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Hamburg (queer.de) - Eine knappe Mehrheit der CDU-Mitglieder lehnt die Gleichstellung von Eingetragenen Partnerschaften mit der Ehe ab. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Hamburger Magazins "Stern". Demnach stimmen nur 45 Prozent dem Prinzip "Gleiche Rechte, gleiche Pflichten" zu, 52 Prozent lehnen das ab.

Die Basis ist der Umfrage zufolge sehr verunsichert über die Politik ihrer Partei in der Großen Koalition. 34 Prozent meinen sogar, die CDU habe "christdemokratische Prinzipien verraten", 19 Prozent denken an Parteiaustritt. Tief gespalten sind die Mitglieder in der Frage, ob Kruzifixe in der Klasse hängen sollen (49 Prozent dafür, 47 Prozent dagegen) und ob ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt werden soll (46 Prozent dafür, 50 Prozent dagegen). Einigkeit herrscht dagegen in der Abneigung hoher Management-Gehälter (86 Prozent) und in der Ablehnung eines EU-Beitritts der Türkei (90 Prozent).

92 Prozent bewerteten die Arbeit von Angela Merkel als Kanzlerin als positiv, von den anderen Spitzenpolitikern erhält Familienministerin Ursula von der Leyen die besten Werte.

Für die Umfrage wurden insgesamt 800 Parteimitglieder befragt. (dk)

Hinweis der Redaktion: Andere Medien sprechen in der Frage der Homo-Ehe teilweise von den genau umgekehrten Prozentzahlen. Diese Zahlen entstammen der ursprünglichen Pressemitteilung des "Stern", die inzwischen korrigiert wurde. Auch der Bericht auf stern.de weist (derzeit noch) im Fließtext den Zahlendreher auf, die Einzelansicht der Umfragegrafiken ist hingegen richtig.



40 Kommentare

#1 WolfAnonym
  • 21.11.2007, 17:32h
  • Hallo Allerseits,

    hier scheint ein Dreher vorzuliegen.

    " ...
    Bei vielen politischen Themen gehen erstaunlich tiefe Risse durch die Partei. Bei der Frage, ob in jedem Klassenzimmer ein Kruzifix hängen sollte, sind die Mitglieder gespalten: 49 Prozent sind dafür, 47 Prozent dagegen. Gleiches gilt für die Beurteilung der Homo-Ehe

    (52 Prozent finden, sie sollte der Ehe zwischen Mann und Frau gleichgestellt werden, 45 wollen dies nicht)

    oder für die Fragen, ob ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt (46 Prozent dafür, 50 Prozent dagegen) oder der Regelsatz für Hartz-IV-Empfänger angehoben werden sollte (46 Prozent dafür, 48 Prozent dagegen). ,,, "

    siehe:
    www.stern.de/politik/deutschland/forsa/603083.html?q=CDU-Bas
    is


    Also, wir sind auf dem richtigen Weg, auch die dicken Bretter zu bohren, nicht aufgeben im Überzeugungskampf.

    Herzliche Grüsse
    Wolf
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#2 luke12Anonym
  • 21.11.2007, 17:33h
  • Jawohl, so kennen wir die CDU! Hier noch ein paar Ja's und Nein's unserer CDU/CSU Clowns:

    Ausserehelich Kinder zeugen JA, dafür Verantwortung übernehmen NEIN.
    Kriminelle Machenschaften decken JA, Konsequenzen tragen NEIN.
    Sozialabbau, aber weiterhin dicke Diäten einsacken und nebenher noch jede Menge (unerlaubte) Einkünfte einstreichen JA, Verantwortung für die Verarmung von mindestens 2 Mio. Kinder tragen, NEIN.
    usw.

    Ich kann dieses Pack nicht mehr ertragen. Zudem ist Toleranz etwas, was man gewährt und das will ich von denen ganz bestimmt nicht. Ich will Akzeptanz, alles andere ist nur der Gnade dieses bigotten Clubs der Scheinheiligen ausgesetzt und da krieg ich pantomimischen Herpes, wenn ich nur dran denke.
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#3 stromboliProfil
#4 StedefeldtAnonym
  • 21.11.2007, 17:38h
  • Oops, was ist nun die richtige Information? Hat Quiek.de den Stern richgtig gelesen oder der CDU-Genosse im Bundesvorstand des Vereins Lauter Sehr Verantwortungsbewußte Demokraten? In dessen Presseerklärung zum Thema sieht die Sache nämlich gaaanz anders aus, und zwar so:

    ----

    CDU-Basis will Gleichstellung von Lebenspartnern

    Nach einer repräsentativen Umfrage unter CDU-Mitgliedern des Hamburger Magazins „Stern“ sind 52 Prozent der Befragten für eine Gleichstellung von
    gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften mit der Ehe. Dazu erklärt Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD):

    Die Umfrage zeigt, dass die CDU-Führung bei diesem Thema viel zu zögerlich und verklemmt ist. In Sachen Gleichstellung sind die Mitglieder den Oberen
    weit voraus: Wenn die Basis der CDU gefragt würde, könnten Lesben und Schwule heute schon gleichgestellt werden.

    Dennoch werden in dem von Innenminister Schäuble vorgelegten Gesetz zur Neuordnung der Belange von Bundesbeamten gleichgeschlechtliche
    Partnerschaften wieder einmal vergessen. Schäubles Entwurf sieht vor, dass Lesben und Schwule, die in einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft leben,
    weiterhin keine Hinterbliebenenrente, keine Beihilfe und keinen Familienzuschlag erhalten.

