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Linz (queer.de) - Die SoHo (Sozialdemokratie & Homosexualität) Oberösterreich startet eine Aufklärungskampagne gegen Homophobie unter dem Titel "Schwule Sau! - Stopp! Leben ohne Vorurteile". "Homosexuelle werden in einer Vielzahl von Bereichen diskriminiert: Schimpfwörter, Vorurteile, Abneigung, Hass, Aggression bis hin zu Gewalt. Es gibt aber auch gesetzliche Diskriminierungen," erklärt der SoHo-Landesvorsitzende Gerhard Friedinger. "Gerade Jugendliche verwenden 'schwul' als Schimpfwort und zeigen somit die gesellschaftliche Minderstellung auf."

Die Kampagne soll in der Bevölkerung ein Umdenken bewirken und zeigen, dass Homosexuelle nicht als Ungleiche abgestempelt werden wollen. Dazu werden in der zweiten Novemberhälfte Großflächenplakate in Linz, Wels und Steyr aufgestellt. (pm)



21 Kommentare

#1 dorianAnonym
  • 12.11.2007, 14:49h
  • Hä?

    Das nennt sich eine Kampagne? Wo ist die Botschaft? Was soll denn einen schwulenfeindlichen Jugendlichen ansprechen? Diese billige, Clip-Art-Figur und dieses in 5 min. angefertigte Poster ohne jeglichen informationellen und gestalterischen Wert? Da werden die noch mehr lachen.
    Ich muss lachen. Ne, mir wird eigentlich schlecht, wenn ich es mir ansehe, wie unernst mit so einem ernsten Thema hier umgegangen wird. Denken sie sich wirklich, bei so einem komplexen Thema kann man mit solchen "Aktionen" etwas positives bewirken?

    Also ich finde, man braucht wirklich mehr Aktionen in diesem Bereich, aber bitte, dann sollte man sich fragen, was man bewirken will und es dann ordentlich machen. Man kann viel mehr über schwulenfreundliche Werbung und positive Präsenz erreichen, als mit einem "Schwule Sau! STOPP!" Mit einer Drohung oder Belehrung hat man bei jugendlichen noch nie etwas sinnvolles erreicht. Ich frage mich, warum die solche Aktionen ohne Einbeziehung der Zielgruppe machen?

    Einfach inkompetent und schade, wie solche Themen behandelt werden.
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#2 Fleur-de-lysAnonym
#3 senza zuccheroAnonym
  • 12.11.2007, 20:40h
  • Lieber Dorian! Es ist immer besser, sich erst umfassend zu informieren, bevor man etwas verteufelt und abwertet, so wie du die Aktion der Österreicher. Du kannst auf "rainbow.at" in den "News" nachlesen, dass sehr wohl auf die "Zielgruppe" zugegangen wird und nicht nur irgendwo unmotiviert ein "billiges" Plakat aufgehängt wird. Nach Lektüre des Artikels kannst du ja selbst beurteilen, was jetzt inkompetenter ist: die Kampagne gegen Homophobie oder dein posting.
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#4 antosAnonym
  • 12.11.2007, 21:44h
  • Eben @ dorian:

    "Mit einer Drohung oder Belehrung hat man bei jugendlichen noch nie etwas sinnvolles erreicht. Ich frage mich, warum die solche Aktionen ohne Einbeziehung der Zielgruppe machen?"

    Nicht nur bei Jugendlichen - bei keinem Menschen ereicht man so irgendwas. Als Kommunikation ist dieses Poster der reine Schwachsinn (schade ums Geld!). Und bei dem gemalten Schwein merkt keine Sau, dass es um Menschen geht.

    Was ist das eigentlich für eine Webadresse oben auf dem Bild? Bei mir kommt da eine reichlich tote Seite.

