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Ein US-Porno zeigt den Sohn Gottes so, wie ihn die Kirche nie sehen wollte. Regisseur Matthias von Fistenberg findet Jesus "unglaublich lecker".

Von Dennis Klein

Beim 33-jährigen Pornodarsteller Matthias von Fistenberg ist der Name eigentlich Programm. Der in Polen geborene Besitzer des New Yorker Porno-Labels Dark Alley Media hat in Filmen wie "Fisting Punks" oder "Fisting Underground" als Darsteller, Produzent und Regisseur eine Fanbasis aufgebaut. Doch jetzt will er mit spektakulären Filmen weiter gehen: "Gaytanamo" ist schon seit kurzem im Handel – hier wird ein deutscher Tourist irrtümlich nach Guatanamo verschleppt. Natürlich erweist sich die US-Einrichtung in Kuba als "sexiest Internierungslager der Geschichte" (DVD-Pressetext).

Richtig Zündstoff im frömelnden Amerika ist allerdings sein neuestes Werk "Passio", das ab nächsten Monat in den Sexshops von Iowa und Arkansas (um nur einige zu nennen) erhältlich sein wird. Hier dreht sich alles um einen gut aussehenden, dauergeilen Jesus – eine Geschichte also, die so nirgends in der aktuellen Ausgabe des Neuen Testaments zu finden ist. "Mein Jesus ist schwul, unglaublich lecker und wird genauso hart wie wir Normalsterblichen", erklärt Fistenberg.

Der Film soll provozieren, meint der Regisseur. Und er soll dazu beitragen, dass das höchste Gut im amerikanischen Recht – die Redefreiheit – hochlebt. Anders als in Deutschland (Paragraf 166 StGB) kennen die Amerikaner nämlich kein Gesetz gegen Gotteslästerung: "Wir leben glücklicherweise nicht mehr in einer Zeit, in der die Kirche die Medien und die Gerichte kontrolliert", so Fistenberg. "Unter dem Schutz der freien Meinungsäußerung sind alle biblischen Themen offen für Interpretation." Fistenberg – der sich selbst als gläubigen Katholiken bezeichnet – erwartet Gegenwind: "Vielleicht exkommuniziert mich der Papst. Vielleicht beschimpfen mich die konservativen Medien. Aber sie werden mich nicht dazu bringen, mein Recht auf freie Meinungsäußerung und künstlerische Freiheit zu opfern", erklärte der Pornokönig in theatralischer Manier.

Nächsten Monat entscheidet sich dann, ob sich die gottestreuen Medien á la Fox News auf die kalkulierte Blasphemie stürzen – und ob genug Schwule das Werk kaufen, das als DVD laut unverbindlicher Preisempfehlung 99,99 Dollar kosten soll. Bleibt abzuwarten, ob wir bald Buddha, Jehova oder Mohammed in Fistenberg-Werken bewundern dürfen.

20. September 2007



79 Kommentare

#1 barnabasAnonym
#2 ÜwchenAnonym
  • 20.09.2007, 19:32h
  • Redefreiheit hin oder her ich finde das Geschmacklos. Ich finde egal wieviel Redefreiheit man hat und wieviele Rechte man sollte sich dann selber maßregeln. Es gibt einfach Tabus die man nicht ignorieren sollte. Wenn der Typ in den nächsten Wochen irgendwo Tot aufgefunden wird sollte sich niemand wundern. Bei über einer Milliarde Christen wird der eine oder andere einfach austicken. Zumal das niemanden was nützt. Was kritisiert er damit? Was bringt diese "kritik" ? Hilft es uns weiter? Rettet es die Menscheit? Macht es das Schwule leben einfacher? Im gegenteil jetzt sind schwule nochmehr die Gottlosen perversen als je zuvor. Auserdem ist dies keine Kritik keine Kunst keine Meinungsfreiheit es ist einfach dumme und hirnlose Provokation. Wer Wind säät wird Sturm ernten.
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#3 hwAnonym
#4 thomas, kölnAnonym
  • 20.09.2007, 20:38h
  • "Bleibt abzuwarten, ob wir bald Buddha, Jehova oder Mohammed in Fistenberg-Werken bewundern dürfen."

    Warum wundern wir uns bei solchen Sätzen eigentlich noch, dass es Menschen auf dieser Welt gibt, welche mit den Begriffen Demokratie, freier Meinungsäußerung und "westlicher Lebensweise" nix anfangen können und diese bekämpfen?

