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Toronto (queer.de) - Nach scharfen Protesten von Homo-Gruppen sind zwei Konzerte der Reggae-Sänger Sizzla und Elephant Man im kanadischen Toronto abgesagt worden. "Stop Murder Music Canada", ein Zusammenschluss von 20 Organisationen, hatte zuvor lautstark gegen die Auftritte demonstriert und dabei auch ein Einreiseverbot für die beiden jamaikanischen Performer beim Einwanderungsministerium gefordert: "Künstler haben das Recht auf freie Meinungsäußerung, aber die Anwesenheit von Sizzla und Elephant Man kann als Lizenz zur Gewaltausübung gegen Minderheiten gewertet werden", erklärte Akim Larcher, Gründer von "Stop Murder Music Canada". Zwar hatten die Musiker erklärt, sie würden homofeindliche Lieder nicht in Kanada spielen. Allerdings, so erklärte Larcher, verkauften sie weiterhin ungeniert Alben, in denen sie zum Mord an Schwulen aufriefen.

Die Regierung hat sich zu dem Fall nicht geäußert, allerdings hat der kanadische Veranstalter "Kool Haus" die Künstler kommentarlos wieder ausgeladen. Zuvor hatte die Polizei von Toronto angekündigt, sie würde das Konzert genau beobachten und bei Hass-Ausbrüchen die Veranstaltung beenden.

Sizzla singt in einem populären Lied unter anderem: "Verbrennt die Männer, die Sex mit Männern haben". Er wiederholte in Interviews stets, dass er sich nicht für seine Texte entschuldigen werde, sondern dass Schwule sich bei Gott für ihre Sünden entschuldigen müssten (queer.de berichtete). Elephant Man hat ähnliche Ansichten in Umlauf gebracht. Ein Lied hat den Titel "Wir mögen keine Schwulen", ein anderes fordert: "Gebt mir eine Knarre und schießt Schwule ab wie Vögel".

Erst im Juli ist Sizzla und der ebenfalls umstrittene Beenie Man zeitgleich zum CSD bei einem Reggae-Festival in Köln aufgetreten (queer.de berichtete). (dk)



10 Kommentare

#1 luke12Anonym
  • 04.10.2007, 15:04h
  • Richtig so! Packt diesen homophoben Abschaum da, wo es weh tut, bei ihrer finanziellen Existenz. Wenn es ihnen ans Leder geht, dann begreifen sie vielleicht endlich, wie es uns bei der Verbreitung solcher Texte geht. Das, was diese Spacken an verbalem Dünnschiss verbreiten, hat nichts mehr mit künstlerischer Freiheit zu tun, sondern steht einfach nur für grenzenlose Menschenverachtung. Nur, wenn man diese Idioten in die Ecke drängt, zwingt sie das eventuell zum Nachdenken, wenn nicht, müssen sie sich halt einen anderen Job suchen. Shit happens!!!
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#2 Franky_EyesAnonym
  • 04.10.2007, 15:06h
  • Wie wäre es mal mit der Textzeile: Gebt mir eine Knarre und schießt homophoben Rapper/Reggae-Sänger ab wie Vögel!
    Würde denen doch auch nicht gefallen und die würden daraus sicher ein riesen gebrüll machen: Was das soll solche Zeilen seien Ja diskriminierend bla bla bla...

    Aber die dürfen solch einen Müll ablassen.
    Wenn sie es bei sich in den eigenen vier Wänden machen, o.k.
    Schließlich soll jeder im eigenen Heim seine Persönlichkeit entfallten können.
    Aber bitte doch nicht in der Öffentlichkeit!

    Mal zum Vorschlag: Ne Kampagne oder Lieder die sich gegen solche Leute wenden. Wenn Lieder, dann am besten mal etwas weiter oben in den Charts ansetzen!
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#3 ClaasAnonym
  • 04.10.2007, 15:30h
  • Da bei solchen Schwachmaten Argumente, Fakten oder gute Worte nichts bringen und die nur die Sprache des Geldes verstehen, sollte man sie mit genau dieser Sprache bekämpfen - mit Geldentzug...
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#4 HeteroAnonym
  • 05.10.2007, 07:09h
  • Scheiße reden, Scheiße aussehen, Scheißnamen haben, Scheißmusik machen.
    Vor 70 Jahren hätte man solchen Mist wenigstens als entartet verbieten können.
    Und diejenigen die sich diese Scheiße reinziehen sind genauso dämlich.
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#5 leftqueersAnonym
  • 05.10.2007, 08:45h
  • @Claas: Genau das selbe bringt auch nichts bei Nazis.

    Aber lass mal, Geldentzug bringt da nicht viel. Die finden immer wieder Finanziers.

    @Hetero: Hm, vielleicht wären die auch als gute Propagandisten durchgegangen...
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#6 stromboliProfil
  • 05.10.2007, 10:02hberlin
  • @hetero ,
    vor 70 jahren wäre so einer mit dem nationalpreis für musik ausgezeichnet worden , wäre er selbst nicht , ob seiner farbe und herkunft zuvor im KZ verschwunden .
    Mit solchen begriffen um sich zu schmeißen , zeugt von schleichender infantilität oder heimlicher akzeptanz ?
    Entscheide dich , was zu dir passt .
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#7 HeteroAnonym
  • 05.10.2007, 11:26h
  • @stromboli: Schon klar, aber zumindest gab es die juristische Grundlage es zu verbieten. Was man aufgrund der damaligen Ideologie aber vermutlich nicht getan hätte.
    Ein Verbot von solchen "Liedern", die zu Gewalt, Rassismus oder ähnlichem aufrufen wäre doch aber wahrlich kein Verlust für die menschliche Zivilisation, oder??
    Solchen "Musikern" sollte sogar ganz generell Berufsverbot erteilt werden!
    Ich meine wenn sowas nicht als "entartete Musik" bezeichnet werden kann, was denn dann??
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#8 PoldiAnonym
  • 06.10.2007, 01:21h
  • @hetero
    bist du eventuell mit dem kardinal aus köln geistig verbunden? ich meine, wegen der sprache.

    ist dir schon aufgefallen, der kölner kardinal hat dieselben grossen löffel wie the elephant man.

    und an dieser stelle will ich auch mal wieder die linken freunde in diesem forum kulturell streicheln, wenn ich die beiden gross-ohrigen persönlichkeiten in einem vietnamesischen sprichwort wieder entdecke:
    der kopf eines elefanten, aber das gehirn einer maus.
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#9 HeteroAnonym
  • 07.10.2007, 07:34h
  • @Poldi: Nein, mit dem bin ich bestimmt nicht verbunden. Aber den Ausdruck hab ich ganz bewußt gewählt um zu zeigen was ich von dieser Art von "Musik" halte. Ich finde in diesem Fall passt der Vergleich irgendwie.
    Hätte auch einfach sagen können das die Musik beschissen ist.
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#10 stromboliProfil
  • 07.10.2007, 10:11hberlin
  • wow, selbst die haltung stimmt ... wer da wohl von wem abkupfert ?
    Beide tragen geile mode , ringe und kreuzkettchen . Beide ziemlich bekloppt , was ihrer popularität keinen abbruch tut .
    So trifft zeitgeist auf mittelalter !
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