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Die USA haben angekündigt, das Einreiseverbot von HIV-Positiven aufzuheben - aber Schikanen bleiben.

Von Dennis Klein

Wenn US-Zöllner im Gepäck eines Touristen HIV-Medikamente finden, können die Betroffenen derzeit gleich den Rückflug buchen. Denn seit mittlerweile zwei Jahrzehnten verweigert das Land der unbegrenzten Möglichkeiten pauschal HIV-Positiven die Einreise. Damit könnte jetzt Schluss sein: Denn das amerikanische Heimatschutzministerium hat angekündigt, die Einreisebeschränkungen für Infizierte zu lockern.

Allerdings gibt es mehr als nur einen Haken: Homo-, Aids- und Immigranten-Gruppen kritisieren, dass die nach wie vor bestehenden Beschränkungen diskriminierend seien. Zum einen sollen HIV-Positive künftig nur auf Antrag ein Visum für maximal 30 Tage erhalten. Touristen aus Europa bekommen allerdings gewöhnlich ein 90-Tage-Visum bei der Ankunft in den USA.

HIV-Positive dürfen sich nicht "risikoreich" verhalten

Zudem müssen HIV-Positive beweisen, dass sie genug Medikamente für den gesamten Aufenthalt mitführen und dass ihre Krankenversicherung sämtliche Auslagen bei medizinischen Notfällen trägt. Außerdem müssen sie erklären, dass sie kein Verhalten an den Tag legen würden, das "risikoreich für die amerikanische Öffentlichkeit" ist.

"Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Ausbruch der Epidemie brandmarken die Vereinigten Staaten Menschen mit HIV und behandeln die Krankheit nicht wie jedes andere Virus", erklärte Victoria Neilson von Immigration Equality. "So hohe Hürden für Reisende zu schaffen schützt die amerikanische Öffentlichkeit nicht vor HIV." Sie kritisiert auch, dass nach den geplanten Richtlinien der Aufenthaltsstatus von HIV-Positiven nicht geändert werden können. Dadurch könnten positive Asylbewerber jahrelang in einem unklaren Aufenthaltsstatus bleiben und hätten keine Ansprüche auf staatliche Sozialleistungen.

Einreiseverbot besteht seit 1987

Die USA haben 1987 in einer Welle der Aids-Hysterie HIV-positiven Ausländern die Einreise komplett verboten. Dadurch konnten keine Aids-Konferenzen und nur bedingt internationale Homo-Konferenzen in den USA abgehalten werden. Im vergangenen Jahr setzte die Regierung anlässlich der Gay Games in Chicago das Einreiseverbot kurzfristig aus (queer.de berichtete). Trotzdem bevorzugten die meisten europäischen Sportler die parallel stattfindenen Outgames im kanadischen Montréal.

Neben den USA verbieten derzeit nur zwölf weitere Länder HIV-Positiven die Einreise. Neben mehreren Staaten im Nahen Osten gehören in Europa auch Moldawien und Russland dazu. Die Volksrepublik China hat vor einer Woche angekündigt, das Einreiseverbot zu lockern (queer.de berichtete).

Experten erwarten, dass weiterhin viele Positive ihre Aids-Medikamente in eine Aspirin-Box umfüllen, ihren Status bei der Einreise in in die Staaten verschweigen und am Zoll ihr freundlichsten Lächeln aufsetzen werden. Denn neben den Schikanen wird den meisten die Offenlegung ihrer Infektion - insbesondere an eine fremde Regierung - schwer fallen. Bislang sind die meisten an der Grenze durchgekommen. Ein Restrisiko bleibt aber bestehen, auch mit der neuen Regelung.

20. November 2007



#1 Ulli_2mecsProfil
  • 20.11.2007, 12:40hHamburg
  • manchmal frage ich mich ja, ob nicht schon selbständiges denken "risikoreich für die amerikanische bevölkerung" sein könnte ... ich jedenfalls verkneif mir auch weiterhin reisen in dieses gar nicht so freie land ...

    www.ondamaris.de
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#2 FredAnonym
  • 20.11.2007, 13:04h
  • jaja, usa ist voll "unfrei".
    kannst du ja auch so gut beurteilen, du scheinst ja oft dagewesen zu sein.
    mich hat am flughafen noch niemand gefragt ob ich hiv habe oder nicht.
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#3 Ulli_2mecsProfil
  • 20.11.2007, 14:00hHamburg
  • @ fred:
    ich wat einige maile in den usa. ich musste absurde einreiseformulare ausfüllen. ich wurde kontrolliert. freunde wurden auch aus aids-medikamente kontrolliert. ich kenne mehrere hiv-positive die an der einreise gehindert, zurück geschickt wurden - allein wegen hiv.
    soweit zur freiheit in den usa ...

