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Homosexuelle Männer sollten im Urlaub vorsichtig sein. In einigen Staaten steht auf Analverkehr sogar die Todesstrafe.

Von Carsten Weidemann

Als schwuler Mann sollte man aufpassen, wo man seinen Urlaub verbringt. Auch wenn Touristen oft einen Sonderstatus haben, kann es nach einem heißen Date zu Schwierigkeiten kommen, wenn ein Dritter davon etwas mitbekommt. In einigen Ländern steht auf Analverkehr und/oder schwulen Sex sogar die Todesstrafe.

Rund 80 Staaten stehen insgesamt auf der schwarzen Liste. Darunter nicht nur bekannte "Horrorstaaten" wie Iran oder Simbabwe, sondern auch viele beliebte Urlaubsziele wie Ägypten und Sri Lanka, Marokko und Tunesien, die Malediven oder die Seychellen. Auch bei einem kurzen Stop-over in Dubai sollte man beim Flirten vorsichtig sein.

Die lustfeindlichen Gesetze sind sehr unterschiedlich formuliert: Mal wird explizit Analverkehr im Strafgesetzbuch erwähnt, egal ob er von Homos oder Heteros ausgeübt wird. So bestraft der Paragraf 388 in Algerien "Sodomie" mit mindestens zwei Monaten bis zu zwei Jahren Haft. In Guyana ahndet der Criminal Law Offences Act sogar "versuchten Analverkehr" mit zwei Jahren Haft.

Andere Länder verteufeln dagegen jegliche homosexuellen Kontakte, auch wenn zwei Männer sich nur gegenseitig wichsen. In Malaysia kann man dafür vom Richter zu öffentlichem Auspeitschen und bis zu zwanzig Jahre Gefängnis verdonnert werden. Dann gibt es wiederum Staaten, die sehr schwammig "widernatürliche Geschlechtsbeziehungen" (Indien) oder "unmoralische Befriedigungen sexuellen Verlangens" (Mongolei) unter Strafe stellen – oft ist damit jedoch auch der schwule Analverkehr gemeint.

Immerhin: Keine Sorgen muss man sich in Europa und und Nordamerika machen – dort ist das Arschficken in keinem einzigen Land verboten. Dagegen werten die meisten afrikanischen und muslimischen Staaten den Analverkehr als Straftat.

Noch bis 2003 bestand in fünf US-Bundesstaaten ein generelles Verbot der Ausübung von Analverkehr: in Arkansas, Kansas, Missouri, Oklahoma und der Bush-Heimat Texas. In zwölf weiteren Bundesstaaten war Analverkehr zwischen schwulen Männern verboten. Nach einem Beschluss des obersten Gerichtshofs der USA sind diese unsäglichen Rechtsbestimmungen jedoch nichtig.

Diese Länder sollten schwule Männer meiden:

Ägypten, Äthiopien, Algerien, Angola, Bahrain, Bangladesch, Benin, Bhutan, Botswana, Brunei, Burkina Faso, Burundi, Cook-Inseln, Dominikanische Republik, Dschibuti, Eritrea, Fidschi-Inseln, Gambia, Ghana, Guinea, Guyana, Indien, Irak, Iran, Jamaika, Jemen, Jordanien, Kamerun, Kapverden, Katar, Kenia, Komoren, Kongo, Kuwait, Libanon, Liberia, Libyen, Malawi, Malaysia, Malediven, Marokko, Mauretanien, Mauritius, Mongolei, Myanmar, Namibia, Niger, Nigeria, Nikaragua, Nordkorea, Oman, Pakistan, Palästina, Papua Neuguinea, Salomon Inseln, Sambia, Saudi-Arabien, Senegal, Seychellen, Sierra Leone, Simbabwe, Singapur, Somalia, Sri Lanka, Sudan, Surinam, Swasiland, Syrien, Tansania, Togo, Trinidad & Tobago, Tschad, Turkmenistan, Tunesien, Uganda, Usbekistan, Vereinigte Arabische Emirate, Zentralafrikanische Republik

4. Oktober 2007



43 Kommentare

#1 leftqueersAnonym
  • 04.10.2007, 09:44h
  • Ein Blick in den Spartacus International Gay-Guide reicht schon.

    P.S.: Mancher US-Bundesstaat gehört doch auch dazu, oder ist da inzwischen was geändert worden?
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#2 USAAnonym
  • 04.10.2007, 09:55h
  • @leftqueers

    In den USA gibt es seit 2003 keine Verbote mehr (steht auch im Artikel, vorletzter Absatz)
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#3 leftqueersAnonym
#4 ETHAnonym
  • 04.10.2007, 10:12h
  • guter Artikel, aber mus ein einem seriös daherkommenden Text von "Wichsen" und "Arschficken" die Rede sein?
    Man kann es auch anders formulieren... o_O'
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#5 robic24Anonym
#6 PoldiAnonym
  • 04.10.2007, 10:45h
  • man sollte sich in den usa mehr um den krankenversicherungsschutz von armen kindern kümmern als um den analverkehr homosexueller männer.
    social-fucking mit hw´s und leftqueers worten.
    ich stimme da mal voll zu.
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#7 dummfugAnonym
  • 04.10.2007, 10:57h
  • Also das der Vatikan nicht dabei steht, wo die doch erst vor ein paar Jahrzehnten die Todesstrafe abgeschafft haben, wundert mich nun wirklich! Naja, unter den lateinisch sprechenden gilt Papa razzi ja als modern... :-)
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#8 SimonAnonym
#9 ChristianAnonym
  • 04.10.2007, 11:24h
  • Mich packt wirklich das kalte Grausen, allein wenn ich daran denke , dass beispielsweise unsere Entwicklugshilfeministerin - die "rote Heidi" (SPD) - bei ihren "Wohltätigkeitsreisen" vielen Diktatoren dieser Länder wohlwollend die gefüllte Hand reicht, ohne auch nur ein Wort der Kritik über die Unterdrückung Schwuler und Lesben in diesen Ländern zu äußern. Gerade erst vor ein paar Wochen kam Sie aus dem diktatorischen Syrien zurück , nicht ohne vorher grosszügig 40 Millionen Euro an "Entwicklungshilfe" zurücklassen. Was wird da eigentlich entwickelt mit unseren Steuergeldern? Man sollte derartige Hilfen wirklich von demokratischen Mindeststandards in den betreffenden Ländern abhängig machen.
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#10 WolfgangAnonym
  • 04.10.2007, 12:32h
  • @Christian:

    Woher hast Du die Information das sie Menschenrechte nicht anspricht? Wenn das tatsächlich so sein sollte wiederspricht es den Ministeriumsangaben und die würden sich dann strafbar machen, wäre immerhin ein interessanter Aspekt. Du warst anscheinend dabei oder bist Du auch einfach nur einer der Dummschwätzer die über etwas reden ohne das sie wirkliche Ahnung davon haben?

    Warum sollte "die rote Heidi" Menschen in Afrika die Schulbildung verweigern oder verdursten lassen weil ihre Regierung Schwule verfolgt? Die Kinder können nun wirklich als letzte etwas dafür...

    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die .....
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