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Düsseldorf In Düsseldorf hat ein 57-jähriger Frührentner einen Prozess gegen das Ordnungsamt verloren. Ein Beamter hatte ihn im letzten Jahr zweimal beim Sex auf einer öffentlichen Toilette erwischt und ihm Bußgelder von insgesamt 750 Euro auferlegt, da er eine "grob ungehörige Handlung" nach Paragraf 118 des Ordnungswidrigkeitengesetzes verübt habe.

Der Mann, der zur Mittagszeit in den Klappen am Kirchplatz und Jan-Wellem-Platz mit ebenfalls älteren Männern erwischt worden war, erhob dagegen Einspruch und stritt die Taten ab. Auch ein erwischter Sexualpartner, ein als Zeuge geladener Achtzigjähriger, stritt die Tat unter Hinweis auf seine Prostata ab, berichtet die "Rheinische Post".

Der Richter hielt die Handlungen jedoch für erwiesen und wies den Einspruch ab. Laut einem Bericht der "Rheinischen Post" (RP) habe fast jeder der im letzten Jahr bei Kontrollen in öffentlichen Toiletten rund 90 erwischten Männer das Bußgeld bezahlt, das Amt führe mittlerweile nur noch Stichproben durch.

Damals hatte das wissenschaftlich-humanitäre komitee (whk) auf die Aktionen des Ordnungsamt hingewiesen und Düsseldorf als "schwulenfeindlichste Stadt" Deutschlands gebrandmarkt. Die "Rheinische Post" stellte sich in ihrem über den Rentner amüsierenden Bericht freilich auf die Seite des Amtes. Eltern hätten sich an das Amt gewandt, da die Toiletten in der Nähe von Kinderspielplätzen lägen. "Da war viel mehr los, als wir vermutet haben", zitiert die RP Ordnungsamtschef Wolfgang Tolkmitt. Gegen die "Schmuddelzustände" habe das "erfolgreiche Konzept" des Amtes geholfen, urteilt die RP. Tolkmitt: "Es ist besser geworden."

Zuvor war die Stadt Düsseldorf bereits durch die Abholzung von Wäldern im beliebten Cruisinggebiet Hofgarten bekannt geworden. Das Ordnungsamt ging zudem vor zwei Jahren mit Knöllchen gegen vorrangig schwule Naktbadende am beliebten Treffpunkt Angermunder Baggerloch vor - angeblich aufgrund von Anwohnerbeschwerden und einer Bitte vom Flughafen, da "aufgeschreckte Vögel" in Panik in Flugzeuge fliegen könnten.

Für diesen Sommer planen die örtlichen Schwulen und Lesben ihren ersten CSD - ein Protest rechtzeitig vor der Kommunalwahl. Der amtierende CDU-Oberbürgermeister Joachim Erwin (Bild) hatte das Vorgehen in Angermund verteidigt und dabei gesagt, Schwule sollten sich "nach Berlin verlegen". (nb)



22 Kommentare

#1 Frank LaubenburgAnonym
  • 24.03.2004, 16:22h
  • Weder in der Nähe des Kirchplatzes noch in der Nähe des Jan-Wellem-Platzes befinden sich die vom Ordnungsamtsleiter der Stadt Düsseldorf erwähnten Kinderspielplätze. Herr Tolkmitt konstruiert sich schlichtweg die alte Gleichung von den Schwulen als Kinderschänder zusammen.
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#2 ArndtAnonym
#3 Bernd GünterAnonym
  • 24.03.2004, 17:24h
  • Ja ,Ja so sind sie die Christen (nicht alle!!!!)
    Hoffentlich kommt dieser OB NIE nach Berlin wird Zeit das es eine eigene
    Schwulenpartei gibt !
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#4 wolfAnonym
  • 24.03.2004, 19:21h
  • hallo,
    liegt Düsseldorf in Oregon ?
    Wenn nein, dann sollte man es dorthin verlegen, schließlich ist dieser OB von der Bevölkerung gewählt worden und könnte
    dort den rheinischen Frohsinn in Schwung bringen mit seinem christlichen Denken.
    Düsseldorf Helau und nur kein Neid ,
    Wowi ist nicht der Weisheit letzter Schluss,
    wollte er aber auch nie sein !
    Und wie man hört ist die Kö auch nicht mehr das was sie mal war. Selbst D´dorf
    hat wirtschaftliche Probleme und es sei ihnen gegönnt, damit sie mal aufwachen.

