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Berlin (queer.de) - Auf einem Kongress vom 5. bis 7. Oktober in Berlin will sich die Bundesarbeitsgemeinschaft DIE LINKE.queer als Homo-Organisation der neu gegründeten Partei DIE LINKE konstituieren. "Dabei werden die Strukturen der Linkspartei.PDS mit den aus der WASG und von außerhalb beider Parteien hinzugekommenen Menschen einen bundesweiten Zusammenschluss der neuen LINKEN begründen", sagte Organisator Andreas Günther. Die WASG hatte bislang keine bundesweite Schwulen- und Lesbenvertretung.

Auf dem Programm des Neugründungskongresses stehen u.a. der Beschluss eines Grundsatzpapieres sowie Wahlen zum BundessprecherInnenrat. Außerdem soll mit Gästen von linken Parteien aus Frankreich, Italien, Spanien, Polen und Tschechien über die Bildung eines linken queeren Netzwerkes in Europa beraten werden. (pm)



58 Kommentare

#1 winzel wunderAnonym
#2 romAnonym
  • 30.09.2007, 03:24h
  • Eine Partei die so ohne wenn und aber den Bau von Moscheen fördert, dem Islam in Europa Tür und Tor öffnet wie die LINKE, kann wohl kaum glaubhaft vermitteln sie vertrete die Interessen der Schwulen und Lesben.

    Wenn's um Stimmen und Wähler geht, und die LINKE entscheiden muss zwischen Schwuleninteressen oder Mosleminteressen, wird sie die Schwulen fallen lassen wie eine heisse Kartoffel.

    Ich warne vor dieser Partei!rom

    "zwischen dem Islam und dem Sozialismus gibt es grosse Schnittmengen", Oskar Lafontaine.
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#3 jojoAnonym
  • 30.09.2007, 10:01h
  • Hallo rom,

    was ist das für eine Fragestellung - Schwulen- oder Mosleminteressen. Hier kann ich nur empfehlen, sich mit den Gründungsdokumenten der Linken zu befassen. DIE LINKE setzt sich für die Rechte von Menschen ein, unabhängig von Rasse, Religion, sexueller Orientierung. Als die Bundestagsfraktion DIE LINKE vor einigen Monaten einen Antrag zur Gleichstellung homosexueller Partnerschaften einbrachte, wurde dieser Antrag sowohl von SPD als auch den Grünen abgelehnt. Aber auf dem CSD in Köln stellten dann sowohl SPD, Grüne und sogar die FDP diese Forderung auf ihren jeweiligen Flugblättern. Auf Nachfragen bei der SPD nach dem Antrag der Linken erhielt ich die Antwort, dass man ja nicht einen Antrag der Linken mitstimmen könne. Dieses Demokratieverständnis finde ich schon eigenartig. Bei dieser so wichtigen Forderung könnten Wähler doch erwarten, dass alle demokratischen Parteien an einem Strang ziehen und so wirkliche Verbesserungen erreichen. Hier gilt es, erst informieren, dann eine Wahlentscheidung treffen.
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#4 leftqueersAnonym
  • 30.09.2007, 10:27h
  • @jojo: Ja, es gibt noch viel aufzuarbeiten. Leider gibt es immernoch viele Menschen, die die Partei DIE LINKE als "Stasi"-Partei sehen(wollen). Was nicht zuletzt auch an der immer wieder, vorallem vor Wahlen, negativen Presse liegt. Und, waren etwa die ganzen Ex-SPD, Ex-CSU, Ex-CDU-Leute alle im MfS?
    Was dann passiert, sah man in Bremen. Dort wurden ihr 4% vorrausgesagt. Und was ist geschehen? Sie sind drin.

    Was mich sehr Faszinierte war die Reaktion der SPD auf den Mindestlohnantrag der Linksfraktion im Deutschen Bundestag. Dieser passte zu fast 100% zu den Mindestlohnforderungen der SPD. Trotzdem wurde er von letzterer abgelehnt. Was soll das?

    Am kommenden mittwoch haben wir den 18en Jahrestag der Deutschen"Einheit". Ich persönlich sehe es ähnlich wie Gregor Gysi: Wäre es eine Wiedervereinigung gewesen, so hätte man 50% der guten errungenschaften aus der DDR und 50% der Errungenschaften aus der BRD genommen und daraus eins gemacht. Da aber die "neuen Bundesländer" von Anfang an Platt gemacht wurden, auch funktionierende Betriebe von der Treuhand in den Ruin getrieben wurden und heute noch niedrigere Löhne gezahlt werden, war es keine Vereinigung, sondern ein Anschluß.
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#5 jojoAnonym
  • 30.09.2007, 11:20h
  • @leftqueers

    Ehrlich gesagt, mit dem Mindestlohn hat mich nicht gewundert, denn die SPD hätte damit gegen ihre Positionen gestimmt. Diese Unterschriftenaktion war doch nur zur Beruhigung der Gewerkschaften und für Mitglieder, die sich als links bezeichnen gedacht. Denn hätten SPD und Grün für den Antrag der Linken gestimmt, hätte dieser eine Mehrheit gehabt und der Mindestlohn hätte eingeführt werden können.

