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Eine gelungene Komödie für die ganze Familie: Zwei Heteros verpartnern sich, um die Versicherung zu betrügen.

Von Carsten Weidemann

Der Plot klingt zunächst ziemlich doof: Zwei strammheterosexuelle New Yorker Feuerwehrmänner gehen aus formalen Gründen eine Homo-Ehe ein. Die Verwirrungen, die das vermeintliche Schwulenpaar anschließend bei Kollegen und Behörden anrichtet, sind jedoch viel lustiger als gedacht.

Als dicke Freunde und Feuerwehrmänner wissen Larry Valentine (Kevin James) und Chuck Levine (Adam Sandler) schon seit langem, dass sie sich aufeinander jederzeit verlassen können. Obwohl die beiden total verschiedene Typen sind – Chuck ist ein umtriebiger Playboy, der nichts anbrennen lässt und Larry kümmert sich nach dem Tod seiner geliebten Frau als allein erziehender Vater um seine beiden Kinder. Aber als er jetzt erfährt, dass seine kleinen Kinder keinerlei Unterstüzung bekommen würden, falls er sterben sollte, und dass die Lebensversicherung nur zahlen würde, wenn er in einer eheänlichen Beziehung leben würde, ist er vor ein großes Problem gestellt. Für eine neue Beziehung ist er noch nicht bereit, deshalb gibt es nur eine Lösung: die beiden Freunde müssen sich als schwules Paar ausgeben. Das bedeutet Outing, Hochzeit und ein gemeinsamer Haushalt. Aber natürlich nur auf dem Papier. Nach außen hin muss das natürlich echt aussehen.

Womit die beiden allerdings nicht gerechnet haben: Der übereifrige Beamte Fitzer (Steve Buscemi) ist dem falschen Paar auf der Spur, um sie des Betruges zu überführen. Die äußerst attraktive Anwältin Alex (Jessica Biel) steht dem Männerpaar mit Rat und Tat zur Seite. Wie sollte es anders kommen – Chuck verliebt sich in Alex, darf sich allerdings nichts anmerken lassen, würde doch sonst ihr mühsam aufgebautes Lügengespinst auffliegen.

Je mehr Chuck und Larry von dem Beamten Fitzer bedrängt werden, um so mehr entwickeln sie sich zu wahren Schwulenaktivisten. Als Chuck eines Abends als "Schwuchtel" beschimpft wird, haut er dem Homofeind sogar eine aufs Maul und kommt dafür auf die Titelseite der Tageszeitungen. Das Chaos bricht endgültig aus, als es zu einer abschließenden Gerichtsverhandlung kommt, wo über das Glück der ungewöhnlichen Familie entschieden werden soll...

"Chuck und Larry - Wie Feuer und Flamme" ist eine Komödie für die ganze Familie. Der Film ist zweifelsohne albern, zu den lustigsten Szenen gehört die jüdische Hochzeitsfeier in einer billigen Wedding-Chapel an den Niagara Fällen – mit einem betrunkenen Penner als Trauzeugen. Doch die Witze gehen nicht auf Kosten von Schwulen. Viel mehr werden Heteros mit ihren Vorurteilen vorgeführt.

Der Film ist eine wunderbare Gelegenheit, mal wieder mit Mutti ins Kino zu gehen!

27. September 2007



10 Kommentare

#1 dummfugAnonym
  • 27.09.2007, 19:02h
  • Hört sich einigermaßen witzig an, fragt sich nur, ob der Witz nicht nur im Vordergrund bleibt und alles andere verdeckt. Etwas unerwartet, das sowas als Kinofilm geplant wird, vom Plot her könnte es wohl auch auf RTL2 laufen... Da sind wir mal gespannt, was der King of Queens daraus macht.
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#2 GeorgAnonym
  • 28.09.2007, 12:56h
  • Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass queer.de für diesen homophoben, feisten Film Reklame macht!

    Die "Witze", die dort gemacht werden, gehen auf Kosten der Schwulen.

