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Kairo (queer.de) - In Ägypten gibt es heftige Kritik an einer neu eröffneten Klinik, die Schwule und Lesben zur Heterosexualität bekehren will. Wie der Nachrichtensender Al-Arabiya berichtet, kritisieren sowohl Homo-Gruppen als auch Homo-Gegner das vom 42-jährigen Doktor Awsam Wasfi eröffnete Behandlungszentrum. Konservative seien gegen die "Behandlung" von Homosexuellen, weil sie diese als Kriminelle ansehen, die hinter Gittern gehörten.

Wasfi erklärte, dass sich viele Homosexuelle eine Behandlung wünschten, da die Gesellschaft sie ablehne. "Im Westen helfen Ärzte Homosexuellen, sich mit ihrer frei gewählten sexuellen Identität zurecht zu finden. Ärzte, die versuchen, Homosexuelle umzupolen können sogar von Homo-Organisationen verklagt werden", so Wasfi.

Der Arzt erklärte, dass niemand schwul oder lesbisch geboren werde. "Das hat entweder soziale Ursachen oder ist das Ergebnis von Misshandlung im Kindesalter", so Wasfi. Eine Behandlung dauere fünf bis sieben Jahre.

Klinik ist nicht zum Cruisen da!

Vorwürfe, dass die Klinik nur ein geheimer Treffpunkt für Schwule sei, wies der Wasfi hingegen zurück. Er habe sogar Patienten der Klinik verwiesen, weil sie den Ort als Cruising-Gebiet auffassten, erklärte er.

Bezugnehmend auf Anschuldigungen, er sei selbst ein versteckt lebender Schwuler, erklärte der Ex-Gay-Doktor: "Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Ich habe Bilder von ihnen überall in der Klinik aufgehängt", rechtfertigt sich der 42-Jährige.

Schwule in Ägypten können nach "Moralgesetzen" zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt werden. (dk)



82 Kommentare

#1 RabaukeAnonym
  • 23.11.2007, 16:05h
  • Ohhhhhhhh "Mahalla"!!!! Bring Hirn für "Alla. So ein Unfug. Demnächst fordere ich vom lieben Gott ein paar Blitzstrahlen wenn ich wieder einmal unterwegs bin und für meine Zigarette kein Feuer dabei habe. Klar doch:).
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#2 KonstantinEhemaliges Profil
#3 leftqueersAnonym
  • 23.11.2007, 17:44h
  • Hm, was tut man am besten dagegen? Nicht mehr dort Urlaub machen. Das tut am meisten weh, wenn Tausende nicht mehr dort hin reisen...
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#4 gomschAnonym
  • 23.11.2007, 18:04h
  • schreck lass nach,nicht vorstellbar ich würde hetero.iiiiiiiiiiiiiiiiiiiihhhhhhhhhhhhhh grussig.
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#5 FredAnonym
  • 23.11.2007, 18:04h
  • ersteinmal den homophoben antisemitischen mob nicht in liberale/demokratische länder lassen
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#6 marugeAnonym
  • 23.11.2007, 18:21h
  • das tut ja richtig weh. das menschen heute noch so verblendet durch die gegend laufen. ich bin einmal in einem arabischen land gewesen, - nie wieder.
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#7 FredAnonym
  • 23.11.2007, 18:28h
  • tja maruge,in der tat. das bekommt man nicht mehr aus den köpfen raus. der rechte mob hier greift israel und usa, wo man wohl die meisten freiheiten hat. gleichzeitig werden aber totalitäre, religiös-faschistische regime verdeitigt.
    die selben leute haben auch kein problem die kirch anzufeinden, schweigen aber gegenüber einer anderen religion die noch viel grausamer ist.

    israel,das schwule paradies:

    jungle-world.com/seiten/2007/28/10234.php

    Schwule gelten in der arabischen Welt nicht bloss als pervers, sondern als gefährlich perverser Stosstrupp des dekadenten Westens. In einigen Ländern werden sie gnadenlos verfolgt.

    www.dasmagazin.ch/index.php/Alles_Böse_kommt_von_hinten
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#8 lukeAnonym
  • 23.11.2007, 19:16h
  • "Der Arzt erklärte, dass niemand schwul oder lesbisch geboren werde. "Das hat entweder soziale Ursachen oder ist das Ergebnis von Misshandlung im Kindesalter", so Wasfi."

    Tja die Aussage des Herren ist schlichtweg wissenschaftlicher Unsinn. Es gibt keine wissenschaftliche Erhebung, die tatsächlich eindeutige Ursachen für Homosexualität erklärt. Es gibt Vermutungen, die, z. B. durch eine bestimmte Häufigkeit des Auftretens von Homosexualität innerhalb einer Familie ( so wie in meiner), eine genetische Präposition wahrscheinlich macht. Ein HOMOGEN wurde aber (Gott sei Dank!) nicht gefunden. Sonst hätte Bush schon den Angriff der Gen-Krieger befohlen. Soziale Komponenten oder gar traumatisierende Ereignisse 'können', müssen aber nicht ausschlaggebend für einen homosexuellen Lebensweg sein.

    Es gibt Theorien, die besagen, dass der Mensch grundsätzlich bi-sexuell geboren wird und dass er sich im Laufe seiner Entwicklung für einen Weg entscheidet. Seit den 60ger Jahren ist der Begriff der KRANKHEIT HOMOSEXUALITÄT endgültig ins Reich der Märchen verwiesen worden. Selbst die nächsten Verwandten des Menschen, die Affen, leben bisexuell. Die Bonobo-Affen legen beim Sex mit beiden Geschlechtern Konflikte innerhalb der Horde bei. Was uns sagt, dass es den homosexuellen Menschen seit Anbeginn gibt!.

    Die grundsätzliche Verurteilung von gleichgeschlechtlichem Sex ist erst mit den Weltreligionen einhergegangen. Vorher war z. B. schwuler Sex bei Griechen, Kelten und indianischen Völkern nicht nur üblich, es war häufig Bestandteil kultischer Handlungen. Bei den Kelten galt es als höflich, wenn der Hausherr sich dem Gast als Sex-Partner zur Verfügung stellte und zwar dem männlichen Gast. Im 100jährigen Krieg gab es Landstriche, in denen es keine Männer zwischen 15 und 60 Jahren gab. Junge Frauen gingen häufig Partnerschaften mit anderen Frauen ein. Die Männer, die oft Jahre mit ihrem Heer unterwegs waren, gingen, trotz drastischer Strafen, Liebesbeziehungen mit Kameraden ein. Alles in allem gibt es keine eindeutige Erklärung für die Entstehung von Homosexualität, und das ist auch gut so, werter Doktor Wasfi.
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#9 leftqueersAnonym
#10 leftqueersAnonym