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London (queer.de) - In Großbritannien wird derzeit über ein von der Regierung eingebrachtes Gesetz beraten, das es insbesondere Lesben erleichtern soll, Eltern durch künstliche Befruchtung zu werden. Das "Gesetz über menschliche Befruchtung und Embryologie" erlaubt es gleichgeschlechtlichen Paaren, sich ohne den Umweg der Adoption bei der Geburt eines durch künstliche Befruchtung geborenen Babys als Eltern eintragen zu lassen. Auch schwule Paaren soll es erleichtert werden, mit Hilfe einer Leihmutter Väter zu werden - allerdings sind die Hürden hier höher.

Widerstand durch katholische Kirche und Konservative

Die katholische Kirche und die Mehrheit der konservativen Partei lehnen die Neuregelung strikt ab. "Das Gesetz zerbricht den an die natürliche Fortpflanzung gekoppelten Familienbund", erklärten Kardinal Keith O'Brien und Erzbischof Mario Conti in einer gemeinsamen Erklärung. Sie warnen davor, dass mit der Verabschiedung des Gesetzes auch Hybridwesen – eine Mischung aus Mensch und Tier – von Forschern gezüchtet werden könnten.

Iain Duncan Smith, ehemaliger Parteichef der konservativen Partei, sieht das Vorhaben der Regierung als "Nagel im Sarg der traditionellen Familie". "Ich denke, dass die Öffentlichkeit Angst haben muss vor dem unnachgiebigen Kreuzzug der liberalen Elite. Die traditionelle Bedeutung von Vater- und Mutterschaft wird neu definiert von unserer Kultur und unserem Rechtssystem".

Eine Mehrheit für das Gesetz gilt als sicher, weil die regierende Labour-Partei eine freie Abstimmung abgelehnt hat. Damit muss sich auch eine Reihe von katholischen Labour-Abgeordneten, die das Gesetz eigentlich ablehnen, dem Fraktionszwang unterwerfen.

In Deutschland sind künstliche Befruchtung für Homo-Paare und Leihmutterschaft verboten. (dk)



#1 SvenAnonym
  • 22.11.2007, 16:02h
  • Die konversativen reden immer einen Scheiß! Die wollen etwas bewahren (konservieren), aber leider hat es das nie gegeben.
    Tja, wie will man etwas bewahren, was es nicht gibt?
    Völlig schwachsinn!
    Die sollten sich mal ein wenig mit Familien beschäftigen.
    Es gibt genug Forschungsarbeiten zum Thema Familie, sei es ökonomisch, soziologisch, historisch oder medizinisch.

    Wo bitte soll es das gegeben haben, was die bedroht sehen.
    Das würde ich wirklich mal gerne wissen.

    Denn auch wenn die meisten Kinder heute in Familien aufwachsen, so war das nicht immer. Das ist eher eine steigende Tendenz.
    Die Frage ist halt auch, wie man Familie definiert.
    Vater-Mutter-Kind ist eine recht neue Definition, wenn man die historisch anwendet ... dann sollten die mal schauen, was sie da bewahren wollen ...
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#2 wolfAnonym
  • 22.11.2007, 17:08h
  • wird auch endlich zeit für den sargnagel, wie mein vorredner schon sagt, die heute übliche definition von ehe und familie ist recht neu,im grunde taugt sie nur dem schon so oft zitierten machterhalt von kirche und konservativem klüngel !

    ist an der zeit sich mit "vernünftigen" lebensformen auseinanderzusetzen, die unsere gesellschaft nur bereichern können ob ihrer vielfalt .
    aber anstatt positive ansätze zu nutzen, kommt sofort ein pope daher mit geisterbahnfantasien von hybridmenschen, brüll !!!!! ist wirklich nachvollziehbar, warum er was dagegen hat, weil sonst alle kirchenmänner mit teufelsschwänzen bewaffnet wären.
    es ist geradezu krotesk, dass heute schon wieder forderungen nach einer rentenaltererhöhung auf 70 gefordert wurden, am besten rente nach dem tod.
    in einer gesellschaft, in der 10% aasgeier, 75% des volkseinkommens einstecken, ohne rot zu werden.
    ( aber angeblich ist ja kein geld da, zumindest nicht für die, die es erarbeitet haben!).