    Zu Recht wird dies in der neuen Ausgaben der "Siegessäule" klar gestellt!
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#3 MatthiasAnonym
  • 28.09.2007, 14:39h
  • Ich glaube Georg sollte sich den Film erst einmal ansehen und nicht irgend eine Kritik wiedergeben die man irgendwo gelesen hat. Wenn dieser Film homophob ist und Witze auf unsere Kosten gemacht werden, fress ich nen Besen. Dieser Film ist eine der besten Komödien des Jahres. Und wenn man es kapiert merkt das sich eher über Heten lustig gemacht wird.
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#4 JohannesAnonym
  • 29.09.2007, 18:24h
  • @Matthias: Finde den Humor einfach nur dumm. Kann über diese "Schwulenverarsche" einfach nicht lachen, da es schon zich Filme gibt, deren einziger Humor daraus besteht, den Zuschauern schwule Klischees aufzutischen.

    Insofern haben dann Großteile der Bevölkerung dieses Klischeedenken, weil sie Schwule einzig und allein aus solchen Filmen kennen.

    Wieviele Filme gibt es denn auch schon, wo die Homosexualität als Normalität angesehen wird und weder Hauptthema des Films ist noch man sich darüber lustig macht.?!
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#5 madridEUAnonym
  • 29.09.2007, 18:37h
  • Da kommen Erinnerungen an Filme schwuler Themen ganz anderer Art, wie z.B. der schöne franz. Film "porquoi pas ?" oder "American Beauty", worüber sich die Mehrheit nicht auseinandersetzt, weil sie die Posse vorzieht.
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#6 JochenAnonym
  • 30.09.2007, 20:12h
  • Hat von euch überhaupt jemand den Film gesehen? Bevor ihr urteilt solltet ihr euch den erst mal angucken. Aber typisch hier...
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#7 klausAnonym
  • 30.09.2007, 21:09h
  • Ich war mir diesen Film gerade ansehen und ich konnte kein einziges mal lachen. Klar sollte dieser Film diskutiert werden und ich kann beide Seiten verstehen weil ein Film immer indivudell gelesen werden kann. Mein empfinden während des Films war aber leider kein Gutes.

    Man kann keinen Film als schwule Komödie bezeichnen wenn 90 Minuten lang sämtliche aber noch so bereits vergessenen Klischees "aufwärmt" (haha wortwitz) um dann in den letzten zwei Minuten des Films mit dem Finger auf die achsobösen Heteros zeigt und den Film als Spiegel der Gesellschaft "erklärt".
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#8 KritikerAnonym
#9 mikeAnonym
  • 07.10.2007, 09:03h
  • also sorry klaus aber wie musst du denn drauf sein wenn du "nicht einmal" gelacht hast?

    manche leute hier wollen sich nur ausgrenzen und den hardcore emanzipierten schwulen spielen... macht das und werdet unglücklich!
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#10 joshiAnonym
  • 27.10.2007, 23:13h
  • also ich finde grosses lob an die filmemacher dieses streifens!!
    ich bin skeptisch reingegangen und musste wirklich oft lachen. dabei ist der film nicht mit quotenhumor ausgestattet sondern eher niveuvoll. wer das nicht sehen will, scheint mir wie der einzige dorfschwule aus little britain.
    schwules leben kommt hier normal rüber und der film wahrt die balance auf der einen seite die diskriminierung zu zeigen ohne moralisierend zu wirken und auf der anderen seite eine Normalität auszustrahlen die schon toll ist.
    und lustig sind die beiden hauptakteure allemal, aber die nebenrollen auch: dan aykroyd und all die anderen bis zu dem schwarzen kraftpaket.
    mir hat der film auch gefallen, weil er mein gott einfach lustig ist und trotzdem auf lustige weise uns allen hilft die sch....heten zu mehr akzeptanz zu bringen, denn das werden wir wohl müssen, wenn wir keinen krieg mit ihnen wollen.
    insgesamt ein schöner schwuler lustiger film mit ernstgemeinten anspielungen und witzen. jedem zu empfehlen aus meiner sicht.
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