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  • 03. Oktober 2007, noch kein Kommentar

Berlin (queer.de) - Die lesbische Sängerin Melissa Etheridge glaubt nicht, dass ihr Coming-out der Karriere geschadet hat. "Davon habe ich nie etwas mitbekommen", sagte die 46-Jährige in einem Interview mit der "tageszeitung": "Es mag Leute geben, die mich vielleicht nicht mögen, weil ich lesbisch bin, aber die würden meine Musik wahrscheinlich auch sonst nicht mögen." Melissa Etheridge hatte sich öffentlich auf der Vereidigungsfeier von Bill Clinton im Januar 1993 geoutet.

Von einer Fernseh-Talkshow mit den heutigen demokratischen Präsidentschaftskandidaten zeigte sich Etheridge im Interview enttäuscht. Sowohl Hilary Clinton als auch Barack Obama und John Edwards unterstützen zwar eine Eingetragene Partnschaft für Schwule und Lesben, aber keine Öffnung der Ehe. "Es war, als ob wir mit in den Salon dürften, aber in der Ecke stehen bleiben müssten.", so die Sängerin. "Das war äußerst entmutigend, und ich wünschte, jemand von denen würde begreifen, dass dieses Land und diese Welt eine Führung braucht, die sagt: ‚Wisst ihr was? Es ist das Richtige. Die Verfassung spricht von Allen.‘"

Melissa Etheridge selbst ist mit ihrer Freundin Tammy Lynn Michaels eine Eingetragene Partnerschaft eingegangen. Wenn sie von ihr spricht, nennt sie sie stets "meine Frau": "Ja, sie ist meine Frau, aber das kommt bei manchen Leuten nicht so gut an, ich nenne sie eigentlich immer so." Im vergangenen Jahre brachte Tammy Lynn Michaels die Zwillinge Miller Steven und Johnnie Rose auf die Welt, die mit Hilfe einer anonymen Samenspende gezeugt wurden.

Das Rockstar-Dasein steht für Etheridge im Leben an zweiter Stelle: "In erster Linie bin ich auf jeden Fall eine Mutter. Und Ehefrau." (cw)