    Tschüß!
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#5 OzzAnonym
  • 24.03.2004, 19:30h
  • Ich war am 23.03. auf den besagten Klappen *g*.
    Erst auf dem K.Pl. . Plötzlich kamen zwei Kerle rein und stürmten gleich auf die Klappen( waren aber leer). Die paar Hanseln, die an der Pissrinne standen sind dann alle gleich raus, auch ich. Draußen standen dann auch noch Zwei mit einem Micro und einer großen Kamara. Ich dachte erst, ups was issen jetzt, drehn die nen Porno oder so. Ich kannte das ja nicht, bin nicht aus Dus. Am G.A.Platz dann das gleiche. Ich stand gerade an der Pissrinne als die Kerle runter gekommen sind. Einer ist gleich zu mir gekommen und hat mir gleich auf die Hose geschaut, hatt aber meinen Landen gerade geschlossen. Ich bin dann die Treppe rauf und wurde wieder geflimmt, aber nur von hinten.
    War das nun das Ordnungsamt oder was war dort los??
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#6 Markus KrajncAnonym
  • 25.03.2004, 08:34h
  • Ich kann dieses ständige auf die Tränendrüse drückende typisch schwule Selbstmitleid von angeblicher Diskriminierung nicht mehr länger ertragen.
    Ich bin zwar auch kein Freund der Politik unseres Herrn OB, aber wo er recht hat da hat er recht. Eine öffentliche Toilette dient nunmal der Befriedigung der Notdurft, wie es so schön heißt, und nicht dem Zwecke dort Geschlechtsverkehr auszuüben. Letzteres stellt nunmal die Erregung eines öffentlichen Ärgerniss da, was meiner Meinung nach völlig zu recht geahndet wird. Im übrigen, wäre hier ein heterosexuelles Pärchen erwischt und bestraft worden, niemand wäre auf die Idee gekommen dies anzuprangern, oder gar Düsseldorf als heterosexuellenfeindlich zu bezeichnen. Den Menschen unterscheidet es nunmal vom Tier - oder sollte es zumindest - daß er Geschlechtsverkehr nicht auf offener Straße nachkommt.
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#7 KurtAnonym
  • 25.03.2004, 12:11h
  • Hallo Markus. Ganz so einfach ist es nicht. In einer öffentlichen Toilette hinter geschlossenen Türen Sex zu haben ist was anderes als mitten aufm Kinderspielplatz. Anders als bei Exhibitionisten geht es den Herren auch nicht um die ungewollte Erregung anderer sondern um gewollten Sex zwischen mehreren Personen. Es gibt schönere Orte, ich selber praktiziere dies auch nicht, habe aber durchaus Verständnis für Klappengänger und Cruiser. Es handelt sich bei vielen um Klemmschwule und sogar Ehemänner, die halt nur diesen anonymen Sex wollen und sich anderes nicht trauen. In diesem Fall ist auch eindeutig von Diskriminierung zu sprechen, weil speziell diese Gruppe für die Repression ausgesucht wurde und der OB dies auch so ankündigte. Der Vergleich mit heterosexuellem, öffentlichem Sex schägt auch daher fehl. Im Übrigen ist selbst die Polizei (fast überall) der Meinung, solche Cruisingplätze seien zu akzeptieren - sie haben dafür unter anderem extra Notrufsäulen angebracht, auch im Düsseldorfer Hofgarten, und sich auch gelegentlich mit einem Aufklärungswagen mobil vor Ort.
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#8 Markus KrajncAnonym
  • 26.03.2004, 14:46h
  • Kurt, sicherlich gibt es zwischen Sex in einer Klappe oder auf einem Kinderspielplatz gewisse Unterschiede. Und sicherlich ist unser hiesiger "Volksverteter" ein Mensch mit einer sehr zynischen und menschenverachtenden Betrachtungsweise gegenüber Randgruppen. Er geht ja auch gegen Drogensüchtige und Obdachlose rigoros und teils ohne jegliche rechtliche Handhabe vor. Er gilt auch bei seinen eigenen Parteifreunden als Rechtsaußen und er ist dort nicht unumstritten. Und ich bin auch der erste Düsseldorfer, der bei seiner Wahlniederlage im September ein Fass aufmacht.

