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Fader Beigeschmack beim fröhlichen Singsang des Außenministers mit Berliner Rapper Muhabbet: Der soll Islamist sein und rappt gegen Schwule.

Von Dennis Klein

Es waren Bilder, wie sie sich das freundliche, weltoffene Deutschland wünschte: Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und sein französischer Amtskollege Bernard Kouchner (parteilos) boten mit dem Rapper Muhabbet am Wochenende ein harmloses Ständchen für die Fernsehkameras dar. Jetzt werden allerdings Zweifel laut, ob der Berliner Musiker ein so guter Ansprechpartner für das Auswärtige Amt ist. Er stehe Islamisten nahe und heiße den Mord am niederländischen Filmemacher und Islamkritiker Theo van Gogh gut, berichtet eine Insiderin; außerdem hat er bereits mindestens an einem homophoben Lied mitgewirkt. Im Song "Im Westen" stellt der "Botschafter für Toleranz" gemeinsam mit seinem Bruder und einen anderen Musiker klar, dass er seine Geburtsstadt Köln insbesondere wegen der Schwulen hasst. Den Song ist bislang nicht auf einer CD veröffentlicht worden. Er kann aber massenweise aus dem Internet heruntergeladen werden.

"Faggots schwuchteln euren Kopf leer"

"Diese Stadt ist voller Schwuchteln und Schlampen / oberflächlicher Ottos und richtig linken Ratten / Kommst du in diese Stadt findest du Menschen dieser Arten", erklären Muhabbet und Bruder $iki PA! (bürgerlich Murat und Levent Ersen) in ihrem Lied und warnen: "Hier gibt es hunderttausend und noch mehr Opfer / Fickfressen, Faggots ("Schwuchteln", amerikanischer Slang, Red.) [und] Bitches schwuchteln euren Kopf leer". "Mann, Faggots überall", stöhnen die Brüder, wenn sie an CSD, Karneval und Popkomm denken – das Musikfestival Popkomm ist allerdings mittlerweile nach Berlin abgewandert, in die neue Heimatstadt Muhabbets.

Auch eine Gewaltandrohung ist in dem Lied enthalten: "Denn ich weiß, der Hund, der bellt, ist der Hund, der niemals beißt / Ich bin der, der schweigt und dir das Messer zeigt / nachdem ich zugestochen habe, warne dich: geh nicht zu weit! / Kill dich, denn für Fotzengelaber hab ich keine Zeit / In der Hauptstadt der Schwulen, dem deutschen Hollywood / Lebt jeder nach dem Trend der Medien und Clubs".

Die Filmemacherin Esther Schapira erklärte sogar, Muhabbet sei der Mord an Theo van Gogh nicht weit genug gegangen. Der Niederländer war 2004 auf offener Straße von einem Islamisten ermordet worden, weil er islamkritische Filme gedreht hatte. Schapira berichtete in der ARD, dass der Rapper auf Kollegen zugegangen sei und gesagt habe, van Gogh hätte "Glück gehabt, dass er so schnell gestorben ist". Hätte der 23-jährige Rapper den Filmemacher in die Hände gekriegt, hätte er ihn erst im Keller eingesperrt, um ihn zu foltern. In der Öffentlichkeit bestreitet Muhabbet die Darstellung Schapiras.

Außenminister Steinmeier steht nach wie vor hinter den Sänger, der seit vergangenem Jahr gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt für deutsch-türkische Verständigung wirbt. Er habe keine Anhaltspunkte darauf, dass Muhabbet ein Islamist sei, erklärte Steinmeier im ARD-Morgenmagazin. "Er hat sich immer gegen Gewalt ausgesprochen und für Integration, für deutsch-türkische Zusammenarbeit", so Steinmeier.

15. November 2007



45 Kommentare

#1 SvenAnonym
  • 15.11.2007, 11:08h
  • Herr Steinmeier, wie können Sie nur?
    Machen Sie mal Ihre Hausaufgaben und informieren Sie sich mal vorher über die Menschen, mit denen Sie öffentlich einen Schulterschluss wagen!
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#2 StefanoAnonym
  • 15.11.2007, 11:15h
  • die aktion an sich - singende politiker - ist peinlich genug (aua); dass sich dieser muhabbet jetzt noch als islamist herausstellen könnte, passt da nur. peinlich, peinlich. politiker sollen politik machen und nicht singen. ich wiederhole mich gerne:

