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München (queer.de) - Die Christlich-Soziale Union würdigt in ihrem neuen Grundsatzprogramm erstmals schwule und lesbische Beziehungen: "Die CSU anerkennt, wenn in diesen Partnerschaften Menschen füreinander einstehen und verlässlich Verantwortung und Sorge füreinander übernehmen", heißt es in dem am Freitag auf einem Parteitag beschlossenen "Leitlinien für das beginnende 21. Jahrhundert.

Allerdings bleibt diese "Anerkennung" der bayrischen Konservativen ohne jede Folge. Eine rechtliche Gleichstellung von Eingetragenen Partnerschaften mit der Ehe lehnt die CSU in ihrem Grundsatzprogramm weiterhin strikt ab. Die Partei bekräftigt zudem ihr Festhalten am "Leitbild Ehe und Familie". Der "hohe Wert" der Ehe komme auch im Ehegattensplitting zum Ausdruck. (cw)



21 Kommentare

#1 JohannesAnonym
  • 29.09.2007, 18:30h
  • Das heißt wohl einzig und allein, dass Lebenspartner einander unterhaltspflichtig sind:

    Empfänger von Sozialleistungen wie HartzIV-Empfänger bekommen kein Geld vom Staat, weil der Lebenspartner zahlen muss.

    Ist eher eine Diskriminierung als eine "Anerkennung"...
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#2 LutzekAnonym
#3 winzel wunderAnonym
#4 leftqueersAnonym
#5 GeorgAnonym
  • 29.09.2007, 23:24h
  • Nun ja...die katholische Kirche hat die Lehren des Galileo auch erst mit 500 Jahren Verspätung anerkannt. Manche brauchen mit dem Denken halt etwas länger!
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#6 PoldiAnonym
#7 gerdAnonym
  • 30.09.2007, 13:22h
  • Das Grundsatzprogramm der CSU sowie das neue Grundsatzprogramm der CDU, das demnächst verabschiedet wird, bedeutet gesamtgesellschaftlich in Deutschland einen Fortschritt. Erstmals anerkennen die konservativen Parteien, dass es homosexuelle Paare in unserem Lande gibt. Darüberhinaus geht der Schritt weiter, dass die konservativen Parteien ihre Anerkennung aussprechen und sehen, dass in diesen Paarbindungen ethische Werte gelebt werden, die sie grundsätzlich unterstützen. Das ist ein guter Schritt in Deutschland nach vorne. Vor Jahren sah dies noch ganz anders aus bei den konservativen Parteien, da herrsschte Fundamentalblockade. Heute aber wird der bestehende gesetzliche Status Quo anerkannt und das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

    ABER natürlich reicht dies aus Sicht homosexueller Paare nicht: homosexuelle Menschen wollen nicht nur die Homo-Ehe light, sondern sie wolllen die volle rechtliche Gleichstellung zur Ehe. Und darum wir heute und in den kommenden Jahren gekämpft: während die konservativen Parteien die Einführung der Lebenspartnerschaft als nunmehr ausreichend ansehen ("früher gab es nicht mal dies"), wollen homosexuelle Menschen nicht nur die gleichen Pflichten sondern auch die gleichen Rechte. Gegenwärtig ist dies bei der Erbschaftssteuer zu beobachten und der zweite grosse steuerliche Reformblock lautet Einkommenssteuergesetz.

    Homosexuelle Paare leben in Deutschland in einem Land, wo sie in die gesellschaftliche Mitte weitestgehend gerückt sind; aber ein Problemfeld bleibt: "das liebe Geld" und die "Adoptionsfrage nichtleiblicher Kinder". Es ist nicht hinnehmbar, dass homosexuelle Paare staatlicherseits mehr abkassiert werden als dies bei heterosexuellen Paaren der Fall ist.

    Aber zumindest bedeutet das neue Grundsatzprogramm der CSU einen Schrit nach vorn; dies muss auch in der sachlichen Debatte wahrheitsgemäß erwähnt werden. Und in den kommenden Jahren geht es darum darzustellen, dass konservative Parteien "nur" die Homo-Ehe light wollen, während homosexuelle Menschen die gleichen Rechte und Pflichten einer Ehe wollen. Die Pflichten haben wir bereits schon; jetzt wollen wir auch die Rechte, die sich vorrangig im Steuerrecht finden.
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#8 stromboliProfil
  • 30.09.2007, 14:33hberlin
  • auf die schnelle ein paar worte an @gerd:
    von fortschritt der christlichen parteien betreffs ihrer einstellung zur homopartnerschaft zu sprechen , ist ein sehr gewagt optimistischer blickwinkel . Aber recht : die bewegen sich ; wenn auch eher wie schildkröten im wettlauf um wählerstimmen . Die welt ändert sich auch in bayern , und nicht erst seit frau Pauli oder Seehofer !

    Aber der grundsatz wird nicht angegriffen : die der sexualität selbst ! Es wird von anerkennung der partnerschaftsbemühungen gesprochen ! Nicht von grundsätzlicher akzeptanz und gleichwertigkeit ! Was also hat der singelhomo in deren vorstellung von lebensplanung zu suchen ?
    Sich in marginalitäten zu verlieren wie adptionsrecht und scheinehe , nützt wenn , dann nur denen, die es als vollendung ihrer annäherung an die sie umschließende heterowelt begreifen ! Den grundsätzlichen widerspruch zu deren sexualansicht aber wird er nicht überwinden !

    Den bären bind ich mir nicht um !
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#9 wolfAnonym
  • 30.09.2007, 15:14h
  • dann können wir schwule und lesben uns alle glücklich schätzen, dass wir nur abgezockt werden, uns aber leben lässt !!!
    woher nimmt diese baggage eigentlich die unverschämtheit sich als nabel der welt zu fühlen, kotz !
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#10 cole12Anonym
  • 30.09.2007, 18:05h
  • "Allerdings bleibt diese "Anerkennung" der bayrischen Konservativen ohne jede Folge. Eine rechtliche Gleichstellung von Eingetragenen Partnerschaften mit der Ehe lehnt die CSU in ihrem Grundsatzprogramm weiterhin strikt ab."

    Was soll uns das also sagen? Sind etwa die Zeiten vorbei, in denen die CSU kurz vor einer Wahl lieber am rechten Rand gefischt hat. Die glauben wahrscheinlich, dass wir für ihr Bla Bla Bla dankbar sind. Warum blasen die überhaupt immer wieder heiße Luft in unsere Richtung? Oh die große, tolerante Volkspartei nimmt uns wahr. Na vielen Dank für nichts. Neue Führung, alter Muff!!!
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