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London (queer.de) - Im Jahr 2006 haben sich in Großbritannien über 16.000 Paare verpartnern lassen. Das gab die britische Regierung am Wochenende bekannt. Die Homo-Ehe war Mitte Dezember 2005 eingeführt worden (queer.de berichtete). In den ersten zwei Wochen heirateten bereits rund 2.000 Paare, womit Ende 2006 über 18.000 Homo-Ehen geschlossen worden sind.

Im wesentlich größeren Deutschland hat es fünf Jahre gedauert, bis die selbe Anzahl an Eingetragenen Partnerschaften vor Standesämtern oder anderen Behörden eingegangen worden sind. Allerdings haben Schwule und Lesben auf der britischen Insel die gleichen Rechte und Pflichten wie Hetero-Paare, während in der Bundesrepublik die Rechte von Homo-Paaren nach wie vor stark eingeschränkt sind, insbesondere im Steuer- und Adoptionsrecht.

Weitere Details der Statistik: In England ist die Mehrheit der Homo-Paare männlich, allerdings holen die Lesben auf: Im 1. Quartal 2006 waren noch zwei Drittel der gleichgeschlechtlichen Paare schwul, im 4. Quartal verringerte sich der Anteil auf 57 Prozent. Das Durchschnittsalter für Schwule lag bei 47 Jahren, für Lesben bei 44 Jahren – auch das ging im Laufe der Monate stetig zurück. Zehn Prozent der Schwulen und 25 Prozent der Lesben waren vor ihrer Verpartnerung bereits mindestens einmal verheiratet. (dk)



19 Kommentare

#1 RabaukeAnonym
  • 15.10.2007, 13:10h
  • Na Bitte!!!!!! Kein Wunder das Großbretanien oder die skandinavischen Länder über "Dummdeutschland" ablachen. Hier zu Land muß doch immer, aber egal was auch ansteht, immer das Rad ein zweites Mal erfunden werden.
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#2 madridEUAnonym
  • 15.10.2007, 13:44h
  • Wenn Homo-Rechte beschnitten sind wie in Deutschland, ist die Lust auf die Ehe nun mal geringer. In Spanien haben sich von Ende 2005 bis Anfang 2007 ca. 10.000 Homo-Paare bei völliger Gleichstellung das Jawort gegeben, also bei nur 42 Mio. Einwohnern ungefähr so viele wie in GB. Aber immer noch gibt es keinen Grund zum unbeschwerten Jubel, da das Oberste Verfassungsgericht noch nicht entschieden hat, ob diese Ehen rechtmässig sind.
    Auch das haben wir der konservativen Oppositionspartei PP zu verdanken, wo sich Teile des national-katholischen Flügels befinden.
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#3 NilsAnonym
  • 15.10.2007, 14:22h
  • "Allerdings haben Schwule und Lesben auf der britischen Insel die gleichen Rechte und Pflichten wie Hetero-Paare, während in der Bundesrepublik die Rechte von Homo-Paaren nach wie vor stark eingeschränkt sind, insbesondere im Steuer- und Adoptionsrecht."

    Genau da liegt der entscheidende Unterschied!!

    Aber mit der großen Koalition wird es da in 100 Jahren noch keine Fortschritte geben. Ich hoffe, dass die entsprechenden Parteien bei der nächsten Bundestagswahl stark genug werden...
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#4 MarKHBAnonym
#5 KatrinAnonym
  • 15.10.2007, 16:55h
  • In GB bekommen beide Partner einen Freibetrag, danach wird in vier %-Stufen versteuert. Es gibt keine Splittingtabelle und somit keinen Steuervorteil in der Ehe gegenüber Ledigen.
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#6 Diz!Anonym
  • 15.10.2007, 17:11h
  • die antwort, warum das so ist, steht ja im Artikel praktischerweise direkt mit drin!
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#7 seb1983
  • 15.10.2007, 17:32h
  • Dieser Mist mit dem splitting gehört eh abgeschafft, einer der vielen völlig wirkungslosen deutschen Anochronismen in der Familienpolitik aus den 50er Jahre Hausfrauen Zeiten...Da werden momentan mal eben bis zu 20 Milliarden sinnlos erlassen ohne dass es was bringt und das Geld deutlich besser zur tatsächlichen Kinderförderung etc. eingesetzt werden könnte.