    Was hier jedoch angeprangert wird, hat absolut nichts mit Schwulendiskriminierung zu tun. Es sind nunmal zufällig 2 Schwule vom Ordnungsamt beim Sex in einer Klappe erwischt worden. Sexuelle Handlungen - egal ob hetero, schwul oder lesbisch - sind nunmal auf öffentlichen Toiletten in diesem Lande (zum Glück) verboten. Und dementsprechend wurden die dabei Erwischten mit einer Geldbuße belangt.

    Düsseldorf jetzt als besonders schwulenfeindlich dar zu stellen ist einfach Blödsinn. Ein solches Ereignis passiert tagtäglich in jeder anderen deutschen Großstadt ebenfalls, ohne daß sich da ein schwules Mainstreamblättchen aufregt und einen riesen Artikel verfasst.

    Nebenbei, man unterstellt mir zwar immer ich sei altmodisch. Aber ehrlich gesagt bin ich froh, daß ich mich sexuell von Tieren unterscheide und es bei mir zum Sex schon bedeutend mehr bedarf als nur Geilheit. Von mir aus könnten alle Klappen und Darkrooms in diesem Lande geschlossen werden. Ich würde darunter nicht leiden.
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#9 Gay-KratzbürsteAnonym
  • 29.03.2004, 08:24h
  • Also ich bin bekannt dafür das meine Kommentare zu krass sind. Will keinen pers. angreifen sondern nur meine Meinung sagen. Klappen sind Filzlaus und Dripperzuchtanstalten. Wer zwischen stinkenden Exkrementen und Urin auch noch Sex macht, der verdient es nicht anders. Der selbstbewußte Schwule der Neuzeit, praktiziert solche auf die Öffentlichkeit negativ wirkende Abartigkeiten nicht mehr. Es gibt genügend andere Möglichkeiten seinen Samenstau los zu werden. Dabei fällt mir immer der Spruch ein "Die Klappe ist wie MC Donads - Jeder kennt`s, doch keiner war drin".
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#10 düsselbear *wütend*Anonym
  • 30.03.2004, 01:24h
  • hi markus Krajnc !
    ich muss schon sagen das du verdammt egoistisch bist nur weil du keinen sex mehr hast sollen andere auch keinen mehr haben ? also ich bin auch kein klappengänger habs aber mal versucht und fand das da alles sehr dezent abgegangen ist und das die kerle immer geguckt haben das sie keinen stören !
    und das du direkt alle darkrooms schliessen willst mal ehrlich wer wird da gestört ???
    dein beitrag hat mich richtig sauer gemacht ! denn:
    1. woher nimmst du dir das recht hier etwas zuschreiben ? du klingst für mich nähmlich mehr wie eine hete !!!
    2. ist mir nicht klar wie ein schwuler einen NAZI (und das der OB einer ist hat er auch in anderer form schon bewiesen !)in schutz nehmen kann !!!
    3. düsseldorf als schwulenfeindlich darzustellen ist einfacher als du denkst !
    denn auch wenn es mir als düsseldorfer schwer fällt schau dir köln an dann weisst du was ich meine !
    so das sollte reichen !
    tschüss
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