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Kampala (queer.de) - Die ugandaische Regierung stellt klar, dass es keine Rechte für Homosexuelle in dem ostafrikanischen Land geben werde. "Die Regierung wird ihr Möglichstes tun, um die Ausbreitung von Homosexualität zu verhindern", erklärte Ethikminister James Nsaba Buturo nach Angaben der Zeitung "New Vision". Homo-Aktivisten seien egoistische Menschen mit niederträchtigen Absichten. "Sie versuchen, einen fremden, gottlosen, ungesunden, unnatürlichen und unmoralischen Lebensstil dem Rest der Gesellschaft aufzubürden", so Buturo weiter. Schwule sollten sich in andere Länder absetzen, empfiehlt der Minister.

Im August hatte eine Homo-Gruppe erstmals eine Pressekonferenz in der Hauptstadt Kampala abgehalten und gleiche Rechte gefordert (queer.de berichtete). Als Reaktion folgten über 1.000 Menschen einem Demonstrationsaufruf einer christlich-muslimischen Gruppe und protestierten gegen Homsexualität (queer.de berichtete).

Derzeit kann schwuler Sex in Uganda mit lebenslanger Haft bestraft werden. (dk)



13 Kommentare

#1 TimoAnonym
  • 10.10.2007, 15:55h
  • Dummheit, Arroganz und Peinlichkeit wird es immer geben...

    Nur traurig, wenn es in Staaten auftaucht, die es sich eigentlich nicht leisten können.
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#2 FredAnonym
#3 BastiAnonym
  • 10.10.2007, 21:51h
  • Uganda:
    Einwohnerzahl 27.269.482 (Stand Juli 2005)
    BIP/Einwohner 327 US-$ (2006)

    Lebenserwartung 49 Jahre
    Zugang zu sauberem Trinkwasser 56 %
    Zugang zu Sanitäreinrichtungen 41 %

    HIV-Infektionsrate 5-15 %
    HIV-Infizierte 600.000
    HIV-Tote (2001) 84.000
    Lese- und Schreibfähigkeit nach Erreichen des 15. Lebensjahres 68 %
    Armutsquote 35 % der Menschen sind nach Landeskriterien arm
    (Stand 2007)

    Die ugandische Regierung mischt autoritäre und demokratische Elemente. Politisch wirksam ist derzeit nur Musevenis Regierungspartei, die National Resistance Movement Organization (NRM-O), kurz „Movement“. Dazu hat de facto das Militär eine tragende Rolle.

    Das Movement war bis zur Verfassungsänderung in 2006 der Meinung, dass es in Uganda keine Grundlage für ein Mehrparteiensystem gibt und dass die bestehenden Altparteien Ursache für Ugandas Probleme sind. Zwar wurden sie nicht verboten, doch die meisten Aktivitäten, die eine Partei ausmachen, blieben ihnen versagt.

    Die jetzige Regierung stellt sich zwar als positiv gesinnt gegenüber Menschenrechten dar und hat tatsächlich alle wichtigen internationalen Verträge und Konventionen unterzeichnet und ratifiziert, doch sind Defizite beim Umgang mit politischen Parteien und Regimegegnern wie auch die Rekrutierung von Kindersoldaten offensichtlich.

