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San Francisco (queer.de) - Katholische und evangelikale Gruppen in den USA haben zum Boykott der Miller-Brauerei aufgerufen, weil das Unternehmen aus Milwaukee das weltweit größte Fetischfestival Folsom Street Fair in San Francisco unterstützt. Besonders erzürnt hat die Christen die Plakat-Werbung für das Event, in der halbnackte Männer und Frauen in einer Szene zu sehen sind, die dem Leonardo da Vincis letztem Abendmahl nachempfunden ist. "Miller unterstützt eine unglaublich abscheuliche und komplett antichristliche Veranstaltung", erklärte Bill Donohue von der Katholischen Liga. Er kritisierte auch, dass auf der Veranstaltung Männer in Nonnenkostümen herumliefen und nannte das gegenüber "Fox News" eine "Verhöhnung der katholischen Kirche". Der Boykottaufruf wird unter anderem auch von einer "Ex-Gay"-Gruppe und "Concerned Women for America" unterstützt.

Das Unternehmen Miller, nach Anheuser-Busch die zweitgrößte Brauerei der Vereinigten Staaten, hat die Veranstalter des Folsom-Festivals inzwischen gebeten, das Logo der Firma vom Plakat zu entfernen: "Manche könnten das Bild als beleidigend empfinden", erklärte ein Sprecher des Brauhauses. Er stellte allerdings klar, dass Miller weiterhin die Folsom Street Fair unterstützen werde. Die Firma macht insbesondere für sein kalorienreduziertes Bier "Miller Lite" Werbung in schwulen Medien.

Der europäische Ableger des Festivals in Berlin führte die letzten Jahre zu heftigen Protesten von Seiten der CDU. So kritisierte die Union, dass der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) die Schirmherrschaft des "Pornofestes" übernommen hatte (queer.de berichtete). Auch die Lesben- und Schwulen in der Union lehnen das Fetisch-Event ab, weil es die gesellschaftliche Akzeptanz "der gesamten Homosexuellenszene" gefährde (queer.de berichtete). (dk)



17 Kommentare

#1 DizAnonym
  • 28.09.2007, 17:34h
  • Mein Gott, diese Bild ist schon so oft verbraten worden mit nackten Frauen, nackten Männern, Marylin als Jesus und so weiter und so fort.
    Ich finde die Christen sollten sich langsam mal selbst boykottieren.
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#2 GeorgAnonym
  • 28.09.2007, 17:34h
  • Beim Fetisch geht es um das sexuelle VERHALTEN und dies gehört in die Privatphäre! In die Öffentlichkeit gehört dagegen das Einstehen für die sexuelle ORIENTIERUNG! Im Laufe des Emanzipationsprozesses scheint diese Unterscheidung bei vielen Schwulen in Vergessenheit geraten zu sein....Zu Recht wurde Wowereit dafür kritisiert, dass er zu diesem Treffen ein Grußwort geschickt hat!

    Was dieses Bild betrifft, frage ich mich, wieso, gerade in den USA, die Firmen nicht langsam sensibilisierter sind, was machbar ist und was nicht. Dass ein Bild, auf dem das Abendmahl nachgestellt ist, Anstoß erregen würde, war doch absolut klar. Wie dumm sind eigentlich Werbeagenturen. Dass eine Provokation dahinter steckt, glaube ich nicht, denn schließlich will die Brauerei ihr Bier ja auch an konservative Amerikaner verkaufen.
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#3 winzel wunderAnonym
  • 28.09.2007, 17:52h
  • die haben das nur gut gemeint mit dem bier.
    man kann dann oft und fiel. halt wet und so.
    die wetten heteros hamse wahrscheinlich schon alle.
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#4 SvenAnonym
  • 28.09.2007, 18:39h
  • Bierboykott klingt gut. Es gibt schon genug Alkoholabhängige und Bier war meist der Einstieg.

    Als gute Christen sollte sie gegen jede Art von Drogen sein, aber nein, den Weihrauch braucht die Kirche ja, denn im nüchternen Zustand kann doch keiner die Katholiken ertragen.
    Wie doof ist eigentlich die Bevölkerung, dass die eine Kirche unterstützt, die einen verurteilten Pädophilen für die Kinderbetreuung einsetzt?

    Auf der anderen Seite fordern die Christen einfach nur das gleiche Recht auf Fundamentalismus wie es den Islamisten schon zugestanden wird.
    Das beide damit die Menschen-, Bürger- und Freiheitsrechte mit Füßen treten, wird leider viel zu oft übersehen.
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#5 wolfAnonym
#6 wolfgang ambrossAnonym
  • 28.09.2007, 18:52h
  • Mir geht es wie dem Jesus,
    mir tut das Kreuz so weh.
    Doch ihm tat es erst mit 30,
    mir tut es heut schon weh.

    MIr geht es wie dem Jesus,
    doch hab' ich nicht die Klassen.
    Denn ich verwandle nur das Bier,
    in Wasser, das ich lasse.

    Mir geht es wie dem Jesus,
    ich treff' nur lauter Blinde,
    nur manchmal, wenn ich Glück hab',
    gehorchen mir die Winde.

    Mir geht es wie dem Jesus,
    der unter uns geweilt,
    die Meisten die mich kennen,
    die sind von mir geheilt.

    Mir geht es wie dem Jesus,
    mit dem ich mich verglich,
    denn, außer alten Jungfern,
    schwärmt niemand mehr für mich.

    Ref:
    Und wie der Jesus sage ich,
    heiteren Gesichts,
    das Leben ist ein Heidenspaß,
    für Christen ist das nichts.
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#7 KatrinAnonym
  • 28.09.2007, 20:41h
  • Willkommen im christlich fundamentalistischem Mittelalter. Die Amis haben eine Verfassung und demokratische Gesetze und die Darstellung des Abendmahles hat offensichtlich beides nicht berührt, ansonsten wäre man ja den Rechtsweg gegangen. Wenn man also die eigene Ansicht mittels geltendem Recht nicht durchsetzen kann, boykottiert man und fühlt sich im Recht.
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#8 VegaAnonym
  • 28.09.2007, 22:03h
  • Mal wieder viel Lärm um nix, war abzusehen dass ein paar extreme Christen deswegen rumheulen.
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#9 HeinzAnonym
  • 28.09.2007, 22:15h
  • Da schmeckt mir doch dieses Bier doppelt so köstlich wenn das auf der Hassliste dieser Cristen steht.
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#10 MichaelAnonym
  • 28.09.2007, 22:54h
  • Na rufen wir doch mal zum Miller-Trinken auf. Obwohl ein Bieboykott von
    Abstinenzlern find ich ja schon ulkig.

    Noch Ulkiger find ich die »Lesben- und Schwulen in der Union«!
    Sagt mal Leute, wie verstrahlt muss man denn sein?!?!?!?!

    Nun gut, der Begriff Christ-Demokratie ist ja sich schon ein unmögliches
    Wortpaar:

    Christen (so wie Muslime und Juden) achten die Mündigkeit und die Freiheit
    des Menschen nicht, ja sogar als Ursünde ansehen (Eva, Apfel, Erkenntnis
    ...).

    Für eine Demokratie braucht es jedoch mündige, freie und informierte Bürger.

    So etwas wie eine Chritstliche Demokratie ist daher eigentlich schon per
    Definition ausgeschlossen.

    Und dann noch die "Lesben- und Schwulen in der Union" ?!?!?!

    Auf so viele Wiedersprüche in einer Grupper vereint erst mal ein Bier. Aber
    ein leichtes ;)
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