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Berlin (queer.de) - Erstmals in der Geschichte des deutschen Fußballs trafen am Freitagabend Vertreter von DFB, Verbänden, Bundesliga und Vereinen anderer Spielklassen im Berliner Olympiastadion zusammen, um sich gegen Homophobie im deutschen Fußball auszusprechen.

DFB-Sicherheitschef Helmut Spahn hob auf einer Podiumsdiskussion hervor, dass der DFB das Problem Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit sehr ernst nehme und gerade dabei sei, Konzepte dagegen zu entwickeln. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass der Fußball gesellschaftliche Probleme nicht allein korrigieren könne.

Die Sportethnologin Dr. Tatjana Eggeling sagte: "Der DFB als mächtiger Verband kann Zeichen setzen. Das gilt vor allem für die Trainer- und Schiedsrichterausbildung und die Jugendarbeit. Wenn Spieler schon in der F-Jugend lernen, dass sie als schwul beschimpft werden, sobald sie den Ball verschießen, wird sich der Fußball nicht ändern." Der frühere DDR-Jugendnationalspieler Marcus Urban berichtete, dass er seine viel versprechende Fußballkarriere zugunsten eines offenen, selbst bestimmten schwulen Lebens aufgegeben habe.

Im Anschluss an den Abend gegen Homophobie unterzeichneten die anwesenden Funktionäre eine "Erklärung gegen Diskriminierung im Fußball", darunter der DFB, Werder Bremen, Hertha BSC, Energie Cottbus, FSV Frankfurt und Turbine Potsdam. Die schwul-lesbischen Fanclubs hätten sich allerdings gewünscht, dass deutlich mehr Vertreter von Bundesligavereinen den Weg nach Berlin gefunden hätten. "Wir erwarten, dass nach dieser Auftaktveranstaltung die Resonanz von offizieller Seite deutlich zunimmt", sagte Jens Gollminski vom Dortmunder schwul-lesbischen Fanclub "Rainbow Borussen"

Veranstaltet wurde der Abend federführend von der European Gay and Lesbian Sports Federation (EGLSF), vertreten durch die frühere Bundesligaspielerin von Turbine Potsdam, Tanja Walther. Co-Veranstalter waren Oliver Lück und Rainer Schäfer vom Online-Fußballmagazin "Rund" sowie das Bündnis aktiver Fußballfans (BAFF). Hertha BSC stellte die Räumlichkeiten im Olympiastadion zur Verfügung. (pm)



#1 Diz!Anonym
#2 PeerAnonym
  • 14.10.2007, 15:36h
  • Es wäre wirklich sehr sinnvoll, wenn sich schwule Profispieler (von denen es genug gibt) endlich outen würden. Das würde soviel bewegen in Deutschland....
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