBerlinAnonym
  • 12.09.2007, 21:30h
  • Mein Gott, sind denn alle Schwulen jetzt zu Spießern mutiert? Selbstverständlich gehören die CSD's in die Zentren der Städte und nicht in Bezirke mit Schmuddel-Image!
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#4 HerbertAnonym
  • 12.09.2007, 22:02h
  • ach echt ? Leute mit nacktem Hintern und s/m Leute gehören da nicht hin ?

    Aber die Bratwurschtfresser und die besoffenen Kids & Proleten beim Alstervergnügen... die gnadenlose Kommerzattacke bei den Radrennen... der billige Plunder bei den Weihnachtmärkten und das Gebrüll der Sponsorenwerbung bei irgendwelchen halbgaren Volksmusikveranstaltungen schon ?!

    Das Alstervergnügen ist keine kommerzielle Veranstaltung ? Und irgendwelche Marathons oder so werden wahrscheinlich auch nur wegen des Spass am Sport dort veranstaltet ?!

    Ich frage mich ja, wer denn den Jungfernsteig eigentlich bezahlt hat ? Schausteller, die sich aufregen, dass der DOM und das Alstervergüngen gleichzeitig sind und sie deswegen nicht zweimal ihr fettiges & überteuertes Zeuchs verkaufen können ?

    Sicher nicht; aber die werden vom selbsternannten Retter und Bewahrer von Zucht und Ordnung, Markus Schreiber, heiss umworben und dass sowas kommerzielle Veranstaltungen sind (für die übrigens die Stadt sehr wohl die Reinigung bezahlt) wird, zugunsten des eigenen Weltbildes von Herrn Schreiber und der Bild-Zeitung gerne geflissentlich übersehen.

    Oder wir Bürger der Hasenstadt Hamburg.... und dazu gehören, ob es anderen "postern" hier passt oder nicht, auch Leute "mit nacktem Hintern und S/M Leute".

    Und PS: es war nicht die CDU.... Herr Schreiber ist ernitterter Gegner des aktuellen Senats !
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#5 gerdAnonym
  • 13.09.2007, 06:21h
  • Natürlich gehört der CSD immer noch auf den Jungfernsteg und nicht auf die Reeperbahn. Ich nehme an, dass dies auch nur ein Vorschlag einer einzelnen CDU-Abgeordnetin sein dürfte. Falls das durchkommen sollte, fordere ich schon mal jetzt alle Demonstranten auf, demonstrativ auf dem Jungfernstieg zu bleiben und dort sich niederzulassen. Der Jungfernstieg bleibt !!!

    Aber ich würde mir wünschen, dass die S/M Fraktion sich auf den speziellen Ledertreffen im Jahr "austobt". Bin auch der Meinung, dass "Hunde-Gassi-Leine" und "Fressnapf" nicht unbedingt Teil des CSD sein müssen. Das verschreckt dann Familien mit kleinen Kindern, und ich kenne durchaus einige Familien, die ansonsten kommen würden. Aber der Streit ist schon seit Jahren bei den CSD-Veranstaltern virulent; da erzähle ich bestimmt nichts Neues.
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#6 wolfAnonym
  • 13.09.2007, 08:17h
  • sind wir jetzt schon wieder so weit, dass in dieser bigotten gesellschaft veranstaltungen, immerhin mit politischem hintergrund, in das rotlichtviertel abgeschoben werden ????
    es ist im nachhinein unglaublich wie fortschrittlich die 70ziger + 80ziger jahre waren.
    wer hat nur das neue spiessertum der unter 40jährigen zu verantworten ? damit hängt ja auch die schlappe politische partyhaltung der csd´s zusammen.
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#7 HerbertAnonym
  • 13.09.2007, 08:50h
  • nun.... ein zweites kleines Problem für den CSD ergibt sich ja auch noch aus dem U-Bahn-Bau (immerhin: Hamburg baut, nach fast 40 Jahren die U4: nur nicht dahin wo sich versprochen wurde sondern in die Hafencity)

    www.abendblatt.de/daten/2007/09/13/793700.html

    Interessant die Überschrift: "Einzelhändler zufrieden"

    Komisch... beim CSD waren sämtlich Läden rund herum gerammelt voll.

    Es ist in der Tat EINE CDU-Abgeordnete und besagter Markus Schreiber der den CSD an die Reeperbahn abschieben möchte... kräftig unterstützt vom Einzelhandel.

    Ein Schelm, wer böses dabei denkt :-)
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#8 HerbertAnonym
  • 13.09.2007, 12:42h
  • sorry... noch´n Kommentar :-)

    @wolf:
    Es ist kein Spiessertum der unter 40-jährigen: das nennt sich "jugendliche Arroganz"... geleitet von der Vorstellung, dass gefälligst alle Teilnehmer des CSD waschbrettbebauchte, Designerklamottenbetuchte (drogenverseuchte) Partypeople unter 24 zu sein haben.

    Dass diese Generation sowas von meilenweit vom Gedanken einer Demonstration anlässlich des 38. Jahrestags der Stonewall-"Krawalle" entfernt ist ist letzten Endes eine Leistung derjenigen, die diese Party-People heute möglichst nicht auf den CSD sehen wollen: all diejenigen, die in der 70er, 80er und 90er Jahren für sexuelle Selbstbestimmung und Toleranz eingetreten & auf die Strasse gegangen sind.

    Dazu gehören heute 50/60 Jährige Fetishleute, BDSMer, Transen usw. Dazu gehörten meine Eltern (Spiessbürger, Baujahr 1921 und 1928)

    Mit einer auf gnadenlosen Kommerz gebügelten "Valerie Pearl" allerdings wollen sich alle nochmal fotografieren lassen: aber nur, bis die ersten Falten im Gesicht sichtbar werden.

    DAS hat alles mit Toleranz, Selbstbestimmung und Freiheit nix zu tun: jedes Lieschen-Müller auf der Strasse ist nachsichtiger, jeder Familienpapa mit drei Kindern ist toleranter und jeder Spiessbürger aus Bergedorf freiheitlicher eingestellt als genau die besagte Party-Tucken: denn die Spiessbürger kommen FREIWILLIG und Liesschen-Müller weil sie "sowas immer schon mal sehen wollte (Zitat!)".

    Unabhängig davon: die Reeperbahn ist schon lange kein "Rotlichtviertel" mehr... stören würden da höchstens die besoffenen Proleten :-)
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#9 leftqueersAnonym
  • 13.09.2007, 13:41h
  • Also, an den Landungsbrücken und am Jungfernstieg ist ja okay, aber eine Politische Demonstration auf eine Stufe mit rein Sexuellen Vergnügungen zu stellen, finde ich ekelig.

    Ist das nicht eher typisch für eine Rechtskonservative Partei? Die wollen uns eh nicht haben, nur da sie uns nicht los werden, versuchen sie es eben auf diese Art.

    Damit wird Hamburg eine Attraktion, die der Stadt jedes Jahr viel Geld bringt, verlieren.

    Hat schonmal jemand darüber nachgedacht, die Mottoradgottesdienste in eine Dorfkirche abzuschieben? Nur so als Beispiel.
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#10 FloAnonym
  • 13.09.2007, 14:28h
  • Die Hamburger CDU will das natürlich verhindern, aber Schwule, Lesben und unsere Rechte gehören mitten in die Gesellschaft und nicht ins Rotlichtmilieu...
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