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San Francisco (queer.de) - Die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz sorgen in den USA für Aufregung, weil zwei Vertreterinnen dieses Ordens am Sonntag in voller Tracht das Abendmahl in einer katholischen Kirche in San Franciscos Castro-Viertel empfangen haben. Erzbischof George Niederhauer, der den Gottesdienst in der Most Holy Redeemer Catholic Church leitete, übergab nach leichtem Zögern beiden Schwestern die Oblate, die in der katholischen Tradition den Leib Jesu Christi symbolisiert.

Daraufhin brach ein medialeer Sturm der Entrüstung los. Der populäre Kommentator Bill O’Reilly vom rechtsgerichteten Nachrichtensender Fox News Channel nannte den Vorfall eine "ungeheuerliche Schandtat". Die Schwestern bezeichnete er als "militante Schwule" und machte den demokratischen Bürgermeister von San Francisco, Gavin Newsom, für den Sittenverfall verantwortlich.

Katholische Aktivisten kritisierten den Erzbischof, weil er am Tag der schwul-lesbischen Straßenparade den Gottesdienst abhielt und damit indirekt Homosexualität gut heiße. "Nicht einmal Judas hätte so etwas Verachtenswertes getan", erklärte Anthony Gonzales von der konservativen katholischen "St. Joseph’s Men Society" gegenüber dem Lokalsender CBS5. Auf die Nachfrage des Journalisten, ob er den Erzbischof tatsächlich mit dem biblischen Verräter vergleiche, wegen dem Jesus der biblischen Legende nach ans Kreuz geschlagen worden war, sagte Gonzales: "Ja, er ist ein Judas-Priester".

Das Büro Niederhauers erklärte nach dem Aufschrei, der Erzbischof habe die Schwestern nicht erkannt. Er entschuldigte sich bei allen Katholiken und nannte seine Handlungen einen "Fehler".

Die Schwestern schrieben der Kirchengemeinde, die beiden Ordensvertreterinnen seien katholisch und hätten schlicht das Abendmahl empfangen wollen wie andere Katholiken auch.

Die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz treten weltweit vor allem auf CSDs auf. Sie sammeln Geld für schwule, lesbische und transsexuelle Projekte und setzen sich vor allem für die Aids-Prävention ein. Dem Orden gehören weltweit über 1.500 Schwestern an. (dk)



