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  • 05. Oktober 2007, noch kein Kommentar

Ihr schönster Song ziert den Titel des Tributs von Herbie Hancock an die unvergleichliche Joni Mitchell: "River".

Von Jan Gebauer

Joni Mitchell ist zweifellos eine der beeindruckendsten Songschreiberinnen, die die Rockgeschichte hervorgebracht hat. Besonders ihre 70er-Jahre-LPs "Ladies of the Canyon" (1970), "Blue" (1971) und "Court and Spark" (1974) gehören zu den großen Klassikern jenes Jahrzehnts und werden oft als Beispiele für perfektes Songwriting genannt. Quasi zur gleichen Zeit machte auch Herbie Hancock (67) Karriere: Als wegweisender Pionier der Fusion-Musik, jenem Jazz-Stil, der erstmals Rock und den damals aktuellen Funk "fusionierte". Gemeinsam mit einer beeindruckenden Schar von Gästen hat Hancock nun mit dem Album "River: The Joni Letters" ein Tribut für Mitchell veröffentlicht. Produziert hat Larry Klein, von 1982 bis 1994 mit der Folk-Ikone verheiratet.

Es gehört für viele Interpreten mittlerweile schon fast zum guten Ton einen Song der Folk-Ikone auf aufzunehmen. Solch unterschiedliche Künstler wie k.d. lang, Madeleine Peyroux, Karrin Allyson, Janet Jackson, Tori Amos und sogar Prince haben in den letzten Jahren Songs von Mitchell aufgenommen – die Liste ließe sich unendlich weiterführen. Anfang 2007 hatte es mit dem Sampler "A Tribute to Joni Mitchell" bereits ein (mittelmäßiges) Tribut für die Singer/Songwriterin gegeben. Leute wie Björk, Annie Lennox und Elvis Costello hatten versucht, ihre Gunst zu erweisen.

Hancock und Kollegen feiern die Künstlerin nun erneut. Gäste wie Norah Jones, Corinne Bailey Rae, Leonard Cohen und Tina Turner sorgen für die vokalen Glanzpunkte, während Hancock mit Einfühlungsvermögen und instrumentalen Top-Profis wie Wayne Shorter (Saxophon), Dave Holland (Bass) und Vinnie Colaiuta (Schlagzeug) die musikalische Seite absichert. Und dann benannte er das Ganze auch noch nach Mitchells bewegendsten, vielleicht auch verzweifelsten Liebeslied: "River" aus dem Jahre 1971. Perfekt!

5. Oktober 2007