    Die Wirtschaft im Süden und in der Mitte des Landes prosperiert. Hauptausfuhrgut ist - wie zur Protektoratszeit - Kaffee (erbringt 55 % der Exporterlöse).
    Uganda ist wie die meisten Staaten der Welt vom Klimawandel betroffen. Experten gehen davon aus, dass durch die neue Klimasituation bspw. in wenigen Jahren kein Kaffeeanbau in Uganda mehr möglich sein wird.
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#4 HampiAnonym
  • 11.10.2007, 03:12h
  • wenn hier jetzt wieder Ugandas Regierung ohne genaue Begründung als Dummköpfe abqualifiziert werden, dann finde ich das ebenso dumm. Wenn schon müsste man die Worte des ugandischen Ethikministers Wort für Wort zerpflücken respektive widerlegen. Versucht das erstmal, denn: Er nennt Homosexualität einen "ungesunden" Lebensstil: Die meisten HIV-Neuinfiszierungen in den westlichen Ländern betreffen aktuell die homosexuellen Männer, ergo hat er Recht mit "ungesund"...?! Zweitens spricht er von "gottlosem" Lebensstil. Tatsächlich, die meisten Religion lehnen in ihren Schriften Homosexualität ab, selbst der Dalai Lama spricht von "unkorrektem Verhalten". Schon wieder hat Ugandas Ethikminister recht! Dann spricht er von "unnatürlichem" Lebensstil: Reduziert er dabei die Sexualität auf die reine Fortpflanzung hat er schon wieder recht (...leider?!). Und dann noch der allenfalls schwammigste seiner Begriffe, "unmoralischer" Lebensstil. Lediglich dieser Begriff liesse sich wohl zerpflücken, da Moral sehr unterschiedlich definiert wird, und einem starken Wandel unterworfen ist. Noch vor fünfzig Jahren galt es als unmoralisch, wenn eine Frau Hosen statt Röcke trug, und heute....na ja, jedenfalls möchte ich hier lieber mal echte Begründungen lesen, die den ugandischen Ethikminister widerlegen würden, aber scheint offenbar allen überzeugten Schwulis hier nicht möglich zu sein, es kommen immer nur die gleichen ausgelutschten Vorurteile "verarmtes,dummes,ungebildetes Land", was echt eine ebenso schwache Begründung ist.
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#5 DragonWarriorAnonym
  • 11.10.2007, 08:13h
  • @ hampi...

    du gestattest, dass ich mich nicht nur mit den argumenten des ministers auseiandersetze, sondern auch mit deinen unterstützenden argumenten:

    richtig, in deutschland und den meisten westlichen industrienationen ist ein fakt, dass die meisten neu diagnostizierten infektionen bei männern festgestellt werden, die sex mit männern haben.
    richtig ist aber auch, dass der anteil von 100% zu beginn der 80er jahre auf etwas über 60% gesunken ist. richtig ist auch, das junkies nicht mehr die zweitstärkste gruppe darstellen, sondern heterosexuel infizierte.
    richtig ist auch, dass heterosexuelle infektionen im ostblock schon immer häufiger waren als homosexuelle, wenn wir afrika betrachten, geht die ganze argumentation des ministers völlig baden.
    (die geschichte mit dem schwulen steward, der die HIV-epidemie in die USA brachte hab ich dir, hampi, schon einmal erklärt, ich machs jetzt nicht nochmal)

    en.wikipedia.org/wiki/Ga%C3%ABtan_Dugas

    erst durch ihn wurde HIV in den westlichen industrienationen - und nur dort!! - zu einem in erster linie schwulen Problem.

    vielleicht ließe sich die diskussion etwas versachlichen in dem man klarstellt, dass es EINEN "homosexuellen" lebensstil genausowenig gibt, wie EINEN "heterosexuellen".
    als hetero kann man durchaus ungesünder leben, was HIV angeht, als als schwuler. viele heterosexuelle menschen in deutschland tun genau das, ich sehe sie ständig vor mir sitzen, wenn ich als aidsberater arbeite. und glaub mir, hampi, da hab ich schon etliche male meine beraterische neutralität sehr weit reduziert und klartext sprechen müssen, weil mir bornierte heterosexuelle dummfick-kandidaten gegenübersaßen, die es anders nicht kapiert haben.

    also, vergessen wir somit die unsinnige verknüpfung des begriffes "ungesunder lebensstil" mit einer vorgegebenen sexuellen orientierung. hier hat der ethikminister zum ersten mal bewiesen, dass er nicht mal in der lage ist ethisch sauber zu argumentieren.

    gottlos... nun ja, wenn man dann ausgerechnet einen buddhisten zum wortführer zu machen greift man daneben, hampi... schließlich ist der buddhismus streng genommen eine philosophie und keine religion
    seis's drum: dein dalai lama zitat steht etwas einsam herum... und ist etwas verkürzt:

    "We have to make a distinction between believers and unbelievers," the exiled Tibetan leader said at a press conference yesterday in San Francisco. "From a Buddhist point of view, men-to-men and women-to-women is generally considered sexual misconduct. "From society's viewpoint, mutually agreeable homosexual relations can be of mutual benefit, enjoyable and harmless."
    www.thuvienhoasen.org/phathocvandap-01.htm#07

    ich glaube den papst brauchen wir hier nicht diskutieren... inwieweit religion benutzt wird um macht zu erlangen ist eine diskussion, die hier zu weit führen würde... luther fand den papst gottlos... ich mag luther nicht besonders, aber ich finde da hatte er recht...

