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Little Rock (queer.de) - Ein Richter in Arkansas hat entschieden, dass nur das Regionalparlament des US-Bundesstaates ein irrtümlich verabschiedetes Gesetz ändern kann, das die Ehe zwischen verschiedengeschlechtlichen Babys erlaubt, die Homo-Ehe aber verbietet. Das Ehe-Gesetz war bereits Ende Juli in Kraft getreten (queer.de berichtete).

Ursprünglich war geplant, schwangeren Minderjährigen die Ehe zu ermöglichen und das Ehe-Alter (ausschließlich für Hetero-Paare) sonst auf 18 Jahre festzusetzen. Ein bürokratischer Fehler führte aber dazu, dass nun allen Minderjährigen die (Hetero-)Ehe erlaubt ist, sofern die Erziehungsberechtigten zustimmen, Homo-Partnern aber grundsätzlich nicht. Kritiker befürchten, dass der Bundesstaat nun ein Paradies für Pädophile werden könnte.

Richter Tom Keith erklärte nun, dass es nicht Aufgabe der Justiz sei, Fehler der Legislative zu beheben. Das Gesetz verstoße nicht gegen die Verfassung und sei daher rechtens. Der Gouverneur hat bereits gesagt, dass Standesbeamte nach wie vor einen Spielraum hätten und er deshalb keinen raschen Änderungsbedarf sehe. Das Parlament hat bereits seine regulären Sitzungen für diese Wahlperiode beendet. Die nächste Sitzung ist erst in über einem Jahr, im Januar 2009, angesetzt. (dk)