    Lernen Sie von der Basis, Herr Schäuble: Mehr Mut zur Gleichstellung!

    LSVD Pressestelle
    Pressesprecherin
    Renate H. Rampf

    ----
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#5 Queer-RedaktionAnonym
  • 21.11.2007, 17:51h
  • an 2,4: "Quiek.de" hat die aktuellen, vom Stern korrigierten Zahlen:

    21.11.2007 | 14:27 Uhr
    Korrektur der stern-Umfrage: Rund ein Drittel der CDU-Mitglieder sehen in der großen Koalition "christdemokratische Prinzipien verraten" - Angaben zu Schwulen und Lesben waren verwechselt worden.

    Hamburg (ots) - Es muss heißen: Bei vielen politischen Themen gehen erstaunlich tiefe Risse durch die Partei. Dies gilt auch für die Homo-Ehe: 52 Prozent finden, sie sollte der Ehe zwischen Mann und Frau nicht gleichgestellt werden, 45 wollen die Gleichstellung. Damit ist geklärt, dass 52 Prozent die Gleichstellung ablehnen. In der ursprünglich verbreiteten Meldung wurden diese Angaben vertauscht.
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#6 DavidAnonym
  • 21.11.2007, 17:53h
  • Ach Gottchen... leider geht aus der Frage noch immer nicht hervor, wie diese CDU-Mitglieder zu den Gleichstellung in den PFLICHTEN stehen, denn wie will man diese rechtfertigen?? Entweder Hü oder Hott - wir erinnern uns, gerade aus diesen Reihen kam der Aufschrei, als unsereins bei den Hartz-IV Verschärfungen zuerst nicht berücksichtigt werden konnte.

    Aber 45% pro? Das ist immerhin ein überraschender Lichtblick.
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#7 wolfAnonym
  • 21.11.2007, 17:55h
  • ja, ja, die ach so seriösen hamburger pfeffersäcke !

    wie kann man ernsthaft das gleichheitsprinzip in frage stellem, mit welchem recht und welcher begründung ???
    wie komme ich dazu, mir von einem äusserst unsympathischen verein, meine rechte absprechen zu lassen ?
    bei den managergehältern ist man sich wie selten einig, typisch für diese neidhammel, weil sie die gerne selbst hätten !

    offensichtlich bestehen die christdemokratischen werte, in ausgrenzung, herrenmenschendenken und diskriminierung andersdenkender.
    wäre doch interessant zu wissen wer von dieser elitären mischpoke eine deutsche haushaltshilfe beschäftigt ?
    garantiert sind die ausländer in der überzahl, weil billiger, falls sie überhaupt versichert sind.

    ihre kruzifixe sollten sie am besten gegenüber ihrer kloschüssel aufhängen, damit sie sich immer ihrer herkunft bewusst werden bevor sie ihren sehr persönlichen "duft" mit einer prise "one touch" vernichten.
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#8 wolfAnonym
  • 21.11.2007, 18:23h
  • nachtrag zum gleichheitsprinzip.

    ab 01.01.08 muss ich monatlich 40€ mehr für meine krankenversicherung bezahlen, weil nach dem AGG, die schwangerschafts und mutterschaftskosten gleichmässig auf männer und frauen verteilt werden müssen !

    frage an cdu/csu muss ich jetzt eine bauchhöhlenschwangerschaft anstreben um rechte zu nutzen, die ohnehin bezahlen muss ?
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#9 coleAnonym
  • 21.11.2007, 19:39h
  • @ wolf

    Falls du Kirchensteuer zahlst, dann finde dich damit ab, dass du für alle anerkannten Kirchen in Deutschland zahlst. Es gibt ein Schlüsselsystem, nachdem alle Kirchensteuerzahlungen auf eben alle Kirchen verteilt werden müssen. Soll heißen, als Protestant zahlst du auch zu einem gewissen Anteil Kirchensteuer für die Katholen und anders herum. Das ärgert mich mehr, als für eine werdende Mutter mit aufzukommen, die vielleicht allein erziehend ist und einer nicht gerade rosigen Zukunft ins Auge blickt. Dafür haben wir doch ein Solidarprinzip. Es kommt immer nur darauf an, wer davon profitiert.
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#10 gerdAnonym
  • 21.11.2007, 20:07h
  • Meiner Einschätzung nach dürfte es 50:50 bei der CDU-Basis in Deutschland aussehen, was die Gleichstellung von Lebenspartnerschaften zur Ehe angeht.

    Die Eingetragene Lebensparnterschaft ist hingegen mittlerweile in grossen Teilen der CDU akzeptiert und "spiegelt" sich auch im neuen CDU-Grundsatzprogramm wieder. Diesbezüglich hat die Basis in grossen Teilen das Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts akzeptiert.

    Die 50:50.Haltung der CDU-Basis spiegelt sich auch in den CDU-Grössen wieder, wie Ole von Beust, Karin Wolff oder Angela Merkel auf der einen Seite und einem Oettinger auf der anderen Seite. Insgesamt aber dürfte in den vergangenen Jahren der Zuspruch unter CDU-Wählern gewachsen sein.

    Ein "langsamer", verbessernder Prozess in den Reihen der konservativen Basis ist dort zu beobachten, dass homosexuelle Paare, die zum Standesamt gehen, auch die gleichen Rechte und Pflichten haben sollen.

    Vorbilder wie beispielsweise aktuell Anne Will und Miriam Meckel können da viel bei den konservativen Wählern bewirken.
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