    in einer zeit in der es schon "sandwichartisten", kein witz, offizielle berufbezeichnung, gibt, sollte man wirklich hinterfragen ob die richtung noch stimmt ?
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#3 seb1983
  • 22.11.2007, 18:16h
  • Wenn Lesben sich künstlich berfruchten lassen sehe ich eigentlich nicht wirklich ein Problem, diese Leihmuttersache würde meiner Meinung nach aber merkwürdige Züge annehmen, es werden sich in der Regel sozial schwache Mütter melden, die durch die Leihmutterschaft ihren Körper und ihre Eizellen "vermieten" um sich ein paar Euro extra zu verdienen... On das in Deutschland dann auch als Nebeneinkommen verrechnet würde und die Hartz4 Bezüge darunter leiden?? Berufswunsch Gebährstation für reiche Schwule?
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#4 wolfAnonym
  • 22.11.2007, 19:22h
  • @ seb
    du hast nicht ganz unrecht mit deinen befürchtungen, nur die herrschaften lassen sich doch jetzt schon von unterbezahlten "kräften " den dreck wegmachen, homos und heteros, da haben wir schon mal die gleichheit !
    leihmutterschaft halte ich auch für problematisch, allein emotional, nur was werden für ungeheuerliche dienstleistungen heutzutage angeboten ? wenn man sich die alleingelassenen kinder, aus welchem grund auch immer, bei uns anschaut, wird jedem übel, was ja frau von der leyen sehr geschickt ausnutzt !
    und schon sind wir nicht mehr bei dem menschlichen problem, sondern bei dem sozialen, also finanziellen.
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#5 gerdAnonym
  • 23.11.2007, 06:46h
  • Damit hat es das Vereinigte Königreich dann "fast" geschafft; "es fehlt dann nur noch die Umbennung" der Civil Union in Ehe. Das Vereinigte Königreich hat damit zu Schweden und Island aufgeschlossen.
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#6 GeorgiosAnonym
  • 24.11.2007, 16:27h
  • Sehr schön...daran sollten sich die Merkels hierzulande mal ein Beispiel nehmen...gefällt mir gut, wie das in GB im Moment dahingehend abläuft. So gehört sich das, wenn man Akzeptanz auch Ernst nimmt und nicht nur so tut als würde man Schwule akzeptieren, wie es hierzulande vor allem die Union gern mal tut! Naja deutsche Doppelmoral halt....vorne rum lächeln sie dir ins Gesicht, hinten rum sagen sie: Scheiss Schwuchtel.....
    Wenigstens sagen einem Südländer z.B. ganz ehrlich was sie von dir halten...in der deutschen Spießergesellschaft läuft das hinter vorgehaltener Hand, wie ich schon so oft erfahren musste!
    Weiter so GB!!!!
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#7 wolfAnonym
#8 FloAnonym
  • 25.11.2007, 14:26h
  • "Widerstand durch katholische Kirche und Konservative"

    Ja, diesen Leuten ist lieber, wenn Kinder im Heim oder auf der Straße aufwachsen.

    Oder wenn Kinder, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aufwachsen (was nun mal Fakt ist) nach dem Tod des einen Erziehungsberechtigten auch noch den zweiten Elternteil und die vertraute Umgebung verlieren, weil es keine gemeinsame Adoption gibt.

    Etwas gegen Schwule und Lesben zu haben ist die eine Sache, aber auch noch Kinder zu instrumentalisieren und Kindeswohl vorzuschieben um seinen Hass gegen Schwule und Lesben auszuleben (und in Wirklichkeit gerade dem Kindeswohl zu schaden) ist nicht nur unterste Schublade, sondern schlicht asozial.

    Nur schlimm, dass weniger intelligente Menschen das nicht durchschauen und denken, denen ginge es tatsächlich ums Kindeswohl...
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#9 gerdAnonym