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Der iranische Präsident behauptet in New Yorks Columbia-Uni, in seinem Land gebe es keine Homosexuellen.

Von Dennis Klein

Schwul-lesbische Aktivisten haben sich in New York Protesten gegen den Besuch von Mahmud Ahmadinedschad angeschlossen. Tausende Menschen demonstrierten lautstark vor der Columbia-Universität in New York, in der der iranische Präsident gestern vor Studenten aufgetreten ist. Dabei zeigten einige Aktivisten Bilder von wegen Homosexualität hingerichteten Menschen.

"Wir haben keine Homosexuellen"

Ahmadinedschad wurde eisig von der Universität empfangen. Vom Universitätschef wurde er als "engstirniger und grausamer Diktator" begrüßt, die Fragen der Studenten waren daraufhin auch sehr kritisch. Die Antworten wurden oft von höhnischem Gelächter und Pfiffen unterbrochen. Der Frage, warum Homosexuelle im Iran hingerichtet werden, wich Ahmadinedschad zunächst aus und sprach zunächst von Drogenhändlern und anderen Kriminellen, die wie Mikroben andere Menschen schadeten und daher vernichtet werden müssten. "Warum sollten sie Mitleid erhalten. Haben Sie in den Vereinigten Staaten nicht auch die Todesstrafe?", fragte er. Nach weiteren Nachfrage der Studenten sagte der Präsident dann entnervt: "Im Iran haben wir keine Homosexuellen wie in Ihrem Land. Wir kennen dieses Phänomen nicht. Ich weiß nicht, wer Ihnen erzählt hat, dass wir so etwas haben."

Es gibt keine genauen Zahlen darüber, wie viele Menschen wegen ihrer Homosexualität im Iran von staatlicher Seite getötet worden sind. Menschenrechtsgruppen schätzen, dass die Islamische Republik seit der Machtübernahme im Jahre 1979 mindestens 4.000 Schwule nach den Regeln der Scharia hinrichten ließ.

25. September 2007



98 Kommentare

#1 gerdAnonym
  • 25.09.2007, 13:12h
  • Auch wenn in den westlichen Demokratien um die Anerkennung von Lebenspartnerschaften bzw. die Eheöffnung heftig gestritten wird, so können sich homosexuelle Menschen glücklich in den westlichen Industriestaaten schätzen, dass sie nicht in Ländern wie Iran, Mauretanien, Saudi-Arabien oder Jemen leben müssen, wo die Todesstrafe droht.

    Auch dies sollte einmal im Verhältnis streng moslemisch geprägter Staaten und Mullahs zum Papst und Vatikan verdeutlicht werden: im Vergleich zu diesen Ländern ist der römisch-katholische Vatikanstaat noch Gold...so gesehen die größte Herausforderung, die homosexuellen Menschen auf der Welt noch bevorteht bzw. wo noch viel, viel an Aufklärungsarbeit gegenwärtig zu leisten ist, das ist das Verhältnis Homosexualität und Islam. Auch dies muss klar und deutlich erkannt und genannt werden. Diese Aufklärungsarbeit muss auch in die deutschen "Hinterhofmoscheen" hinein und dort dürfen wir nicht wegschauen. Der Islam hat noch die ganze Auseinandersetzung mit dem Thema Homosexualität vor sich, die das Christentum schon längst mit aller Kraft führt.
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#2 wolfAnonym
  • 25.09.2007, 13:45h
  • @gerd
    genau aus den von dir angeführten gründen ist es um so wichtiger, dass unsere bescheuerten politiker endlich reagieren. denn nur ein selbstverständliches, "normales" leben, führt langfristig zur akzeptanz und nimmt diesen idioten die grundlage ihrer homophoben verhaltensweise, das gilt auch für "benedetto".
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#3 AlfonsAnonym
  • 25.09.2007, 14:24h
  • In islamischen Ländern gibt es kaum Kriminalität, gibt es keinen Alkoholmissbrauch, die jungen Leute haben noch Respekt vor den Älteren und dort blickt man den Frauen ins Gesicht (und nicht auf die Brüste).

    Warum wohl sollte der Präsident eines solchen Landes (ich meine keine extremen Diktatoren) jetzt eine schwule Szene, Alkoholausschank und andere Dinge aus dem Westen zulassen? Ein Blick in GayRomeo reicht für einen solchen Präsidenten aus, um GANZ sicher zu sein, dass man so etwas NICHT im eigenen Land haben will! (Dem Papst wurden übrigens vom Erzbischof Lavada aus San Francisco abschreckende Bilder vom CSD vorgelegt. Der Effekt war der gleiche!)

    Wir müssen uns mal abgewöhnen, alles das, was der Kapitalismus und die USA hervorgebracht haben, als eine Errungenschaft zu sehen, mit der wir die Völker der Welt beglücken müssten...