    AUA.
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#3 alexMucAnonym
  • 15.11.2007, 11:18h
  • Ich dachte schon den gibts nicht mehr. Die Aussenpolitik, in den letzten Monaten, macht ja nur noch seine Chefin.
    Naja, ein Grund mehr, seine Partei nicht mehr zu wählen....
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#4 martinAnonym
#5 GeorgAnonym
#6 FredAnonym
  • 15.11.2007, 13:00h
  • dank an die redaktion für das schnelle einstellen!
    habe die nachricht auch noch anderen stellen mitgeteilt inklusive der bundesregierung.
    mal sehen, ob andere medien die in einigen tagen auch thematisieren.
    auch dank, an die seite PI.

    www.politicallyincorrect.de/2007/11/muhabbet-der-mit-den-woe
    lfen-tanzt/


    durch diese seite der stein ins rollen gebracht worden ist.

    schlimmer als den lietext finde ich dir rechtfertigung von theo van gogh und die tötungsabschicht an ali hirsi.

    scheint wohl in der bevölkerungsgruppe leider kein einzelfall zu sein.

    interessant ist aber,dass uns dies als gelungene integration verkauft wird.
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#7 wolfAnonym
  • 15.11.2007, 13:12h
  • ich denke wir berliner, können auf solche heimatlosen locker verzichten, wir haben genügend fallobst aus eigener produktion !
    vermutlich hat er in köln mit der falschen fraktion gekungelt, das funktioniert da nicht, da ist man ganz schnell weg vom fenster, denn köln ist ein dorf, wo jeder jeden kennt in der branche !
    leider ist er kein einzelfall und es hat sich immer herausgestellt, dass die dicke kohle der antrieb war und nicht die selbstgebastelten überzeugungen. das einzige was hilft, wegloben und todschweigen !
    wird ja auch langweilig, der ewige, angebliche religiöse hintergrund, die bubis kennen weder den koran noch die bibel richtig, aber diese "mode" bringt kohle und popularität, leider.
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#8 leftqueersAnonym
  • 15.11.2007, 13:46h
  • @Redaktion: Gut, das Ihr dieses Mal den Klarnamen der "Künstler" mit dazu geschrieben habt.

    Das vereinfacht die Erstattung einer Strafanzeige, u.a. wegen Volksverhetzung.
    Wer auch noch dies tun möchte, hier die URL:
    www.berlin.de/polizei/internetwache/strafanz1.php

    @Fred: Ob das was bringt, an die Bundesregierung per Mail zu schreiben, wird sich zeigen. Denn, so wie es aussieht, ist es der Regierung doch eh scheißegal, was das Volk sagt..

    Brauchst Dir doch nur deren krankes Verhalten in Sachen Mindestlohn, Bundesmacht-Einsatz in afghanistan & Geschwindigkeitsbegrenzungen anzusehen, ganz zu schweigen von der Diätenerhöhung.

    Wahrscheinlich wird Deine Mail nach Schlagwörtern gefiltert und landet umgehend im Spam.
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#9 ÜwchenAnonym
  • 15.11.2007, 15:30h
  • Ohne irgendetwas relativieren zu wollen. Dieses Lied scheint doch schon sehr alt zu sein seit wann ist die Popkomm nicht mehr in Köln? 2001? 2002? Also mindestens 5-6 Jahre. Kann es eventuell nicht sein das er sich mittlerweile geändert hat? Oder das es einfach eine Jugendsünde war? Wir wissen doch alle das in der Rap Szene Schwulenbashing IN ist. Kann es nicht sein das er einfach nur auf der Welle mitschwimmen wollte und es nun bereut? Er hat das Lied ja schliesslich niemals veröffentlicht. Meine Güte ich habe als Kind und teilweise sogar als Jugendlicher noch Schwul,Schwuchtel und noch so manch anderes für Schwule abwertende als Schimpfwort benutzt bin ich dadurch jetzt auch gebrandmarkt bis in alle ewigkeit?

    Zu den vorwürfen mit diesem van Gogh will und kann ich nix sagen da ich nicht weiß ob es stimmt oder nicht. Soviel nur meine eigene Meinung dazu. Van Gogh wurde ermordet und er hat es nicht verdient. Mag sein das er manche bis aufs Blut gereizt und absichtlich provoziert hat aber niemand hat das Recht jemandem das Leben zu nehmen nur weil ihm nicht passt was dieser sagt. Ob es nun wahrheit ist oder lüge ist absolut belanglos.
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#10 NorbertAnonym
  • 15.11.2007, 16:05h
  • Nach langem Suchen im Internet habe ich das Lied gefunden. Es ist schon älter und aus der Zeit, als die Brüder als "Kanaken-Kollabo" im Heimstudio Lieder von sich und anderen mischten. Man kann es hier downloaden:

    k-kollabo.com/

    Ich bin nicht sicher, ob es sich bei der Stimme um Muhabbet handelt.
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