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  • 06. November 2007, noch kein Kommentar

"Cheap Blacky": Das erste Theaterstück des schwulen Skandal-Filmemachers feiert in Berlin Premiere.

Von Carsten Weidemann

"Ich weiß nicht, woher die Idee für Blacky eigentlich kam und was am Ende tatsächlich dabei herauskommen wird", sagt ausgerechnet der Regisseur. "Ich habe noch nie Theater gemacht und arbeite daher völlig ohne Netz und doppelten Boden."

Am 12. November feiert Bruce LaBruces erstes Theaterstück "Cheap Blacky" im Berliner Hebbel-Theater Premiere. LaBruce gilt als Enfant Terrible und Agent Provocateur der New Queer-Cinema-Bewegung, die Anfang der 90er Jahre in Nordamerika entstand. Er hat es geschafft, mit billigen, schwulen Filmen größtmögliche Aufmerksamkeit zu erreichen. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "No Skin Off My Ass", "Hustler White" und "The Raspberry Reich".

Ausgehend von Fassbinders Klassiker "Whity" (1971) und unter Berücksichtigung von John Hustons "Spiegelbild im goldnen Auge" (1967), Joseph Loseys "Boom" (1968) und Pasolinis "Teorema" (1968), macht sich Bruce LaBruce in "Cheap Blacky" daran diese Texte zu vermengen und sie im symbolischen Gewand verschiedener Darstellungsformen wiederzugeben: filmische Traditionen, Slapstick, Burleske, Varieté, Modern Dance, Avantgarde-Performance und Exhibitionismus. "Alle diese Filme entstanden in einer Epoche großer politischer, sozialer und sexueller Umwälzungen, einer Ära der Desillusionierung über den Status quo und einer Zeit, in der man das finale Aufbegehren der letzten aus den repressiven und selbstzufriedenen Fünfzigern und Sechzigern noch verbliebenen Unschuld erleben konnte", so Bruce LaBruce

Das Theaterprojekt bot dem Regisseur den idealen Vorwand für eine weitere Zusammenarbeit mit Susanne Sachsse, die in seinem Film "The Raspberry Reich" (2004) mitgespielt hat, und mit ihrer schrägen Theatertruppe CHEAP". Zu dieser Gruppe von Exilanten und Außenseitern gehört auch Vaginal Davis, ein ausgewanderter Drag-Star aus Amerika.

Premiere am 12. November 2007, weitere Aufführungen am 15, 16. und 17 November jeweils um 20 Uhr im Theater Hebbel am Ufer 2, Hallesches Ufer 32, Berlin, Karten-Tel. (030) 259 004-27

6. November 2007