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Seattle (queer.de) - Glamazonia war sieben Jahre lang Moderatorin einer Bingo-Benefizveranstaltung für die Aids-Hilfe in Seattle – jetzt wurde sie gefeuert, weil sie als Travestie-Künstlerin nicht politisch korrekt sei. Die Lifelong Aids Alliance argumentiert, dass Drag Queens wie Glamazonia nicht den "Richtlinien zur sexuellen Belästigung" entspreche.

Aids-Hilfe verlangt züchtige Kleidung und Sprache

Zunächst wollte die Aids-Hilfe den Lokal-Star zensieren: "Sie legten mir zunächst einen Vertrag vor, der besagte, dass ich keine sexuellen Andeutungen machen dürfe", erklärte Glamazonia alias Thom Hubert. "Im Vertrag standen absurde Dinge, wie ‚der Moderator darf nicht mit den Gästen flirten und keine zu offenen Kleider tragen’". Zudem gab es ein vertragliches Verbot der Wörter "Fuck" und "Cunt" ("Fotze"). "Ich benutze das Wort ‚Fotze’ nicht in meiner Performance. Und ‚fuck’ ist so ein Alltagswort, gerade für eine Drag Queen. Dann dürfte ich vor dem erwachsenen Publikum nicht einmal mehr ‚fanfuckingtastic’ (etwa: ‚na toll’) sagen." Die Aids-Hilfe argumentiert, Sponsoren hätten sich wegen "Four-Letter-Words" beschwert.

Der Performer machte sich Sorgen, dass er wegen einer Kleinigkeit aufgrund von Vertragsbruch verklagt werden könne. Als er mit den Veranstaltern reden wollte, feuerten diese ihn einfach. Auf ihrer Homepage wird Glamazonia nun mit Solidaritätsbekundungen überschüttet. Mit dieser Aktion habe die Aids-Hilfe erreicht, dass bei der nächsten Benefizveranstaltung die Spenden steil nach unten gehen werden, kommentiert die Drag Queen bitter. (dk)



#1 PeterAnonym
  • 20.11.2007, 04:20h
  • Amerika, du hast es besser!

    "Richtlinien zur sexuellen Belästigung" hätte ich jedoch eher von der deutschen Juristerei erwartet.

    Na ja, da sowieso jeder gebildete Mensch in den USA weiß, dass HIV eine Strafe Gottes ist und niemals nie nicht durch Poppen übertragen wird, sind sexuelle Anspielungen selbstmurmelnd völlig fehl am Platze.

    Kopfschüttelnd,
    Peter
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