    Was möchte der werte Schreiber dieses Schlusssatz erreichen? Noch mehr Hass, Verachtung und Verfolgung von Schwulen und Lesben in Ländern in welchem Menschen an Buddha, Jehova oder Mohammed glauben?

    Die Amis geben erst Ruhe wenn an jeder Straßenkreuzung dieser Welt ein Mc Würg Laden steht und Herr Finstenberg und Co. werden wohl erst genug Geld eingerafft haben wenn auch wirklich das letzte Thema mit einem schwulen Porno verramscht wird.

    Glückwunsch - so schafft man sich Feinde!
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#5 jo-wiAnonym
  • 20.09.2007, 20:57h
  • Das ist furchtbar Respektlos. Das geht so nicht!

    Man kann nicht einfach die christlichesten Symbole pervertieren, nur weil man Probleme mit einzelnen Aussagen der Kirchen hat.
    Das ist eine widerliche Provokation. Eine reine Befriedigung gehässiger Triebe, für die sich ab sofort viele Homosexuellengruppen rechtfertigen müssen.
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#6 ÜwchenAnonym
  • 20.09.2007, 21:20h
  • @hw
    irgendwie verstehe ich den zusammenhang nicht. Ist es beleidigend wenn Moslems was anderes glauben als Christen? Nun bei den Moslems ist das halt so. Bei den Buddhisten ist Jesus ja nichtmal ein Prophet geschweige denn irgendwie wichtig für deren Religion oder Lebensweise. Es ist ja wohl eindutig geschmacklos Jesus der für mehrere Milliarden Menschen eine wichtige Persönlichkeit ist so derart durch den Kakao zu ziehen. Jesus ist übrigens auch für die Moslems dieser Welt ein sehr wichtiger Prophet und auch die Moslems werden diesen Porno nicht gutheissen. Wenn er Tabus brechen will soll er doch einen KZ Porno drehen wo die Männer erst gefickt dann vergast werden. Sorry aber ich weiß nicht was daran geschmackloser ist als Milliarden Menschen zu beleidigen. Es gibt nur ein paar Millionen Juden auf der Welt aber mehrere Milliarden für die Jesus wichtig ist.

    Nicht falsch verstehen ein KZ Porno wäre abartig und total undenkbar aber wieso ist dieses Thema Tabu aber solche extrem wichtigen Persönlichkeiten der Religion nicht? Demokratie und Meinungsfreiheit heisst für mich nicht das ich auf den Gefühlen von jedem rumtrampeln muss auch wenn ich es theoretisch aufgrund einer gesetzeslücke dürfte. Das ist unzivilisiert oder denkst du wirklich Meinungsfreiheit ist dazu da um sie zu missbrauchen? Sei es nun Jesus im Porno oder Mohammed als Karikatur. Wieso muss man solche extreme darstellen damit man zeigt das man es darf. Gehirnlos nenne ich sowas. Der sollte sich echt nicht wundern wenn morgen sein Büro in die Luft fliegt. So leid es mir auch tut wenn das passieren sollte hätte ich kein Mitleid mit diesem Stück Fleisch was sich Mensch nennt und alles in den Dreck zieht was Meinungsfreiheit bedeutet. Nein das ist keine Aufforderung zu irgendwas. Ich distanziere mich von jederweder Gewalt aber was man ablehnt selbst zu tun heisst nicht das man es nicht verstehen kann wenn es jemand tut.
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#7 Maria MagdalenaAnonym
#8 PoldiAnonym
  • 20.09.2007, 22:31h
  • solche provokationen kennt der jesus bestimmt schon. ich denke nicht, dass er wegschaut, wenn ein pfaffe dem ministranten in der sakristei einen bläst.

    ich bewerte den film nicht über.
    er ist genauso bizarr wie rote kalbslederschuhe, prokatbestickte samtröckchen, samthandschuhe und leckstein an der pfote.
    in indien sind die kühe heilig und wir freuen uns über ein rindersteak.
    sollen uns deswegen die hindus erschlagen.
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#9 tobeyAnonym
  • 20.09.2007, 22:33h
  • Heute ist der erste Tag in meinen Leben, an dem ich mich wirklich schäme Schwul zu sein!
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#10 GeorgAnonym
  • 20.09.2007, 23:29h
  • Gott sei Dank würde in Deutschland sofort Strafanzeige gegen dieses Machwerk erstattet werden.

    Ach ja, er kann ja auch mal versuchen, einen solchen Film über Mohammed zu drehen. Und dann sollte er abwarten, was passiert....
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