    "unnatürlich"...
    nun denn: es scheint an dir vorbeigegangen zu sein, das es da interessante erkenntnisse gibt:

    www.focus.de/wissen/wissenschaft/natur/ausstellung_aid_55618
    .html


    www.geo.de/GEO/natur/tiere/52967.html

    fazit, was im gesamten tierreich wiederzufinden ist, kann per definitionem nicht "unnatürlich" sein. der forschende blick auf die natur war einfach über jahrhunderte hinweg nicht "neutral" sondern wertend. das ist ein problem, aber nicht unseres.

    so, ich hoffe, das reicht, hampi, denn deine argumente zur unterstützung des ethik-ministers (allein schon dieser titel ist absurd) waren genauso schwach wie das geschwafel aus uganda. im übrigen unterstell ich dem mann nicht mal, ungebildet zu sein. ich befürchte fast, dass er genau alkuliert hat, dass er zwar unsinn redet, sich dieses sündenbock-denken aber prima nutzen lässt um von den wirklichen problemen ugandas abzulenken...

    wenn das schon bei schweizern funktioniert, warum nicht auch in uganda....
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#6 DavidAnonym
  • 11.10.2007, 11:49h
  • "...widerlegen. Versucht das erstmal, denn: Er nennt Homosexualität einen "ungesunden" Lebensstil: Die meisten HIV-Neuinfiszierungen in den westlichen Ländern betreffen aktuell die homosexuellen Männer, ergo hat er Recht mit "ungesund"...?"

    @ Hampi:
    das ist sehr einfach widerlegt:
    Wie steht es denn mit WEIBLICHER Homosexualität?
    Lesben haben bekanntlich die niedrigsten Raten weltweit (ich glaube Null komma Null nochwas...), damnach müsste weibliche Homosexualität der gesündeste "Lebensstil" überhaupt sein!
    Wie schön das du wieder ausweichst, auf den Unterschied zwischen Risikogruppen und Risikoverhalten...
    Oder wo kommen die vielen Teenie-SChwangerschaften und Abtreibungen her?
    Wer tut hier Korrintenkacken???
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#7 HampiAnonym
  • 11.10.2007, 15:46h
  • @David: Jawoll,ich gebe Dir recht, neben der reinen Selbstbefriedigung ist "Lesben-Sex" der am wenigstens "gefährliche" in Bezug auf HIV-Übertragung, aber Du übersiehst, dass der ugandische Minister wohl sehr bewusst homosexuelle Männer gemeint hat mit dem ungesunden Lebensstil. Natürlich,keine Frage, es gibt auch heterosexuelle Männer die einen "ungesunden" Lebensstil pflegen,nur,und das "schleckt keine Geiss weg", die Neuinfiszierungen sind bei Homo-Männern am stärksten gestiegen.... Ich schreibe ja gar nicht, dass Uganda ein "idealer" Staat sei, ich stelle einfach mal die ungezügelte freie westliche Sexualität in Frage, wo man sich doch grossem Gelächter aussetzt wenn man bei uns allen Ernstes behauptet, man übe sich in Verzicht und Selbstbeschränkung in Punkto Sexualität, solche Aussagen nimmt man heute doch nicht mal mehr den wenigen noch existierenden Mönchen und Nonnen ab, da wir ja alle doch so häufig und heftig Sex haben "müssen", sei es mindestens zehnmal die Woche in einer monogamen Zweierkiste oder mindestens zwanzig Mal als promiskuitiver "Herumficker". Ein Ehepaar bei uns, das seit vierzig Jahren überhaupt keinen Sex mehr hat und jegliches Interesse daran verloren hat, uuuhhh schrei-schrei-schrei-wie spiieessig.....Mag sein, dass Länder wie Uganda, Iran oder Nordkorea das andere Extrem darstellen, wo die Sexualität von Staates wegen unterdrückt wird, aber nur weil dadurch vielleicht weniger oder nur heimlich gefickt werden darf, alleine daran stirbt kein einziger Mensch...gestern kam ein Bericht am Schweizer TV über eine Familie die aus Nordkorea geflüchtet ist, dort gibt es ein totales Handyverbot,wer ein Handy von China her einschmuggelt und erwischt wird, landet -schwupps- in einem Arbeitslager....ehrlich gesat, wenn hier bei uns schon Knirpse der Handysucht verfallen sind, so finde ich NUR in diesem Bereich die weniger konsumgeile Haltung in Nordkorea sinvoller.
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#8 DragonWarriorAnonym
  • 11.10.2007, 18:06h
  • @ hampi (7.)