    @ senza zucchero

    Wärst Du so nett, hier einen brauchbaren Link zu posten? Einfach die Startseite eines Homoportals zu verlinken bringts nicht so wirklich.
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#5 HampiAnonym
  • 13.11.2007, 03:05h
  • das Plakat ist missverständlich, es könnte ja auch die Aufforderung darstellen, dass Jugendliche zu einem Schwulen rufen "Schwule Sau, Stopp! Lauf ja nicht weiter und komm uns nicht zu nahe, bleib stehen!". Ausserdem gehört das nun mal zur jugendlichen Umgangssprache, wenn einem ein Typ zu nahe kommt, schwule Sau zu rufen. Schliesslich bezeichnen sich erwachsene Schwule untereinander ja selber als Klemmschwester,Husche,Tunte oder Schwuchtel, diese Worte sind nun einmal gängiger Wortschatz in der heutigen rüden Zeit, und Worte kann man nicht verbieten, manche Heten sagen ja zu ihren Frauen auch "Du geile Fotze" ohne dass das gleich als Beleidigung angesehen wird. Offenbar sind Schwule einfach aufgrund ihrem Naturell viel empfindsamer und empfindlicher als Heten, viel zu dünnhäutig als ein abgestumpfter "echter Heten-Kerl", was auch die höhere Selbstmordrate unter Schwulen erklären würde. Abgestumpfte Kerle mit Elefantenhaut bringen sich nicht um, feingliedrige und empfindsame schwule Seelen dagegen schon, ist nun mal halt so.
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#6 DanielAnonym
  • 13.11.2007, 08:04h
  • Ich finde dass Plakat fördert eher jemanden "Schwule Sau" zu nennen. Die Aktion muesste sofort abgebrochen werden.
    Die Leute, die dieses Plakat entworfen haben muessten sich mal richtig beraten lassen.
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#7 DragonWarriorAnonym
  • 13.11.2007, 08:20h
  • @ hampi

    zahlen der WHO zum thema:

    von den 11.163 selbstmorden, die 2002 in der bundesrepublik registriert wurden, wurdem 8.106 von männern begangen, 3.057 von frauen.
    da in schweizer bergtälern alles komplett anders sein könnte, hab ich nochmal weitergesucht, zum vergleich...
    1996 betrug die selbstmordrate in der schweiz pro 100.000 einwohner 29,2 männer und 11,6 frauen
    1998 betrug sie in der bundesrepublik pro 100.000 einwohner 21,5 männer und 7,3 frauen...

    es ist ein alter hut, hampi, dass dieses ach so starke geschlecht psychisch gesehen das schwächere ist... und einer vielleicht sogar vorhandenen höheren empfindsamkeit (von der ich in der szene oftmals so reinweg garnichts merke) steht auf der anderen seite eine gegenüber dem weiblichen geschlecht drastisch reduzierte fähigkeit gegenüber, mit gefühlen umzugehen... (das war schon in den 80ern thema, während ich sozialpädagogik und sozialarbeit studierte)...

    was glaubst du, woran es zum beispiel liegt, dass es fasst immer die väter sind, die ihre familien auslöschen, oder es überwiegend männer sind, die männer, die ihre partnerinnen killen, wenn die sie sich trennen will??

    die klassischen rollenmuster, in denen sie verhaftet sind, können sie nicht erfüllen... dann lieber selbstmord, oder eben familiendrama

    frauen sind übrigens auch schmerzunempfindlicher als männer...

    klar, die selbstmordrate bei homosexuellen (also auch lesbischen) jugendlichen ist höher (und das obwohl lesben nach deiner meinung nach bestimmt alle baggerfahrerinnen sein dürften), als bei heteros...
    aber das hat mit der mangelnden unterstützung zu tun, die sie während der pubertät erfahren... und es hat was zu tun mit der homophobie in schulen (übrigens, auch die ist ein zeichen von schwäche: homophobie ist nichts weiter als die aus angst vor dem anderssein des homosexuellen gegenübers erzeugte entstehende abneigung.)
    so arbeite ich auch mit den jungs, wenn ich in schulen unterrichte: ich leg die wurzel dieser reaktion offen, wenn sie mir begegnet... und das durchaus im offenen konflikt mit dem schüler, den es betrifft...

