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Eschborn (queer.de) - Der Internet-Anbieter Arcor hat die letzte Woche aus Jugendschutzgründen gesperrten Websites wieder freigeschaltet. Grund war nach Angaben von "Spiegel Online", dass auch harmlose Seiten wie die eines wissenschaftlichen Kongresses und eine Bollywood-Fanseite aus technischen Gründen mitgesperrt wurden. Arcor hatte nach dem Antrag eines deutschen Erotik-Anbieters ursprünglich nur drei Porno-Seiten blockieren wollen, die nicht durch Alterscheck geschützt sind unterstützt (queer.de berichtete).

Arcor hatte die IP-Adressen von Seiten wie Privatamateure gesperrt. Dabei wurde aber offenbar übersehen, dass auch andere Webseiten bei diesen Adressen hinterlegt waren; im Falle von Privatamateure soll es sich um 3,5 Millionen gehandelt haben. "Wir haben die beanstandeten IP-Adressen entsperrt, weil davon auch harmlose Seiten betroffen waren", erklärte Arcor-Sprecher Michael Peter heute. "Wir sperren erstmal nicht nach". Die beanstandeten Seiten seien ohnehin nach kurzer Zeit wieder auf Arcor erreichbar gewesen, weil die Anbieter die IP-Adressen geändert hätten. (dk)



13 Kommentare

#1 skydiverProfil
  • 17.09.2007, 15:04hStuttgart
  • Na - dieser Schuss ging für die ARCOR Macher wohl nach "hinten" los !!! Wahrscheinlich haben "massenweise" ARCOR Kunden aus "Protest" ihren Vertrag gekündigt !?! Gut so !!! Jugendschutz -ok !!! Aber einfach still & heimlich die "zahlende" Kundschaft "bevormunden" wollen - geht gar nicht !!! :-)
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#2 HannesAnonym
  • 17.09.2007, 15:16h
  • Der Schuss ging vor allem auch für die Pornoindustrie nach hinten los. Die von Arcor zensierten Seiten werden auf Grund des Medieninteresses und der ungewollten Publicity wohl deutlich mehr User verzeichnen können.

    - So grab your dick and double-click...
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#3 leftqueersAnonym
#4 JanXAnonym
  • 17.09.2007, 21:00h
  • Einfach wunderbar! Großartig! Genau so muss das sein. Sperre
    rein, sperre wieder raus. Konsequenzen für die Kunden: Keine.
    Konsequenzen für Arcor: Kundenverlust und beträchlicher
    Imageschaden. Oder würdet ihr noch bei Arcor DSL bestellen,
    nach dieser Aktion? Ich sicherlich nicht. Wenn ich für eine
    DSL-Flatrate jeden Monat zahle, dann möchte ich das gesamte
    Internet uneingeschränkt aufrufen können und nicht nur einen
    mehr oder weniger großen Ausschnitt davon. Der nächste
    Internetprovider, der sich hier zum Möchtergernzensor aufspielt,
    wird sich das, wenn er schlau ist, gründlich überlegen, so einen
    Mist zu verzapfen oder ob er sich das nicht besser verkneift.
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#5 PoldiAnonym
  • 17.09.2007, 21:19h
  • @leftqueers
    das thema eignet sich hervorragend, um dir und anderen sexualisierten linken die frage zu stellen:
    was sagt eigentlich marx zur sexuellen ausbeutung?
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#6 leftqueersAnonym
  • 17.09.2007, 23:07h
  • @Poldi: Hm, das weiß ich nicht. Das Kapital habe ich leider nicht gelesen. Vielleicht steht ja etwas darüber drin?

    Nur: was hat das mit dem Umgehen solcher "Sperren" zu tun?
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#7 KeksAnonym
  • 17.09.2007, 23:44h
  • Hi leftqueers!

    Dein Hinweis (mit Link), es gebe auch Techniken, diese Sperren zu umgehen, passt an dieser Stelle nicht. Der CCC erklärt, wie man an einer DNS-Zensur vorbeikommt, Arcor hat aber offensichtlich die IP-Adressen gesperrt -- da kommt man nicht vorbei, es sei denn, man wechselt den Provider (also meist den gesamten DSL- und Telefon-Anschluss).

    Liebe Grüße, Keks

    www.keks.de/
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#8 leftqueersAnonym
#9 JanXAnonym
  • 18.09.2007, 08:59h
  • @7: Für alle die diesen Beitrag lesen. Diese Information ist
    falsch! Selbstverständlich kommt man daran vorbei. Wie schon
    jemand hier erwähnte z.B. mit einem Proxyserver. Tatsächlich
    existiert überhaupt keine nicht umgehbare Zensur im Internet,
    auch wenn Politiker dass immer wieder behaupten. Selbst in
    China nicht, wie mehrere Zeitungen vor kurzem noch
    berichteten. Der Grund, warum in China Seiten nicht aufgerufen
    werden, ist also nicht ein technischer in der Form, dass diese
    gefiltert würden, sondern einfach der, dass die Leute aufgrund
    von totalitärer Überwachung sich gar nicht trauen, die Seite
    überhaupt aufzurufen bzw. eine Filterung zu umgehen. Wenn es
    also in China nicht klappt, Informationen wirklich aus dem Netz
    zu entfernen, so klappt es hier natürlich erst Recht nicht. Einzige
    Möglichkeit ist wie gesagt, die Überwachung der Bürger, um ein
    Klima der Angst aufzubauen. Daran wird ja momentan
    gearbeitet: Vgl. "Bundestrojaner", der natürlich nach kurzer
    Schamfrist, für alle möglichen Kontrollen eingesetzt würde, so
    z.B. auch, um zu prüfen, ob o.g. Seiten evtl. doch aufgerufen
    wurden.
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#10 PoldiAnonym
  • 18.09.2007, 09:03h
  • leftqueers:
    du hast verstanden, in welche richtung meine frage zielt.
    "hm" sagt biolek in seinen kochsendungen. als antwort eines linken auf eine sozialpolitische frage hätte ich mehr erwartet.
    gegenfragen machen mich in jeder hinsicht nachdenklich.
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