    Ich bin fest davon überzeugt, dass DIE LINKE sich sowohl in Hessen als auch in Niedersachsen durchsetzen wird. Denn trotz negativer Berichterstattung, vertritt DIe LINKE die Positionnen der Bevölkerungsmehrheit, hier kann ich nur noch mal
    Victor Hugo zitieren: "Nichts ist mächtiger, als eine Idee, deren Zeit gekommen ist"!!
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#6 seb1983
  • 30.09.2007, 11:53h
  • Es kommt ja nun nicht erst seit gestern vor dass Parteien gegeneinander wettern und selbst einmal vorgeschlagene Gesetze zerrissen werden sobald sie aus dem anderen Lager vorgeschlagen werden.

    Naja die schöne Ostalgie...
    50 zu 50 wäre nicht so ganz aufgegangen, immerhin wurden ab den 80ern diese schönen DDR Errungenschaften großteils mit Krediten und Exporten in den Westen bezahlt (Ich bitte sich mal die DDr Finanzen anzusehen).
    Wenn Industrien, die vorher rein gar nicht auf ihre Produktivität achten mussten und auf staatichen Zwang hin möglichst günstige Waren produzieren mussten und kein Investitionskapital hatten, plötzlich mit dem Weltmarkt konkurrieren müssen hätte man sich eigentlich denken können was dabei passiert.
    Die Transformation der DDR Wirtschaft ist voll in die Hose gegangen, zugegeben man hatte keine Ahnung da es ein geschichtlich einmaliger Vorgang war.

    Als eine Verschwörungstheorie kann ich es trotzdem nicht sehen, wo bleibst da der Sinn?? Statt die Leute in Lohn und Brot zu haben zahlt der Staat heute Milliarden an Sozialleistungen und Kohl hat also geplant Deutschland durch den Beitritt der DDR ein paar Hunder Milliarden an Schulden aufzuhalsen??
    Der heute Held der Linken, der liebe Oskar, hatte damals einige warnende Worte zur Deutschen Einheit was ihn damals die Wahl gekostet hat weil es niemand hören wollte... Da muss man ihm heute allerdings zustimmen dass die wirtschaftliche Einheit, Währungsunion etc die großen Fehler waren die den Kollaps verursachten.
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#7 stromboliProfil
  • 30.09.2007, 12:10hberlin
  • Endlich mal wieder ein user , der das denken nicht gleich beim einschalten des computer an der garderobe abgegeben hat!
    Willkommen im club der freidenker @jojo ... lol .

    ach @rom , auch deine namensgeberin wurde nicht an einem tag errichtet ! Was mir einen gewissen trost , aber auch hoffnung auf besserung bezüglich deiner beiträge gibt .

    Ansonsten wird es auch hier der immerwährende spagat der politfuzzis sein : wie bringe ich mein , partielles anliegen in einen gesamtrahmen , überzeuge die teilsverknöcherten politkader davon , daß homosexualität nicht ein nebenwiederspruch im hauptwiederspruch genannt kapitalismus ist . Da muß auch die linke noch viel lernen !

    Aber wünschen wir ihnen viel erfolg !
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#8 stromboliProfil
  • 30.09.2007, 12:13hberlin
  • P.S : mir fällt auf das die gründung auch partei- ungebundenen offen stehen soll . Das wäre ein großer schritt hin zu innerparteilicher demokratie .
    Hoffentlich hab ich das nicht falsch interpretiert!
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#9 leftqueersAnonym
  • 30.09.2007, 12:16h
  • @jojo: Bei uns in Niedersachsen werden wir mit 3% gehandelt. In Bremen ist mehr als das doppelte rausgekommen. So in der Richtung wirds auch hier passieren, denn selbst Emnid-Umfragen sind nicht unabhängig.

    Und, in Ostdeutschland(meiner früheren Heimat, im Herzen immer meine Heimat) liegen wir teilweise bei 30%. Die so genannte SPD ist weit abgeschlagen, zum Teil bei gerade Mal 7%.
    Leider gibt es aber auch im Osten noch genug Dumme, die ihre Stimme der CDU geben würden, dann aber meistens in den Gegenden mit viel Katholen...
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#10 romAnonym
  • 30.09.2007, 14:49h
  • @Leftqueers:"....50% der guten Errungenschaften der DDR....."

    Welche denn bitte-schön?

    Honeckers Luxusläden für die SED-Nomenklatura (während es dem Volk an allem mangelte)?

    Oder die Zielgenauigkeit der DDR-Grenzer, wenn sie Menschen erschossen, die nur von Deutschland nach Deutschland wollten?

    Oder die verlogene Propaganda?

    Als ich sah wer aus aller Welt zum Vereinigungsparteitag von PDS und WASG gekommen war, wusste ich genug. Bis dahin glaubte ich auch es handele sich bei der neuen Partei um links-sozialistische Demokraten. Heute hab ich meine Meinung dazu revidiert.rom
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