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Menden (queer.de) - Die Polizei im westfälischen Minden ermittelt gegen einen anonymen Briefeschreiber. Mehrere Menschen im Stadtteil Schwitten haben seit vergangener Woche homophobe und denunzierende Schreiben erhalten.

Die Briefe, die mit der Post zugestellt wurden, richten sich gegen zwei Schwittener Neubürger, die nach Auffassung des anonymen Absenders "absolut nicht ins Dorfbild passen". Die beiden seien schwul beziehungsweise lesbisch, der Mann unterhalte zudem sexuelle Kontakte zu Minderjährigen. "Solche Personen wollen wir absolut nicht in unserem Dorf", heißt es weiter in den Briefen. "Die müssen hier raus aus unserer guten Wohngegend, bevor sich eine Schwulen- und Lesbenszene etablieren kann." Die beiden Schwittener müssten "unser Dorf unverzüglich verlassen".

Die ersten Schreiben waren noch vom Ersten Brudermeister der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft unterzeichnet, der sich allerdings umgehend von den Briefen und den darin enthaltenen Anschuldigungen distanzierte. In den neueren Schreiben wurde die gefälschte Unterschrift dann weggelassen.

Mehrere Schwittener, die den anonymen Brief in ihrem Postkasten fanden, haben sich nach einem Bericht der "Westfalenpost" empört auf der Mendener Polizeiwache gemeldet. Die Beamten ermitteln nun wegen Verleumdung und übler Nachrede. (cw)



#1 UeffckenAnonym
  • 03.10.2007, 09:33h
  • Das erlebte ich schon vor 15 Jahren in Menden-Sauerland- Schwitten. Lebte dort an der Vogelrute. Ich verließ deswegen Menden/Schwitten, da der Vermieter mich sogar vors Gericht schleifte: Homosexuelle sind wie Prostitution hieß es damals noch. Nun holt einen wohl dort die Vergangenheit wieder ein... Mögen Sie kämpfen, gegen die "Anoymen* feigen Menschenverachter !!! Respekt ist das Wichtigste...es beinhaltet alles was zu einem Miteinander notwendig ist...
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#2 leftqueersAnonym
  • 03.10.2007, 10:23h
  • Hm, das ist eben wiedereinmal typisch Deutsch. So in Blockwartmanier Leute Denunzieren und niedermachen, aber zu Feige, dazuzuschreiben, wer man ist.

    Vielleicht sollte sich die SpuSi mal die Briefe vornehmen. Denn viele "Anonyme" Schmierfinken hinterlassen ihre Fingerabdrücke. Vielleicht tauchen die ja irgendwo auf?
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#3 wolfAnonym
  • 03.10.2007, 12:31h
  • wäre doch mal ne gute gelegenheit einen präzedenzfall zu schaffen, einigen lieben mitbürgern sollte klargemacht werden, dass man richtig hart bestraft werden kann, denn hier kommen ja mehrere tatbestände zusammen.
    zumal es sich hier nicht um einen einzelfall handelt und es ja schon mal "geklappt "hat, das macht ja mut für weitere sauereien.
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#4 JanXAnonym
  • 03.10.2007, 16:01h
  • Mmmm. Naja. Sauerland? Danke, habe genug gelesen. Gab es
    nicht mal eine Fernsehserie, die das Leben vor 100 Jahren
    aufwändig nachgestellt hat? Warum eigentlich? Hätten ja
    einfach im Sauerland filmen müssen.
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#5 sajoAnonym
  • 04.10.2007, 11:35h
  • Bei aller Empörung bitte nicht übersehen, dass sich mehrere Schwittener empört an die Polizei gewandt haben. Sie waren also ganz und gar nicht mit dem Inhalt des anonymen Briefs einverstanden!
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#6 ThommenAnonym
  • 04.10.2007, 11:54h
  • "Die beiden seien schwul beziehungsweise lesbisch, der Mann unterhalte zudem sexuelle Kontakte zu Minderjährigen."

    Mal abgesehen von dem Typ mit psychischen Problemen > Der Mann ist der "Pädophilie" verdächtigt, nicht die Frau!

    Nachdem Schwulsein kein Delikt mehr ist, sind sie nun einfach "pädophil". Irgendwas findet sich immer bei Männern, nur die Frauen sind harmlos!

    So wird auch Politik mit der männlichen Homosexualität betrieben, die Lesben sind immerhin noch eine geile Fantasaie für Heteros...
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#7 leftqueersAnonym
  • 04.10.2007, 12:21h
  • @thommen: Naja, du weißt doch, das man sich immer eine bestimmte minderheit als für alles verantwortliche sucht. das sah man doch sehr deutlich bei den aussagen des Staatsanwaltes bei der festnahme des mutmaßlichen mörders des mädchens helena.
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#8 ClaasAnonym
  • 04.10.2007, 15:32h
  • Maul aufreißen, aber zu feige um den Namen zu nennen... Dass solche Witzfiguren immer gleich dumm und gleich feige sein müssen...
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#9 ReinerAnonym
  • 05.10.2007, 10:21h
  • Ich bin zwar vor ein paar Monaten aus dem Märkischen Kreis nach Köln gezogen, aber immerhin gibt es auch dort einen CSD seit 2001 in Iserlohn.
    Dieses Jahr war auch die Vize-Bürgermeisterin von Mendne anwesend und hat ein Grußwort gesprochen.
    Also auch im Sauerland hat sich was verändert.
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