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  • 22. September 2007, noch kein Kommentar

Neu übersetzt: Aufzeichnungen eines chinesischen Reisenden aus dem 13. Jahrhundert.

Von Carsten Weidemann

Bereits die alten Khmer kannten Money- und Ladyboys. Dies geht aus den Aufzeichnungen eines chinesischen Reisenden aus dem 13. Jahrhundert hervor. Die Abenteuer von Zhou Daguan wurden jetzt von Silkworm Books neu ins Englische übersetzt.

Als Assistent bei einer diplomatischen Mission war Zhou Daguan im Jahr 1296 in die damalige Khmer-Hauptstadt Angkor gereist und verbrachte dort ein ganzes Jahr. Nach seiner Rückkehr nach China schrieb er seine Erlebnisse auf.

Nur in Fragmenten erhalten

"Es gibt auffallend viele feminine Männer, die jeden Tag in Gruppen von etwa zwölf Personen über die Märkte schlendern", beobachtete Daguan. "Oft werben sie um die Aufmerksamkeit von Chinesen, weil sie sich im Gegenzug großzügige Geschenke erhoffen. Es ist beschämend und lasterhaft."

Auch über die sexuelle Offenheit der Khmer-Frauen wunderte sich der chinesische Reisende: "Wenn der Ehemann mehr als zehn Tage außerhalb der Stadt arbeiten muss, sagt die Frau: ‚Ich bin kein Geist, warum sollte ich allein schlafen?' So stark sind ihre sexuellen Bedürfnisse."

Das Buch "A record of Cambodia, the land and its people" enthält auf 40 Seiten die von Peter Harris übersetzten Fragmente der Aufzeichnungen Daguans. Auf weiteren 110 Seiten gibt es Anmerkungen und historische Einordnungen vom Kambodscha-Experten David Chandler.