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Wien (queer.de) - Die konservative Österreichische Volkspartei kriegt bei der Homo-Ehe offenbar kalte Füße: Justizsprecher Heribert Donnerbauer erklärte nach einer Fraktionssitzung, dass Partnerschaften nicht mit einer Zeremonie wie bei Ehe-Schließungen einhergehen soll. "Wir sehen das eher als schlichten Verwaltungsakt", so Donnerbauer gegenüber der Zeitung "Die Presse". Ferner sollten Homo-Paare nicht an allen Standesämtern heiraten dürfen, sondern maximal an einem pro Bezirk – oder an einer anderen öffentlichen Behörde.

Scharfe Kritik an dem Vorschlag kommt von Homo-Organisationen: "Lesbische und schwule Partnerschaften sind keine Hunde oder Autos, die man irgendwo schlicht an- und abmelden kann", eerklärte HOSI-Linz-Chef Gernot Wartner. "Die durch diese Äußerungen Donnerbauers zum Ausdruck gekommene Geisteshaltung der ÖVP, die nur weiter diskriminieren und an der Zurücksetzung und Ausgrenzung der lesbischen und schwulen BürgerInnen dieses Landes weiter festhalten will, ist unerträglich und nur noch dumm!".

Die Änderungsvorschläge werden nun in einer von der SPÖ/ÖVP-Koalition eingesetzten Arbeitsgruppe beraten. Sie soll noch im Dezember Ergebnisse vorlegen. Ein vorliegender Gesetzentwurf der Großen Koalition sieht vor, dass Homo-Paare im Rahmen der Eingetragenen Partnerschaften wie in Deutschland nur einen Teil der Rechte von Hetero-Paaren erhalten sollen. (dk)



#1 SvenAnonym
  • 20.11.2007, 16:05h
  • Also ich glaube nicht, das der Herr Donnerbauer uns mit Hunden oder Autos gleichsetzen will.
    Die sind in seinen Augen sicherlich mehr wert als wir.
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#2 MoritzAnonym
  • 20.11.2007, 16:47h
  • Ich glaube eher, dass der Herr Donnerbauer im ÖVP-Klub ziemliche Schwierigkeiten hat. Wer geglaubt hat, dass die gesamte ÖVP jetzt, nur weil die Perspektivengruppe das Schweizer Modell vorgeschlagen hat, in Jubelgeschrei ausbricht, ist ein Träumer. Da sind ÖVP-intern noch einige Hürden zu nehmen. Wenn ich nur an den Schüssel denke, wird mir schlecht...
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#3 wolfAnonym
  • 20.11.2007, 16:49h
  • da muss ich sven mehr als recht geben !
    leider vertritt diese dumpfbacke genau die ansichten des konservativen klüngels, dieses herrenmenschendenken.
    nach dem motto : die können froh sein, dass wir sie leben lassen, denn wenn wir das alleinige sagen hätten, sähe die sache anders aus !
    diese halbherzigen zugeständnisse sagen doch alles, da werden bagatellgesetze durchgepeitscht, aber gleiche pflichten = gleiche rechte, jahrelang auf eis gelegt. vom finanziellen aspekt garnicht zu reden.
    die absolute gleichstellung ist langfristig nicht zu verhindern, nur wer kommt dann für den bis dahin enstandenen schaden auf ?
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#4 HandoAnonym
#5 FloAnonym
  • 21.11.2007, 10:15h
  • Das ist doch jedem eh klar: jede eingetragene Partnerschaft wird immer eine Ehe 2. Klasse bleiben und diskriminierend sein. Das kann allenfalls eine vorübergehende Notlösung auf dem Weg zu echter rechtlicher Gleichstellung sein.

    Echte Gleichstellung bringt nur die Öffnung der Ehe, was ja in Belgien, den Niederlanden, Spanien und Kanada sehr gut funktioniert und für alle Seiten positiver Effekte bewirkt hat.
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