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Königswinter (queer.de) - Beim mutmaßlichen Mörder der vor zwei Wochen in Königswinter-Oberdollendorf bei Bonn umgebrachten Schülerin Hannah soll es sich um einen Homosexuellen gehandelt haben, der "einmal Lust auf eine Frau gehabt" habe. Das gab der Bonner Oberstaatsanwalt Fred Apostel heute in einer Pressekonferenz bekannt. Mit einer DNS-Probe sei der Tscheche Zdenek H. überführt worden und habe bereits gestanden. Der 25-Jährige war heute Morgen festgenommen worden. Der Mann lebt seit fünf Jahren in Königswinter, er ist selbständiger Fahrzeugreiniger.

Dem Geständnis zufolge lauerte der Mann der 14-jährigen Hannah am Abend des 29. August an einer Bushaltestelle auf und fesselte und knebelte sie. Er versteckte das Opfer an einem Bus-Abstellplatz und wartete, bis keine Zeugen mehr am Ort waren. Dann vergewaltigte er sie in einem Bus und tötete das Mädchen anschließend mit mehreren Messerstichen. Danach warf er den Körper seines Opfers in ein nahe gelegenes Gebüsch und fuhr mit dem Fahrrad nach Hause.

Wie die Medien mittlerweile recherchieren konnten, lebte H. seit längeren mit einem 53-jährigen Schwulen in Oberdollendorf zusammen. Im Schwulen- und Lesbenzentrum in Bonn, wo beide öfters zu Gast waren, habe man beide auch als Paar angesehen. H. habe vor seinem Umzug nach Deutschland in Prag als Stricher gearbeitet und habe auch bei Pornoproduktionen als Darsteller mitgewirkt. (dk/cw)

ergänzt am 15.9.2007



33 Kommentare

#1 splattergayAnonym
#2 JanAnonym
  • 13.09.2007, 17:10h
  • Bevor man so einen dummen Komentar loslässt sollte man vielleicht sein Hirn einschalten @ splattergay.
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#3 bastianAnonym
  • 13.09.2007, 17:16h
  • Schwul, bi oder hetero? Ganz egal! Eine wiederliche, grausame Tat die hoffentlich mit voller Härte und Strafe (was wir in Deutschland ja nicht wirklich haben) bestraft gehört!

    Bild & Co haben nun wieder eine "tolle Schlagzeile" getreu dem Motto "Schwuler perverser vergewaltigt Frau" etc... - traurig aber wahr
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#4 FinnAnonym
  • 13.09.2007, 17:31h
  • Ist ja auch kein Wunder, dass so eine Schlagzeile bei SpOn wieder fett auf der Startseite angezeigt wird. Mir geht die Homophobie des SPIEGEL wirklich auf die Nerven. Was soll man dann erst von rechtslastigen Magazinen erwarten?
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#5 atlanaAnonym
  • 13.09.2007, 18:17h
  • mich widert die formulierung "der einmal Lust auf eine Frau hatte" zutiefst an. Wer Lust auf eine Frau hat, bringt keine kleinen Mädchen um!
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#6 leftqueersAnonym
  • 13.09.2007, 18:31h
  • Was soll das denn? Ist es nicht egal, welche sexuelle Orientierung jemand hat, der kleine mädchen ermordet? Jetzt hat die BILD wieder etwas, was sie genüßlich ausschlachten kann.

