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Vaduz (queer.de) - Während die liechtensteinische Regierung über die Einführung der Homo-Ehe berät, hat der Vaduzer Erzbischof jegliche rechtliche Anerkennung von Schwulen und Lesben kategorisch abgelehnt, weil Homosexualität eine "schwere Sünde" sei. Er könne die Homo-Ehe "niemals gutheißen", erklärte das katholische Kirchenoberhaupt Wolfgang Haas gegenüber der Tageszeitung "Liechtensteiner Vaterland". "Praktizierte Homosexualität ist objektiv eine schwere Sünde, deren rechtliche Anerkennung geradezu einen Skandal darstellen würde", so der 59-Jährige. Schwule und lesbische Partnerschaften widersprächen "sowohl der Schöpfungs- als auch der Erlösungsordnung".

In dem Interview kritisierte der Erzbischof auch den Islam scharf, weil diese Religion zu stark mit der Politik verflochten sei.

Im Oktober hatte das Parlament den Antrag zur Einführung der Homo-Ehe an die Regierung überwiesen. Eine Homo-Gruppe hatte zuvor in einer groß angelegten Kampagne für die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften nach schweizerischem Vorbild gekämpft (queer.de berichtete).

Das Fürstentum Liechtenstein ist mit etwas über 35.000 Einwohnern eines der kleinsten unabhängigen Staaten in Europa. Drei Viertel der Bevölkerung ist katholisch. Die 160 Quadratkilometer große Erbmonarchie ist eng mit der Schweiz verflochten. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
Sechs Verpartnerungen in Liechtenstein

Rund ein Jahr nach dem Inkrafttreten des Partnerschaftsgesetzes haben sich drei schwule und drei lesbische Paare im Fürstentum Liechtenstein verpartnern lassen.
Liechtenstein: Volk votiert für Partnerschaftsgesetz

In einer Volksabstimmung haben zwei Drittel der Liechtensteiner für die Einführung von eingetragenen Partnerschaften gestimmt.
#1 MarkusAnonym
  • 12.11.2007, 13:01h
  • Typisch katholische Bigotterie: Sich über den Islam beschweren, weil der zu sehr mit der Politik verflochten sei, aber gleichzeitig selbst versuchen, der Politik vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen habe... Schaut euch den Ochsenfrosch doch nur mal an!
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#2 FredAnonym
  • 12.11.2007, 18:58h
  • da haste nicht unrecht markus, wirkt etwas widersprüchlich. irgendwie gehen mir die kath. priester massiv auf die nüsse.
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#3 HandoAnonym
  • 12.11.2007, 19:03h
  • Wolfgang Haas wurde seinerzeit als Bischof von Chur in der Schweiz weggelobt, weil er wegen seiner reaktionären Ansichten völlig untragbar geworden war. Um ihn los zu werden, wurde extra das Bistum Liechtenstein gegründet.

    Heute verschickt er von dort erzkonservative Stellungnahmen zu allen möglichen Themen. Liechtenstein wird dadurch ein Pilgerziel für konservative und reaktionäre Katholiken aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.
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#4 JanAnonym
  • 12.11.2007, 20:41h
  • Naja, in Liechtenstein brauch man ja nur ein paar Schritte
    gehen, dann ist man zum Glück schon außer Landes.
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#5 StarletAnonym
  • 17.11.2007, 10:31h
  • Bischof Haas sollte eine Stelle "Lebendiges Kirchenmuseum" übertragen bekommen. Da kann er dann zeigen, wie man früher über Schwule und Lesben gedacht hat. (Dass heute auch noch hin und wieder in der Kirche so gedacht wird, das muss man ja nicht unbedingt sagen!)
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#6 gerdAnonym
  • 19.11.2007, 14:53h
  • Auch hier wieder in Liechtenstein die unterschiedliche Haltung zwischen lutherischen/reformierten Kirchenleitungen und der katholischen Kirchenleitung gut am katholischen Erzbischof zu erkennen.

    Liechtenstein möchte nach dem erfolgreichen Referendum in der benachbarten Schweiz ebenso dieses familienrechtliche Institut einführen. Würde mich freuen, wenn sich Liechtenstein der Schweiz anschließt.
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#7 Lothar GeorgAnonym
  • 20.06.2011, 14:42h
  • Es ist doch immer das gleiche Elend mit der Katholischen Kirche , aber im Grunde gelten deren Richtlinien eigendlich nur fuer deren Mitglieder . Was ich immerwieder schreibe . Wenn dieser Bischof sich hier ueber den Islam aeussert , dann soll er doch erst mal ein Vorbild geben und sich nicht im Namen der Katholischen Kriche so versuchen sich einzumischen . Immer wollen die "Kirchen" Kontrolle ueber Sexualitaet ausueben , das geht schon seit hunderten von jahren so . Wir alle muessen unser Augenmass darauf richten : das die Kirchen nicht zuviel Eifluss erhalten .
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