    Wenn ein Land wie Saudi-Arabien einen Schmuddel-Sender wie MTV verbietet, so kann man laut aufschreien und behaupten, dies sei keine Demokratie. Man kann aber auch hohen Respekt vor einen solchen Schritt haben und sehen, dass nicht alle Kulturen dieser Welt von dem amerikanischen Way of Life beglückt werden wollen.
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#4 Krzyszek
  • 25.09.2007, 14:56h
  • Verstehe ich dich richtig, Alfons? Du bist also wirklich der Ansicht, iranische Homosexuelle sollten ihre Sexualität unterdrücken oder alternativ am Galgen baumeln?
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#5 DragonWarriorAnonym
  • 25.09.2007, 15:02h
  • @ alfons

    ich kann es langsam nicht mehr hören...
    sobald man die extreme schwulenfeindlichkeit (incl. todesstrafe (!!) für schwulen sex) im iran anprangert steht hier irgendjemand auf und faselt was von den "errungenschaften des kapitalismus oder der USA" langsam frag ich mich ehrlich ob ihr noch alle tassen im schrank habt.

    hier geht es um das menschenrecht seine sexualität so zu leben, wie sie die jeweils eigene sexuelle identität vorgibt.

    das hat nichts mit gayromeo oder dem csd zu tun.

    was für einen effekt bilder vom csd auf papstgesannte haben interessiert mich einen scheissdreck.

    mich haben die bilder und schilderungen der inquisition auch erschreckt, was den papst vermutlich wenig interessiert hat - wenn er nicht genau darauf durch jahrhunderte hinweg vertraut hat...

    hier geht's darum, dass religion zum machterhalt missbraucht wird...

    das ist allemal anzuprangern.

    eine formulierung wie "Im Iran haben wir keine Homosexuellen wie in Ihrem Land. Wir kennen dieses Phänomen nicht. Ich weiß nicht, wer Ihnen erzählt hat, dass wir so etwas haben." belegt, dass dieser mann völlig durchgeknallt und unberechenbar ist.

    aus und ende.
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#6 KonstantinEhemaliges Profil
  • 25.09.2007, 15:05h
  • Zitat Alfons: " .... dort blickt man den Frauen ins Gesicht ... "

    Kannst du mir mal erklären, wie man einer verscheierten Frau ins Gesicht blicken soll? Und außerdem interessieren mich weniger die Ausschnitte der Frauen, als eher die Ärsche der Männer! Wo ist also dein Problem, Hase?
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#8 hwAnonym
  • 25.09.2007, 16:10h
  • @ antos ?
    "Cheney wollte angeblich mit Intrige Iran-Krieg provozieren...David Wurmser berichtet "Newsweek", Cheney habe Israel zu Raketenangriffen auf iranische Atomanlagen überreden wollen. Wenn der Iran dann zurückgeschlagen hätte, wäre das der Anlass für massive US-Angriffe auf militärische und atomare Ziele in dem Golfstaat gewesen.."

    afp.google.com/article/ALeqM5gKGxfLJsE-2fLmqVsejuSctmXChQ

    nun ist es ja so, dass die meisten übersetzungen zu reden dieses diktators von MEMRI in umlauf gebracht werden. oberst yigal carmon, ehemals beim israelischen militärnachrichtendienst ist ein mitbegründer des Middle East Media Research Institute (Memri).

    MEMRI wird im wesentlichen über frau meyrav wurmser, finanziert. weißt du, ob und wo es ökonomisch unabhängige übersetzungen gibt ?

    mich interessiert das, weil meyrav wurmser auch mitglied des hudson institute ist, während ihr ehemann david wurmser an der spitze der nahost-forschungsabteilung des AEI stand.

    diese milieus waren und sind am verbreiten von kriegstreibenden lügen und stimmungen interessiert.
    ich denke, z. zt. ist es wichtig iranischen stadtschwulen situationen zu ersparen, wie sie
    irakische nach dem amerikanischen überfall in bagdad erleben müssen. alles andere ist zynisch.
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#9 HampiAnonym
  • 25.09.2007, 16:54h
  • da wir nicht beweisen können, dass homosexuelle Männer im Iran hingerichtet wurden (es gibt ja keine Filmaufnahmen davon die nachweislich nicht gefaked wurden), können wir ja auch nicht wissen, ob es im Iran überhaupt homosexuelle Menschen gibt! Echt homosexuelle Iraner leben sicher längst schon im westlichen Exil, und im Iran selber gibt es keine mehr, möglicherweise eben,weil die die es noch gab, hingerichtet wurden, aber wir wissen es nicht! Die These, dass es in allen Ländern gleich viel Schwule geben muss, also rund 10% der Bevölkerung,ist eine reine Behauptung die auch noch nie bewiesen werden konnte. Aufgrund der Bevölkerungszahl der Chinesen, 1,4 Milliarden, müsste es ja etwa fünfzig Millionen schwule chinesische Männer geben,mein Gott wo sind die denn alle? Wär ja ein deutscher Fleischtraum für alle deutschen Gays wenn die alle ins deutsche Exil kämen....nun kommt sicher wieder die Erklärung jaja, die bösen diktatorischen Chinesen, aber inzwischen ist China doch sehr verwestlicht worden, auch im Hinblick auf Olympia 2008. Trotzdem gibt es offenbar einige wenige zehntausende schwule Chinesen, fast ausschliesslich in den drei Städten Peking, Shanghai und Kanton, aber ansonsten,vor allem in den westlichen Provinzen....? Absolut tote Hose, selbst in vielen Millionenstädten. Könnte ja durchaus sein, dass Homosexualität auch ein kulturelles Phänomen darstellt, und in Ländern des Ostens weitaus marginaler verbreitet ist als im sex- und genusssüchtigen Westen....
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#10 TimoAnonym
  • 25.09.2007, 17:06h
  • Dem Diktator eines Barbarenstaates auch noch ein Forum für seinen Homohass zu geben ist beschämend.

    Ich stimme Bush nicht in vielen Dingen zu, aber seine Einschätzung des Irans teile ich... (auch wenn wir wohl beide aus unterschiedlichen Gründen zu dieser Einstellung gelangen)
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