    Und wir haben wieder ein problem mehr, denn uns allen wird das wieder zum Vorwurf gemacht, wenn auch nicht offiziell, aber die denkensweise und das gerede an den stammtischen ist ja wohl ganz klar!
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#7 QaswaProfil
  • 13.09.2007, 19:31hBerlin
  • Ich hoffe dringend, dass der LSVD nach dem Anti-Diskriminierungsgesetz eine Strafanzeige gegen den Bonner Oberstaatsanwalt Fred Apostel stellt. Es ist absurd, dass ein angeblich Homosexueller aus angeblicher "Lust auf eine Frau" ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt und ermordet. Homosexuelle zeichnet aus, dass sie kein Interesse an Sex mit einer Frau haben. Wollen sie doch Sex mit einer Frau haben, sind sie nicht homosexuell. Q.e.d.
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#8 ArndAnonym
  • 13.09.2007, 20:31h
  • Also ich halte die Äußerung "...hatte mal Lust auf Frauen" für ein Zitat des Mörders. Und dies zeigt im Grunde die schockierende Belaglosigkeit des Motivs. Dass es sich darüberhinaus noch um einen Homosexuellen handelt, macht das ganze noch absurder. Allein deshalb finde ich die Information wichtig. Das sollten hier alle einfach mal akzeptieren. Hier wurde ein Mädchen kaltblütig und aus niedersten Beweggründen ermodert. Und ihr zickt hier rum als wäre nun die Gesamtheit der Schwulen das Opfer. Wie pervers ist das denn?!?
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#9 hansonAnonym
  • 13.09.2007, 20:47h
  • schockierend finde ich, dass sämtliche medien das "offene" zitat des oberstaatsanwaltes 1:1 übernehmen und es sogar als "eine erste Erklärung für die Tat" darin sehen. sinn macht eine derartige argumentation doch nur, wenn man "homosexuell" mit "geistig krank" o.ä. gleichsetzt.
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#10 saltgayAnonym
  • 13.09.2007, 20:59h
  • Wat is dat dann?

    Da wird wegen so einer Meldung ein Fass aufgemacht? Sehr schlimm, dass Einige jetzt meckern, was der schwulen Bewegung für ein Tort angetan wurde. Wenn man schon kleine Mädchen umbringen muss, dann kann man wohl wenigstens ein anständiger Perverser sein, ein Neonazi täts da vielleicht auch, am besten ein unpoltischer böser Onkel jenseits der 70, der zu Hause mit Puppen spielt, oder was soll`s denn gerne sein?

    Ob nun Bild eine Schlagzeile dieser Art hat, oder es bei Spiegel-online steht, ist angesichts der Tat unerheblich. Zu Zeiten als die "Moabiter Keulenriege" unter dem Chefredakteur Günter Prinz bei Bild das Sagen hatte, gab es noch ganz andere Schlagzeilen mit bösen Schwulen. Was ändert es daran, dass in Königswinter ein Verbrechen begangen wurde und eine 14jährige ihr Leben lassen musste? Das ist das zu Betrauernde und es ist zu hoffen, dass der Schuldige seine zustehende Strafe bekommt.

    Alles Andere ist in diesem Forum meiner Meinung nach unpassend.

    Merkwürdig, schlägt doch die Empörung stets dann hohe Wellen, wenn das eigene schöne Weltbild ins Schwanken kommt. Aber gerade Jene erhalten doch solche Institutionen am Leben, oder wird jetzt ein Boykott von Springer- und Spiegel- Erzeugnissen von den Aufgebrachten ausgerufen? Denn, wenn hier jemand Kritik an diesem Gesellschaftssystem äußert, wird er in diesem Forum von Vielen niedergeschrieben. Gut, Streit muss sein, aber hat sich jemand einmal Gedanken gemacht, ob diese Verbindung von Gewalttat und sexueller Orientierung nicht vielleicht herbei geschrieben wurde? Wer hat ein Interesse daran solch einen Zusammenhang herzustellen? Das ist eine Frage und keine Verschwörungstheorie.

    Vor fast 40 Jahren explodierten in Hannover-Linden einige Waggons eines Munitionszuges. Sofort schrieb die Presse über Täter aus dem linksradikalen Raum - es waren die wilden 68er Jahre. Aha, heute wissen wir, dass es sich um einen Schaden an den Radgestellen handelte.

    Vielleicht wäre es klüger das komplette Ergebnis des Ermittlungsverfahrens und den Prozess abzuwarten und dann zu urteilen.

    Mit "Was sollen denn die Leute von uns denken..." stößt man bei mir auf taube Ohren. Das habe ich in der Vergangenheit zu oft von ordentlichen Häuslebesitzern gehört, welche ihre "Leichen" nicht im Wald, sondern im Keller vergraben hatten.
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