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Virginia Beach (queer.de) - Eine von der "Ex-Gay"-Gruppe finanzierten Studie kam zu dem Ergebnis, dass "glaubensbasierende Therapie" Homosexuelle "heilen" kann. Die Studie wurde von der christlichen Regent University durchgeführt, die vom Prediger Pat Robertson, einem erklärten Schwulengegner, gegründet wurde. Die Psychologen Stanton Jones und Mark Yarhouse haben dabei 98 Teilnehmer von "Ex-Gay"-Gemeinschaften über vier Jahre begleitet. Demnach hätten 15 Prozent ihre "homosexuelle Begierde" reduzieren können, 23 Prozent hätten zumindest zölibatär leben können. 29 Prozent berichteten von einer unzureichenden Reduzierung ihrer gleichgeschlechtlichen Gefühle, 15 Prozent hätten keine Veränderung feststellen können und vier Prozent hätten sich in eine "unerwünschte" Richtung entwickelt. Ein Viertel der insgesamt 98 Teilnehmer hätte die Studie erst gar nicht beendet.

Die Ex-Gay-Gruppe Exodus International sah die Untersuchung als "wissenschaftlichen Beweis an, dass Homosexualität nicht vorgegeben ist". Kritiker nannten die Studie einen "Schwindel": "Exodus sollte es peinlich sein, dass selbst extra ausgesuchte Teilnehmer in dieser Jux-Studie ein so mageres Ergebnis liefern", erklärte Wayne Besen von der Homo-Gruppe Truth Wins Out. Er verglich die Studie mit einer von Philip Morris, in der der Zigarettenkonzern die Mitglieder seiner Werbeabteilung interviewt hatte, um die Unschädlichkeit von Glimmstängeln zu beweisen.

Oral-Sex bei Ex-Gay-Therapie: Haftstrafe

Derzeit macht zudem ein Gerichtsurteil der Ex-Gay-Bewegung zu schaffen: Der 43-jährige "Therapeut" Christopher Austin wurde kürzlich in Dallas wegen sexueller Belästigung zunächst zu zehn Jahren Haft verurteilt; ein Richter reduzierte das Urteil vor wenigen Tagen auf sieben Jahre auf Bewährung. Austin hatte für seine Kirche einen Kurs zur Umpolung Homosexueller angeboten. Teil der Therapie zur Heilung von Schwulsein waren demnach "Nackt-Sitzungen" und sogar Oralsex, zu dem er die Teilnehmer gezwungen hatte. (dk)



13 Kommentare

#1 furzAnonym
#2 StefanoAnonym
#3 leftqueersAnonym
  • 20.09.2007, 21:57h
  • @furz: Hm, vielleicht haben sie es in dem gefängniss im Irak nur getestet?

    Aber mal ganz im ernst: Dieser Religiös-Faschistische Wahnsinn ganz nach mengele(ich glaub den hätte es gefreut) ist eben typisch für "christliche" Fundamentalisten.
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#4 NeugierigerAnonym
  • 20.09.2007, 22:17h
  • "Mami, ich kann gute Leistungen in der Schule erbringen!" - "Na lass mal dein Zeugnis sehen.........5,6,zwei 4en, wieder 6, oh ne 2-!" - "Genau was ich sage, die zeigt, dass es MÖGLICH ist!"
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#5 HeteroAnonym
  • 21.09.2007, 05:28h
  • Funktioniert das umgekehrt vielleicht auch? Könnte mich eine glaubensorientierte Therapie schwul machen?? Hhhhmmmhh, nette Idee, aber ich glaub net. Der Therapeut hat`s ja echt drauf: Nacktsitzungen und Oralsex um die anderen davon abzubringen und er hat auch was davon. Schlau wie ein Wiesel der Typ!

    P.S. Die betreffende South Park Folge hab ich auch gesehen. Echt genial, sowas würden die sich bei den Simpsons nicht trauen.
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#6 SchorschAnonym
  • 21.09.2007, 09:15h
  • Na, "furz":
    Von "erzwungenem" Oralsex gibt es aber garantiert appetitlichere Bilder im Netz als diese schäbigen, haarigen, schmuddeligen Islamterroristen. Die will man ja nicht mal angezogen sehen. Und auf dem einen Bild sogar noch eine Frau!

    Und der Kopfstandbeter ist ja ganz und gar unerotisch. Lustige Sitten haben die Jungs da offenbar. Naja, die beten sicher in jeder denkbaren Stellung.
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#7 DragonWarriorAnonym
  • 21.09.2007, 09:40h
  • Stanton Jones und Mark Yarhouse hätten gut daran getan, schon mit dem Begriff "Studie" recht vorsichtig umzugehen...

    Ich hab in den Statistikseminaren an der Hochschule immer nur gelernt: unter hundert teilnehmerinnen sollte man nicht von einer Studie sprechen und erst recht keine prozentzahlen angeben...

    Also ein viertel hat die Studie garnicht beendet...
    Wir sind freundlich und nehmen an, dass es 24 Abbrecher gab und nicht 25

    Insgesamt verbleiben demnach höchstens 74 Teilnehmer.....

    davon haben 11 Menschen es geschafft, ihre "homosexuelle Begierde zu reduzieren" (niemand spricht davon, dass sie heterosexuelle begierde entwickelt hätten!!)

    17 Menschen leben zölibatär (was sie auch noch nicht heterosexuell macht, was uns der Klerus immer wieder vor augen führt),

    21 berichten von einer unzureichenden Reduktion ihrer gleichgeschlechtlichen Gefühle (wem reicht da was nicht, den Teilnehmern oder den Therapeuten)

    bei 11 hat sich nix verändert, bei

    3 Menschen wurde eine Veränderung in eine "unerwünschte" Richtung festgestellt...

    oops... ich komm da nur auf 63
    was ist mit dem Rest?? Zugegeben, ich hab gerundet, aber dabei können kaum 15% der Teilnehmer über Bord gegangen sein...

    Das ganze ist so hahnebüchen, dass - völlig unabhängig vom Thema !! - man es vermutlich selbst als Hochschul-Diplomarbeit in Psychologie um die Ohren gehauen bekäme.

    Und zwar zu recht...
    Diese "Studie" ist eher ein Erfolg für uns, als ein Beweis für unsere Gegner.
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#8 leftqueersAnonym
#9 NorbertAnonym
  • 21.09.2007, 14:38h
  • Welche Folge von South Park ist das denn? Würde mir die mal runterladen, äh, ansehen, wollen...
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#10 luke12Anonym
  • 21.09.2007, 19:01h
  • "Eine von der "Ex-Gay"-Gruppe finanzierten Studie kam zu dem Ergebnis, dass "glaubensbasierende Therapie" Homosexuelle "heilen" kann. Die Studie wurde von der christlichen Regent University durchgeführt, die vom Prediger Pat Robertson, einem erklärten Schwulengegner, gegründet wurde."

    Wie glaubwürdig kann so eine Studie wohl sein? Wenn das nicht so traurig, ernst und gefährlich wäre, dann würde ich mir echt ins Hemd machen vor lachen.
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