14 Kommentare

#1 SvenAnonym
  • 17.10.2007, 19:19h
  • Toller Judas vergleich!
    Jeder Priester, der sich also an die Nächstenliebe der Bibel hält und wie Jesu auch die Ausgestoßenen einlädt, wird mit einem Verräter verglichen?
    Nun gut, dann kann die Kirche mal zeigen wir sehr ihr am Christentum liegt, denn Jesus hat seinem Verräter nicht nur verziehen, sondern ihn auch verteidigt!
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#2 skydiverProfil
  • 17.10.2007, 23:06hStuttgart
  • Ja wie geil ist das denn ?!? Da wurde doch wirklich mal ein Erzbischof und die ganze katholische Kirche von 2 schwulen "Schwestern" der Perpetuellen Indulgenz "gef...t !!! Klasse !!! :-) Gute PR für die "Schwestern" und ihre tolle Arbeit, die sie weltweit und auch in Deutschland leisten !!! Eher schlechte PR für alle "Schwarzkittel", die nun ein "Vater unser" mehr beten müssen :-))
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#3 RabaukeAnonym
  • 18.10.2007, 09:54h
  • Orrrrr neeeee hä????? Kinders, hört Bitte uff, hier über diese dusseligen Schwarzkittel zu schreiben. (Bitte mehr davon *g*) Ich komme keine ruhige Minute zum arbeiten...........so heftig muß man über die Dummheit der Kathl. Kirche ablachen. Die merken gar nicht, daß Die sich voll zum "Rollo" machen. Hammergeil.........ich genieße solche Meldungen. Den Schwestern alles Gute und weiter so.
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#4 TommiboyAnonym
#5 FredAnonym
  • 18.10.2007, 12:28h
  • kreuz net ist eine ganz üble hetzseite.
    aber nicht offiziell von der kath.kirche, sondern in privater hand.
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#6 cinnamonProfil
  • 18.10.2007, 19:28hSpandau
  • Muss so etwas sein? Wir wollen doch auch von der Kirche in Ruhe gelassen werden und sollten unsererseits auch die Christen in Ruhe lassen. Ist doch klar, dass das als Sakrileg, Provokation und Beleidigung empfunden wird. Wenn die beiden aus religiösen Gründen am Abendmahl teilnehmen wollten, warum dann nicht unauffällig und ohne viel Aufhebens? Das überniemand bemerkt. Aber nein, mit "voller Tracht" und weltweitem Medienecho. Na toll.
    Grüße, cinnamon
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#7 skydiverProfil
  • 18.10.2007, 22:07hStuttgart
  • @Cinnamon: Ja, so etwas musste "unbedingt" einmal sein !!! Lässt uns die kath. Kirche wirklich in Ruhe ?!? Jeden Tag gibt es neue Meldungen über diskriminierende Äusserungen uns Schwulen gegenüber vom Chef in Rom und seinen Untertahnen !!! Wenn das als Sakrileg, Provokation und Beleidigung empfunden wird, dann haben die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz ihr "Ziehl" erreicht, und die kath. Kirche einmal mit ihren "eigenen Waffen" geschlagen !!! Die Schwestern haben als "Nonnen" des Ordens der Perpetuellen Indulgenz am Abendmahl teilgenommen !!! Und Schwestern der Perpetuellen Indulgenz sind nun mal nicht ... unauffällig !!! GOTT SEI DANK !!! Um hier mal ein bisschen religiösen Einfluss einfliessen zu lassen :-) Ich wusste nicht, das es in Gotteshäusern nun eine "Kleiderordnung" gibt ?!? Das Medienecho war wohl schon gewollt, sonst hätte ja auch niemand die Video-Cam draufgehalten als die Nonnen das Abendmahl vom Erzbischof erhielten :-) Ja, war wirklich toll !!!
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#8 cinnamonProfil
  • 19.10.2007, 19:56hSpandau
  • @Stefan: das ist, was ich meine. Sie sagen, sie "seien katholisch und hätten schlicht das Abendmahl empfangen wollen wie andere Katholiken auch.", aber "Das Medienecho war wohl schon gewollt, sonst hätte ja auch niemand die Video-Cam draufgehalten". Anderen Katholiken ist das Abendmahl etwas Heiliges, und sie dabei zu verhöhnen finde ich blöd, ganz gleich, wie ich selbst dazu stehe. Absichtlich zu beleidigen ist kein guter Weg.
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#9 PoldiAnonym
  • 19.10.2007, 22:05h
  • der junge herr mit dem spitzen liebreizenden mäulchen und dem roten gewand könnte ein buddhistischer mönch sein, wenn er nicht einen turban trüge.
    wegen der orientalischen kopfbedeckung jedoch, liegt die vermutung näher, dass es sich um einen türken handelt; verdächtig wiederum die sonnenbrille, die auf einen verdeckt interreligiös operierenden hodscha schließen lässt.
    das trio hält mit seiner ausgewöhnlichen tracht dem höheren klerus den narrenspiegel vor´s gesicht.
    hier mag sich mancher klerikaler narr wieder erkennen.
    leute, wie bill o’reilly vom rechtsgerichteten nachrichtensender fox news channel verteufeln die wahrheit der narren. die früheren könige wussten sie als kritik zu schätzen.
    um es mit biblischen worten zu sagen: ein prophet wird am meisten in seiner heimat gehasst - folglich ist der narr im narrenhaus auch nicht sonderlich beliebt.
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#10 WolfAnonym
  • 20.10.2007, 19:56h
  • "Nicht einmal Judas hätte so etwas Verachtenswertes getan", erklärte Anthony Gonzales von der konservativen katholischen "St. Joseph’s Men Society" gegenüber dem Lokalsender CBS5.

    Soso, es kommt auf Judas an, nicht auf Jesus! welches Verständnis ist das denn? Jesus hätte die Beiden in der Kirche umarmt, denn sie sind zu ihm gekommen. Nur darauf kommt es Jesus an. Verachtenswert ist Mr. Gonzales, der die Botschaft nicht verstanden hat ....
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