Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?7661

Schwerin (queer.de) - Der FDP-Landtagsabgeordnete Sebastian Ratjen aus Mecklenburg-Vorpommern hat Homosexuellen und anderen Minderheiten geraten, bei Neonazis beliebte Modemarken zu tragen und sie damit umzudeuten. "Wie wäre es, wenn plötzlich Farbige, Ausländer, Schwule, Lesben und viele andere Thor Steinar trügen?", heißt es in einer Presseerklärung des Politikers vom Dienstag.

Anlass war ein aktueller Streit um den Verkauf von "Thor Steinar"-Mode in Greifswald. Dieses Label ist als Designermarke von und für Rechte bekannt. Im November 2004 hatte das Amtsgericht Königs Wusterhausen das Runen-Logo der Marke beanstandet und die bundesweite Beschlagnahmung der Kleidung angeordnet. Die Firma änderte daraufhin allerdings ihr Logo.

Der FDP-Politiker Ratjen, der rechtspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, regte an, im Kampf gegen Rechts die Offensive zu gehen: "Statt zurückzuschrecken, wenn die Neonazis anfangen, historische Symbole zu missbrauchen, müssen wir sie ihnen entreißen."

Das Tragen von Thor-Steinar-Kleidung ist in mehreren Fußballstadien verboten. Dazu zählen die Spielstätten von Dynamo Dresden, Borussia Dortmund, Werder Bremen, Hertha BSC Berlin, des FC St. Pauli, des 1. FC Magdeburg sowie von Carl Zeiss Jena. (cw)



25 Kommentare

#1 AlfonsAnonym
  • 26.09.2007, 11:02h
  • Nicht der schlechteste Vorschlag....

    Auch das Wort "schwul" war ja früher NUR ein Schimpfwort. Dann haben es die Schwulen selbst übernommen und diesem Wort dadurch die Schärfe genommen. Heute wird es in den meisten Fällen völlig neutral gebraucht.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 gerdAnonym
  • 26.09.2007, 11:16h
  • Naja...ob das die beste Idee ist...besser ist es solchen Leuten den Zutritt in die Fussballstadien zu verbieten...am Liebsten wüde ich solche einschlägig bekannten Neonazis abschieben.

    Das Problem ist, dass leider kein anderes Land die haben will. Aber es gibt noch unbewohnte Inseln in Kanada in der Arktis...vielleicht läßt sich da was mit der kanadischen Regierung aushandeln.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 leftqueersAnonym
#4 JayAnonym
  • 26.09.2007, 13:34h
  • Netter Vorschlag (auch wenn mir diese Kleidung zu hässlich ist), aber welche/r Homosexuelle, Migrant etc. will schon eine Nazimarke mit seinem Geld unterstützen, auch wenn es einem höheren Ziel dient?

    Die rechte Firma hätte dann so oder so Gewinne eingefahren.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 AndreasCrackAnonym
  • 26.09.2007, 14:29h
  • eben genau darum geht es... KEINERLEI FINANZIELLE UNTERSTÜTZUNG EINER NAZIMARKE!!!
    "den nazis" "ihre" symbole entreissen (entnazifizieren) wollen is ja schön und gut, ABER thor steinar pumpt geld eben unmittelbar weiter in rechte kanäle...
    von daher ist eine solche überlegung in diesem fall von vornherein her völliger schwachsinn.
    hinzu kommt natürlich auch noch die stylische komponente - meinem ästhetischen auge widersprechen nordische mystik und runen eben gänzlich!
    THOR STEINAR ZERSCHLAGEN!

    @leftqueers: jaja, das gute skinhead-outfit... ich bin mal mit crop, domestosjeans, harringten und braces in ne lederkneipe, wurde direkt von etlichen wannabe- skins umlagert bei denen sich nach nicht mal nem halben satz leider feststellen ließ, dass hinter der modefassade sonst eben leider gar nix steckt...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 LarsAnonym
#7 SaschaAnonym
  • 26.09.2007, 16:03h
  • @Alfons:

    Offenbar hast du keine Ahnung von den verbalen Gepflogenheiten in deutschen Klassenzimmern und unter jungen Menschen...

    Abgesehen davon geht es hier um Symbole, die auf Grund ihrer historisch EINdeutigen Bedeutung schlichtweg verboten gehören, und nicht etwa einer "Umdeutung" bedürfen.

    Offenbar möchte die FDP hier einmal mehr die Verantwortung eines demokratischen Rechtsstaates auf die Opfer von Diskriminierung abwälzen, was sich ja in völliger Übereinstimmung mit ihrer Menschen verachtenden neoliberalen Ideologie befindet!

    Zu Themen wie Gewalt- und Diskriminierungsschutz sollte diese Partei besser schweigen, denn sie ist durch ihre Blockadehaltung für das völlig unzureichende und allenfalls als schlechten Witz zu bezeichnende "AGG" und damit für die fortgesetzte alltägliche Diskriminierung von homosexuellen Menschen ganz wesentlich mitverantwortlich!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 WolfgangAnonym
  • 26.09.2007, 17:30h
  • Oh ja, gut Idee. ICh werde gleich morgen meine Praxis mit Hakenkreuzen schmücken....

    Bei Londsdale habe ich damit kein Problem, weil ich merke, dass die Marke selber etwas gegen Ihr Image tut und das Geld nicht bei Rechten landet. Aber ein so hirnrissigen Vorschlag, diese Produkte zu kaufen und damit Nazis zu unterstützen habe ich schon lange nicht mehr gehört....

    Der Spruch ist alt, stimmt aber:

    Wenn Dummheit schmerzen verursachen würde, wäre der Herr der FDP den ganzen Tag schreien...
  • Antworten » | Direktlink »
#9 aufschreiberAnonym
  • 26.09.2007, 17:39h
  • Jetzt sollen also Linke, Schwule, bürgerliche Antifaschisten Firmen reich
    machen, die sich mit ihren Produkten aus Profitinteresse an eine ganz klare,
    nämlich rechtsradikale Zielgruppe wenden.

    Ist der Begriff "bescheuert" ein Verstoß gegen Eure Netiquette?

    Warum ruft dieser FDP-Mann nicht gleich zu Spenden für die NPD auf?

    Merke: Auch der Bürgermeister von Mügeln, der meint, in seinem Kaff gebe
    es keine Neonazis, ist ein FDP-Mann...

    MfG
    aufschreiber

    aufschreiblog.blogspot.com
  • Antworten » | Direktlink »
#10 hwAnonym
  • 26.09.2007, 17:49h
  • @ wolfgang

    hast du viel besucherverkehr in der praxis ?
    du kannst ja bei der kleiderablage schon mal dezent anfangen....

    www.dienae.de/kikeis.jpg

    ...das teil vielleicht ein stück höher setzen, für mäntel und so. vom gewicht her halten die auch schweres leder und pelze aus. das teuere schwere tuch älteren fdp-klientels auch...
  • Antworten » | Direktlink »