    "schwule sau"... die jungs fangen damit schon in der grundschule an... (und ich muss sascha, der oft zu diesem thema postet, recht geben, dass da noch viel getan werden muss) ohne zu wissen, was das wort bedeutet... irgendwann wird es aber zur formel für "schlecht, blöd, dreckig und eben homosexuell"

    und da geh ich heftig gegen an, wenn ein schüler einen anderen so angeht. ich hatte die situation neulich: meine reaktion war folgende: "hab ich hier eben "schwule sau" gehört?" ich schau ihn direkt an... er lügt "ich hab's nicht gesagt..." ich schau meinen kollegen an, der die unterrichtseinheit zum thema HIV mitgestaltet hat, der nickt... "mein kollege hat's auch gehört... (pause) du kannst von glück sagen, dass das hier ein pädagogischer kontext ist und ich an und für sich gute laune habe... wär dir das in der u-bahn passiert und ich hätte einen schlechten tag hättest du ein fettes problem."
    ich weiß, ich weiß, harter tobak... aber: daraus hab ich dann ne ganze stunde mit den kids über RESPEKT gearbeitet, den man nur erwarten kann, wenn man ihn auch zeigt, und über die FREIHEIT, die es bedeutet, seinen eigenen weg und seiner eigenen stimme zu folgen. auch wenn es am anfang schwieriger sein mag, es ist leichter als die aufrechterhaltung der ganzen lügengeschichten (über frauen und erotische heldentaten) die sie sich sonst um die ohren hauen...

    in der selben stunde kam dann von einem der mitschüler die frage, ob es nicht verdammt schwierig sei, erstmal so keine vorbilder und rolemodells zu haben (weil alle filme, bücher, werbung heterosexuell ausgerichtet sind)...
    und ich denke, da haben die kids anscheinend echt was begriffen (ich werde übrigens von der schule wieder gebucht):
    erstens: nicht alle schwulen sind opfer, sondern sie können sich wehren.
    zweitens: durch das blöde homophobe gequatsche und die kritiklose übername des testosterongeschwängerten heteros (den du so hoch hältst) als role-modell bechneided man als hetero auch seine eigenen freiheiten...

    und was den internen gebrauch angeht... wenn mich jemand "geile drecksau " nennt im bett, zur passenden zeit am passenden ort, dann ist das eine sache, aber selbst meinem verwaltungsleiter hab ich konsequenzen angedroht, als er verächtlich von freddie mercury als "aidskranker schwuchtel" sprach...
    hätte ich zeugen gehabt, hätte ich nicht nur gedroht..

    danach war er aber auch so vorsichtiger...

    naja, das ist wahrscheinlich aber alles viel zu komplex, dir jetzt die situationsabhängigkeit bestimmter floskeln und ihrer bedeutung zu erlauben...
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#8 KonstantinEhemaliges Profil
  • 13.11.2007, 08:33h
  • @ Hampi: Hä? Du sollst doch nicht immer so viel Alkohol trinken und dann hier im Forum schreiben. Das hat deine alte homophobe Mutter dir doch sicher beigebracht. Wie nennt DIE DICH eigentlich? (Du dumme Hampi-Schwuchtelsau?). Schlaf erstmal dein Delirium aus und dann fang nochmal von vorne an, ok?
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#9 DragonWarriorAnonym
  • 13.11.2007, 09:54h
  • zu meinem letzten posting

    sorry, das letzte wort muss natürlich "erläutern" heißen...
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#10 JohnathanAnonym
  • 13.11.2007, 12:33h
  • Ich bin es einfach leid, daß alle möglichen Kampagnen immer Schwule als Opfer zeigen und um Verständnis werben.
    Ich bin kein Opfer. Um Toleranz bitte ich nicht: die erwarte ich und fordere sie ein.
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