    nochmal, für ganz langsame schweizer:

    1.) die sexuelle orientierung macht nicht automatisch einen lebensstil.
    2.) selbst wenn du als schwuler promisk lebst, kannst du dich schützen, und nach den gesprächen, die ich seit 20 jahren in der aidsberatung führe bleibt mein eindruck der, dass die kondombenutzung bei schwulen wesentlich verbreiteter ist, als bei heteros.
    3.) hier in deutschland hatten wir mal 100% schwulenanteil bei den neu festgestellten infektionen, jetzt sind es aktuell 64%, im zweiten halbjahr 2006 waren es glaube ich 59%. diese schwankungen können bei der gesamtzahl der positiven testungen schon durch unregelmäßigkeiten im meldeverhalten und/oder durch zielgruppenspezifische "pro-test"-kampagnen verursacht werden. wie gesagt, es geht - und das sei hier deutlich gesagt - um NEU FESTGESTELLTE INFEKTIONEN und nicht um neuinfektionen.
    4.) ich rege mich beispielsweise seit guten 19 jahren über den meldebogen auf...
    da kann ich nämlich unter punkt 7 nur ankreuzen "heterosexuelle(r) partner(in) von..."
    tja, und dann folgt die ganze liste, MSM, prostituierte, junkies etc... nur eine möglichkeit hab ich garnicht: nämlich die anzukreuzen: das ist ein ganz durchschnittlicher heteromann, der sich bei ner ganz durchschnittlichen heterofrau nach nem etwas aus dem ruder gelaufenen abend in ner disse angesteckt hat... ich kann nämlich alle nummern kringeln, nur die "7" fehlt, was bei mir dazu führt, dass ich einen genervten aufsatz danebenschreibe.
    was dann mit den daten passiert entzieht sich meiner kenntnis. NUR: eine datenerhebung, deren basis zumindest regional so ausschaut, ist auf einem auge zumindest leicht blind... hier ist sie es auf dem heterosexuellen.
    5.) und das schlecken weder geißen, noch kamele, noch elefanten, elche oder grizzlies weg: weltweit gesehen werden die meisten infektionen durch ungeschützten heterosexuellen verkehr gesetzt.
    übrigens: das war schon am anfang der epidemie so, als sich - vermutlich in den 40ern/50ern des letzten HIV über den afrikanischen kontinent auszubreiten begann, entlang der fernstraßen...
    6.) dein verzicht auf sexualität geht mir ehrlich gesagt völlig am arsch vorbei. er ist mir völlig egal. mach wie du denkst, wenn du dich so wohl fühlst, ist es prima.
    was mir auf den nerv geht, ist dein versuch das als patentrezept zu verkaufen, denn wenn du so glücklich und zufrieden damit leben könntest, müssten deine texte nicht immer so triefig sein. und du müsstest nicht jeder noch so schwachsinnigen äußerung applaudieren und mit "agrumenten" sekundieren, die belegen, dass du bis zu den haarspitzen voller neurosen steckst.
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#9 leftqueersAnonym
  • 11.10.2007, 19:00h
  • @DragonWarrior: Deine Ausführungen zeigen sehr deutlich, das noch vieles zu lernen ist, vor allem hierzulande.

    Frage: Bei welchen Bevölkerungsteilen gibt es denn im Durchschnitt die höchsten Neuinfektionsraten, unter Homosexuellen?
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#10 HampiAnonym
  • 12.10.2007, 00:14h
  • @dragonwarrior: Ich steck lieber voller Neurosen als voller HIV-Viren.....auch Dein Lebensstil geht mir völlig am Arsch vorbei, solange Du selber nicht die Steuerzahler mit selbstverschuldeten Krankheiten belastest....die Idealvorstellung ist zweifellos die monogam lebende Gesellschaft, dann hätte die HIV-Verbreitung keine Chancen.....und dass sich das HIV-Virus von Afrika aus verbreitet hat, ist von Dir eine Behauptung und nirgends belegt! Die Epidemie nahm jedenfalls unter den Schwulen in San Francisco seinen Anfang, weil der Mensch halt nun mal von seiner Biologie her nicht für Analverkehr geeignet ist...denn das ist die Pforte fürs Eindringen von Viren jeder Art, ob Dir das nun passt oder nicht!
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