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Es ist wohl eine der kürzesten und unumstrittensten Begründungen für die Verleihung unserer Homo-Gurke: das Direktorium des Aachener Karlspreises hat am heutigen 24. März dem Papst den ersten außerordentlichen Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen überreicht.

Mit der Verleihung des Sonderpreises soll die Bedeutung des Kirchenoberhaupts "für den europäischen Integrationsprozess sowie sein Bemühen um Frieden und Menschenrechte gewürdigt werden". Die Begründung sagt auch, "seine Heiligkeit" lebe "den Menschen auf der ganzen Welt in herausgehobener und vorbildlicher Weise die europäischen Werte vor, insbesondere den Respekt vor der Würde und der Freiheit des Menschen, die Gleichheit, die Solidarität und die Mitmenschlichkeit. Er repräsentiert wie kein anderer die Unantastbarkeit der Menschenrechte und des Friedens."

Von dem Bemühen um Würde, Frieden, Menschenrechte und Menschlichkeit ist jedoch nichts zu spüren, sobald es um Homosexualität gilt. Hier wettert der Papst auch heute noch regelmäßig und lässt erahnen, wie sich früher Mittelalter anfühlte. Auch angesichts der Tatsache, dass der Papst durch sein striktes Nein zu Kondomen Hunderttausende, wenn nicht Millionen Gläubige sprichwörtlich auf dem Gewissen hat, ist diese Verleihung nicht nachzuvollziehen und mit einer Gurke zu beantworten. (nb)



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#1 WolfAnonym
  • 25.03.2004, 09:29h
  • Hallo,
    also sind Schwule keine Menschen.
    Aber es ist in Ordnung, dass die gleiche Kirche Wirtschaftsexperten ausbildet (Jesuiten) und mit der Mafia kungelt.
    Auf der anderen Seite werden aus wirtschaftlicher Not Kirchen verkauft.
    Es ist ohnehin schwer zu verstehen wieso Schwule in der CDU sein können oder nicht aus dieser sogenannten Kirche austreten.
    Es ist die gleiche Doppelmoral die uns in den USA vorgelebt wird.
    Jeder der glaubt eine Verantwortung für sich und seine Umwelt zu tragen, hat die verdammte Verpflichtung auch die Konsequenzen zu ziehen.

    Grüsse
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#2 gerdAnonym
  • 25.03.2004, 16:02h
  • Der Papst...

    Die Homogurke hat er verdient...ja, das stimmt, soweit es die Frage der Homosexualität angeht.

    Aber bitteschön im Laufe meines Lebens habe ich gelernt, das ein Mensch verschiedene Seiten seines Denkens und Handelns hat.

    Es gibt durchaus Menschen, über die ich mich schwer ärgern kann, wenn es um ein bestimmtes Thema geht, aber die mir dennoch sehr lieb sind (das fängt schon beim eigenen Brunder an).

    So und dies gilt in abgewandelter Form auch für den Papst. In Fragen der Homosexualität- überhaupt in Sexualfragen ist er katastrophal und tritt die Menschenrechte mit Füssen.

    Dennoch hat er auch andere Seiten seines Denkens und Handelns. Seine Friedensbemühungen sind anerkennungswürdig. Im Vergleich zum Islam der letzten 30 Jahre, in dem sich viele radikale geistige Führer wiederfinden, hat er als geistiger Führer keine Radikalisierung des katholischen Glaubens betrieben. Seine Friedensbemühungen sind anerkennungswürdig und dies gilt auch für sein Zugehen auf andere Religionen.

    Dies sollte bei der Beurteilung der Person des Papstes nicht ganz vergessen werden

    Nichtsdestotrotz bleibt die Homogurke gerechtfertigt, da er und die katholische Kirchenleitung eines der größten Hindernisse für die Anerkennung homosexueller Paare ist.
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#3 HarryAnonym
  • 31.03.2004, 17:17h
  • Also was das Thema Homesualität und Kirche angeht kann ich die Verleihung der Gurke ja verstehen, aber erlaubt mir eine kleine Kritik:
    Immer nur auf dem Papast rumhämmern ist zwar einfach aber meiner Meinung nach mittlerweile langweilig. Da gibt es viel bessere "Feindbilder".
    Wer sich ein bißchen mit Geschichte befaßt (ja, auch die Geschichte der kath. Kirche ist interessant), der weiß, was dieser Mann so alles geleistet hat. Auch wenn man es in Zeitungen wie der BILD et... nicht direkt erkennt.
    Sorry, aber ich habe, mal abgesehen von manch mittelalterlichen Vorstellungen, echten Respekt vor dem Mann bekommen.

    Ich bin übrigens heterosexuell, katholisch und lese Queer fast täglich wegen der interessanten News.
    Ich hoffe das tut meinem Gesagten jetzt keinen Abbruch :-)
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#4 TobiAnonym
  • 23.07.2004, 17:49h
  • Das Karlspreisdirektorium besteht aus den konservativsten Aachenern - solche Entscheidungen sollten also niemanden wundern. So manche Entscheidung des Karlspreisdirektoriums wurde in Aachen schon sehr negativ aufgenommen.
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