    schön, wenn du andere erfahrungen gemacht hast - allein, es kann auch anderes passieren bei der einreise in die usa ...
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#4 FredAnonym
  • 20.11.2007, 14:25h
  • hm, in der tat muß man dies im einreiseformular ankreutzen bzw. wird diese frage gestellt.
    aber wer zum teufel antwortet denn bei der frage mit "ja"?
    wie will man denn dies überprüfen?
    bei mir wird imer nur der koffer gecheckt.
    einreise über detroit, weiter nach san diego.
    beim blutspenden gebe ich ja auch nicht bei der rrage: gehören sie zur einer risikogruppe(bisexuell) mit "ja" an.
    weil ich genau weiß,dass ich sauber bin^^.
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#5 HampiAnonym
  • 20.11.2007, 16:03h
  • aber es ist doch ganz klar, dass HIV-positive Patienten sehr teure Menschen sind, Aids-Medikamente kosten Unsummen von Geld, da ist es absolut logisch dass die U.S.A. das eigene Gesundheitswesen davor schützen will. Soweit ich verstanden habe, darf ja einreisen wenn er beweist dass seine eigene Krankenversicherung die Kosten der HIV-Medikation übernimmt. Diskriminierend ist es auch nicht, da die Beschränkung ja auch für heterosexuelle HIV-Kranke gilt!! Hingegen zeugt es von unglaublicher Frechheit und Arroganz wenn jemand das Gefühl hat, nun solle jeder Staat der Welt die er zu bereisen beliebt für seine sündhaft teure medizinische Behandlung aufkommen, Hauptsache man hat früher beim Ficken Spass gehabt, und nun hat's einem halt erwischt, und man macht unverfroren die hohle Hand für die lebenslange medizinische Behandlung mit Kosten von hunderttausenden von Euro pro Person, übere mehrere Jahrzehnte gerechnet, bis zum eigenen "natürlichen" Tod. Daran kann kein einziges Land Interesse haben. Natürlich müsste dies auch für stark Übergewichtige, Raucher und Säufer gelten, weshalb bei der Einreisekontrolle weitere Massnahmen durch die Zollkontrolle einzuführen wären, eine gründliche Röntgung aller Personen (damit werden auch im Arsch versteckte Drogen entdeckt sowie Lungenschäden von Raucherlungen), ein Bluttest (worin man eine Säuferleber erkennt) sowie selbstverständlich eine Gewichtskontrolle (jder muss sich auf eine Waage stellen bevor er durch den Zoll kommt), und die Feststellung vom Body Mass Index. Wenn ein BMI über 30 festgestellt wird: Zurück ins Flugzeug schaffen und retour woher die Typen gekommen sind!
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#6 SvenAnonym
  • 20.11.2007, 16:09h
  • @Fred
    Na, toll!
    Freiheit also außerhalb des Rechtssystems.
    Das macht einen freiheitlich geprägten Staat gewiss nicht aus.
    Denn dann könnte irgendjemand sagen, im Iran gibt's auch ein Dorf, wo es mal einen Schwulen gegeben haben soll, also ist das für Schwule ein freies Land.
    Wo lebst Du? (Dies bezieht sich auf Deinen geistigen Horizont)
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#7 stromboliProfil
  • 20.11.2007, 16:27hberlin
  • indem man den verabredeten datenaustausch nutzt , fragen spezifischer gruppenzuordnung stellt/ einholt .
    Bei den möglichen querverbindungen der ämter und ihre auskunftspflicht bezüglich der "heimatschutzbehörde " und sonstiger terrorabwehr in in und ausland, ist die personenbezogene datenerhebung ein klacks... gleichsam dem bekannten link's runterladen .

    Wie leicht das funktioniert zeigt :
    04.11.2007
    Aids-Hilfe warnt vor Datenspeicherung ; lustig auch die möglichkeit der datenerfassung von vorbeifahrenden autos. So wissen wir, wie rumpelstilzchen sich im wald an den gewaltbereiten mullah ran pirscht .
    bei einreise übersehen da falschen namen angegeben ... wie wir wissen : wie gut das niemand weis,das ich ....
    sauber der herr!
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#8 FredAnonym