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Berlin (queer.de) - Das Berliner Verwaltungsgericht glaubte der Iranerin Yasmin K. am Mittwoch nicht, dass sie in ihrem Heimatland zum Tode verurteilt wurde. Das berichtet der "Tagesspiegel". Bis Ende des Jahres darf die 31-Jährige allerdings in Deutschland bleiben, da Innensenator Erhart Körting (SPD) eine Duldung ausgesprochen hatte.

Der Asylantrag der Frau wurde abgelehnt, weil das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nicht glaubte, dass Yasmin tatsächlich homosexuell ist (queer.de berichtete). Dabei kritisieren Aktivisten, dass das Amt der Aussage von Yasmins Mutter Glauben schenkte, die Vertretern des deutschen Außenministeriums erklärte hatte, dass ihre Tochter nicht lesbisch sei. Die Mutter lebt noch im Iran; ihr Ehemann wurde beschuldigt, seiner Tochter bei der Flucht geholfen zu haben. Auf Homosexualität steht in der islamischen Republik die Todesstrafe.

Die Berliner Verwaltungsrichter hielten viele der Unterlagen, die Yasmins Anwältin einreichte, für gefälscht. Auch Angaben über die Flucht hielten sie für eine Lüge, gab ein Sprecher des Gerichts bekannt. Man glaube der Iranerin allerdings, dass sie lesbisch sei. Sie könne noch beim Oberverwaltungsgericht in Berufung gehen. Als letzte Instanz gibt es noch die Härtefallkommission. (dk)



10 Kommentare

#1 RabaukeAnonym
  • 28.09.2007, 16:12h
  • Mein liebes Deutschland!Was ist, wenn die arme Frau im Iran dann doch hingerichtet wird???? Wollen sich das Bitte mal die Herrn und geschätzten Damen des Gerichts überlegen. "Sie hielten Papiere für gefälschtund glaubten nicht". Ich dachte, " Die Würde des Menschen ist unantastbar". Ich versteh die Welt nicht mehr. Da weis man aus den Medien und hier in Deutschland nur all zu gut, was das Iranische Regime
    von menschenrechten und Freiheit und Selbstbestimmungsrechten hält! Ich frage mich, wo Bitte ist das noch menschenwürdig, eine junge Frau in den sicheren Tod zu schicken?

    Euch ein schönes WE und liebe Grüße

    Euer Rabauke
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#2 ThomasAnonym
  • 28.09.2007, 16:55h
  • Das Berliner Verwaltungsgericht ist EIN SCHLECHTER WITZ !!!!! EIN VERDAMMT SCHLECHTER WITZ!!!!!
    Sollte diese Frau hingerichtet werden so klebt ihr Blut an den schmierigen Händen dieses "Gerichts" und unserer unfähigen und dümmlichen Politiker.
    Wo bleibt denn Ströbele und Konsorten????
    WO!!!????
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#3 vielleicht Anonym
  • 28.09.2007, 17:39h
  • ohne worte was die da machen

    ... ich wünsche ihr nur viel glück und das sie irgentwie noch davonkommt
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#4 ThomasAnonym
  • 28.09.2007, 18:01h
  • Dieses Land ist schon lange nicht mehr "mein" Land ... es wäre besser wenn wir hier in der sogenannten BRD die europäische Recht-Sichtweise anwenden würden - aber .... nur grosse Schnauzen und nichts dahinter ... von Politikern bis zu Richtern
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#5 hwAnonym
  • 28.09.2007, 18:06h
  • @ thomas

    bei uns in der gegend sind "ströbeles und konsorten",
    männlich wie weiblich, partei- und strömiungsübergreifend die einzigen, die solchen menschen bei gefahr für leib und leben unbürokratisch und gesetzesüberschreitend hilfe leisten. ärtzliche untersuchungen, dach über dem kopf, schwangerschaftsabbrüche, kostenlose rechtsberatung und, und, und...
    ohne sie bei gottesdiensten zu mißbrauchen...

    das schicksal von yasmin k. für propaganda zu missbrauchen entspricht dem verhalten der richter
    recht so umzusetzen, wie es die staatspropaganda braucht.
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#6 thomas, kölnAnonym
  • 28.09.2007, 20:28h
  • ein asylantrag kann nur dann positiv beschieden werden werden, wenn der asylsuchene gegenüber den bundesdeutschen behörden bzw. den gerichten die wahrheit sagt.

    aus vorausgegangenen mitteilung - auch bei queer.de - ist zu entnehmen, dass frau k. über sichere drittländer nach deutschland eingereist ist.

    fraglich ist hier warum die anwältin von frau k. dem gericht unterlagen vorgelegt hat von dem das gericht ausgehen muss, dass diese gefälscht sind. des weiteren scheinen ja einige angaben welche frau k. über ihre flucht vor gericht gemacht hat nicht ganz stimmig zu sein.

    wenn es ihr nur darum gegangen wäre, der todesstrafe zu entgehen, so hätte sie auch in einem dieser länder um asyl bitten können.

    was die anstehende abschiebung nach ablauf der duldung angeht, so besteht immerhin auch die möglichkeit sie in eines der drittländer über welches sie in die bundesrepublik eingereist ist, abzuschieben. sie hat ja dann die möglichkeit dort einen asylantrag zu stellen.

    vielleicht nutzt sie und ihre anwältin aber auch die zeit welche der innensenator durch die duldung gewährt hat um unterlagen vorzulegen welche nicht gefälscht sind und aussagen zu machen welche dem gericht glauben schenken kann.
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#7 KatrinAnonym
  • 28.09.2007, 20:50h
  • Ich kann mir schon vorstellen, dass es Richter in Deutschland gibt, die gerne mal den Kick eines Todesurteiles erfahren möchten. Wenn es dann nicht direkt geht, dann eben indirekt. Es ist ja noch garnicht solange her, dass man auch hier Herr über Leben und Tod war und da mag man schon dem Machtverlust im Richteramt nachtrauern, mit der entsprechenden Gesinnung.
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#8 Harald TiemannAnonym
  • 28.09.2007, 21:18h
  • reine Verständnisfrage: Steht im Iran auch auf weiblichen gleichgeschlechtlichen Geschlechtsverkehr die Todesstrafe?
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#9 HeinzAnonym
  • 28.09.2007, 21:56h
  • Was denn für Unterlagen?? Man flüchtet Hals über Kopf und soll noch seinen ganzen Bürokram mitdabei haben. Achtung liebe Asylanten Schulzeugnisse, Arbeitszeugnisse und Todesurteil mitbringen wenn ihr hier Asyl beantragt, natürlich alles vom obersten Mullah und vom Henker beglaubigen lassen. Mit Datum und Stempel gell.

    Ps:Bei Einreise muss Krankenversicherung, ausreichend Bargeld, Lebenslauf und Rückflugticket vorhanden sein, dann klappt das auch mit dem Asylantrag.
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#10 BjörnAnonym
  • 29.09.2007, 00:41h
  • Als Richter kann man sowieso machen was man will. Natürlich nicht theoretisch, da gilt ja "an die Gesetze halten", bla bla bla. Aber faktisch.

    Dasselbe gilt übrigens für Politiker. Mit dem Unterschied, daß diese im schlimmsten Falle nicht im direkten Staatsdienst bleiben können, sondern ihre Partei irgendwo anders einen Versorgungsposten für sie finden muß - der allerdings meist doch wieder, mindestens indirekt, aus Steuergeldern finanziert wird.
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