    Die Erbschaftssteuer für ELPs auf Ehenivau zu senken bzw die Freibeträge zu erhöhen würde effektiv deutlich mehr bringen, persönlich würden Hinterbliebene geschützt, die paar tausend ELPs lassen sich steuerlich ohnehin mehr als leicht verschmerzen.
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#8 rubberbikercgnAnonym
  • 15.10.2007, 18:36h
  • Der Ehegattensplittingtarif wurde auf einer Fachtagung schon vor Jahrzehnten von einem Steuerprofessor zutreffend als "Subventionierung kuchenfressender Pelztierchen" bezeichnet.
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#9 OliAnonym
  • 15.10.2007, 21:04h
  • Na das kann ja kaum verwundern. In Deutschland widersetzen sich CDU und CSU seit Jahren erfolgreich dem Willen der Mehrheit ohne sich dabei einer echten Diskussion zu stellen. Was da kommt wird ja immer ärmlicher. Mittlerweile beschränkt man sich bei der Ablehnung mit der Begründung, man wolle es nicht, es dürfe nicht sein oder noch besser, man behauptet einfach fälschlicherweise - aber m. E. wissen- und willentlich - eine Gleichstellung verstoße gegen das Grundgesetz. Deshalb: Geht wählen und wedent euch auch einmal direkt an die Herrschaften.
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#10 gerhardAnonym
  • 15.10.2007, 22:46h
  • Ich denke Homosexuelle sollten sich nicht das Instiut der Ehe wünschen, denn die Ehe ist ein Institut der Kirche. Vielmehr sollten wir den Wunsch haben uns der Religion abzuwenden und völlig rechtlich gleichgestellt zu werden - wie heterosexuelle Paare, die in einer Ehe oder Lebensgemeinschaft leben. Vergessen wir nicht dass gerade mit Hilfe der Religion Homosexuelle schon immer verfolgt wurden und heute noch homosexuelle Handlungen in islamischen Staaten wie Iran, Mauritanien, Saudi-Arabien, Sudan, Vereinigte Arabische Emirate, Jemen,Nigeria mit dem TODE bestraft werden. Davon wird in genannten und anderen islamischen Ländern auch zusätzlich oder als Ersatz die Folter der Körperstrafe angewendet. (zB öffentliches Auspeitschen - jüngster Fall: Saudi Arabien je 7000 Peitschenhiebe für ein Homosexuelles Paar!) In vielen anderen Ländern auf der Welt gibt es noch immer lange Gegfängnisstrafen für das "Verbrechen" der Homosexualiät: siehe Tabelle:
    de.wikipedia.org/wiki/Gesetze_gegen_Homosexualit%C3%A4t

    Nachdenklich stimmt mich, dass der Protest von Homosexuellen sehr leise ist oder auch in falsche Richtung geht. Dabei denke ich an die vielen Gayparaden - die meiner Meinung nicht viel bewirken, teilweise provozieren und homophobe Menschen erst recht dazu auffordern gegen Homosexualität aktiv zu werden. (Ich denke die Angst wird bei betroffenen noch grösser). Sogar für den einen oder anderen hier sogar befremdend. Der Homosexuelle ist in der Mehrheit nicht der ausgeflippte Typ der auf jeder Party bunt geschminkt erscheint, nicht der vor dem Standesamt gesehen sein will, nicht das Extrem vor dem sich andere so oft fürchten.
    Homosexälität darf auf der ganzen Welt kein Verbrechen sein, die Welt muss aufwachen, jeder muss dazu beitragen!
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