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Die Zahl der HIV-Neudiagnosen hat sich in der EU seit 1999 verdoppelt – Deutschland steht noch vergleichsweise gut da.

Von Dennis Klein

Deutschland hat die niedrigste Zahl der HIV-Neudiagnosen pro Kopf in Westeuropa. Das gab die Chefin des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) am Freitag im estnischen Tallinn bekannt.

Für 2006 liegen der ECDC offizielle Zahlen aus 25 der 27 EU-Länder vor, nur aus Italien und Spanien gibt es keine Daten. Demnach wurden in Deutschland 2.718 Neudiagnosen gezählt (32,9 pro eine Million Einwohner). In den Niederlanden waren es 1.070 (65,4 pro eine Million), in Frankreich 5.750 (91,9 pro eine Million) und in Großbritannien 8.925 (148,8 pro eine Million).

Neudiagnosen seit 1999 verdoppelt

In der EU hat sich die Zahl der HIV-Neuinfektionen damit innerhalb der letzten sieben Jahre verdoppelt – von 28,8 Neudiagnosen pro eine Million Einwohner auf 57,5. Die Dunkelziffer liegt noch höher: Die ECDC schätzt, dass rund ein Drittel der HIV-Positiven in der EU nichts von der Infektion weiß.

ECDC-Sprecher Ben Duncan erklärte, dass die steigenden Zahlen in Westeuropa insbesondere auf Einwanderung aus Ländern mit hohen HIV-Infektionszahlen zurückzuführen ist. Das sei in besonderem Ausmaß in Großbritannien und Frankreich der Fall. Aber auch die Zahl der Schwulen, die sich ansteckten, steige wieder kräftig an. "Hier zeigen die Präventionsanstrengungen nicht den gewünschten Erfolg. Die Safer-Sex-Message hat in dieser Gruppe nicht die Wirkung, die wir gerne hätten", so Duncan gegenüber der BBC.

In Osteuropa gibt es große Unterschiede in den Zahlen – vor allem bedingt dadurch, dass in manchen Ländern nur selten HIV-Tests durchgeführt werden. So weist die Slowakei mit 27 Fällen (5,0 pro eine Million) die wenigsten HIV-Neudiagnosen auf, am meisten pro Einwohner sind es in Estland (668 Neudiagnosen, 504,2 pro eine Million).

Mehrheit der Ansteckungen über Hetero-Sex

Insgesamt gab es in der EU den Zahlen zufolge über 26.200 Neudiagnosen. 10.500 Menschen steckten sich über heterosexuellen Geschlechtsverkehr an, 7.200 über homosexuellen. Bei 6.500 Fällen war der Ansteckungsweg unbekannt.

Der größte Problemherd in Europa befindet sich nach Angaben der ECDC allerdings außerhalb der EU: Mehr als zwei Drittel aller Neudiagnosen von HIV in Europa wurden aus Staaten der ehemaligen Sowjetunion gemeldet. Hier steckten sich überdurchschnittliche viele Menschen durch Drogenmissbrauch an. Die Zahl der HIV-Neudiagnosen in 50 der 53 europäischen Staaten (nach WHO-Definition) ist damit auf einen neuen Rekord von 87.000 gestiegen.

26. November 2007



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#1 bastianAnonym
  • 27.11.2007, 07:48h
  • Deutschland liegt also noch "unter dem Schnitt der EU" - Glückwunsch, dann können wir ja fröhlich "Bareback" weitermachen. Tatsache ist, daß der Schnitt damit trotzdem in Deutschland wieder gestiegen ist und die Zahl der HIV-Neuinfizierten stetig zunimmt. Ein Armutszeugnis für die "Community" !!!

    Ich bin nach wie vor der Meinung, wer ganz bewusst das Risiko durch Bareback beim Cruising, in Darkrooms oder sonst wo eingeht und sich infiziert - diesen Personen gehöre jegliche Unterstützung der Krankenkassen etc. untersagt! Ich ginge sogar soweit, daß dies bestraft werden muss. Wer sich so wenig um sein Leben sorgt und zudem noch mit dem anderer spielt, dem gehört es nicht anders! Sorry, aber meine ganz klare Meinung zu diesem traurigen Thema.
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#2 seb1983
  • 27.11.2007, 09:42h
  • @bastian

    Sorry, aber das kann es doch auch nicht sein.
    Wenn du so anfängst wer kommt denn dann als nächstes? Skifahrer, Autofahrer, Leute die sich im Winter nicht warm genug angezogen haben?? Das kann ja auch alles zu Krankheiten führen.
    Wer so blöd ist und bareback rumvögelt dem ist es auch egal dass die Krankenkasse ihm dann keine Medikamente mehr bezahlt, und wie willst du denn bitte den Ansteckungsweg nachprüfen??
    In Berlin sind 16% aller Schwulen HIV positiv, ich behaupte die meisten davon durch barebacking, damit sind sie genug bestraft.
    Ich muss nicht zusehen wie diese Menschen dann in Szenekneipen rumliegen und ohne Medikamente verrecken, das ist menschenunwürdig!
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#3 Timo1983Anonym
  • 27.11.2007, 10:40h
  • @seb1983

    In der Tat wäre dies sehr menschenunwürdigt. Aber wer sein gesundes Leben BEWUSST durch barebacking verachtet, der hat es dann auch nicht anders verdient.

    Vielleicht muss es sogar soweit kommen, bis uns alles endlich die Augen geöffnet werden! Es kann nicht angehen, dass in der heutigen Zeit bewusst auf den blauen Seiten nach bareback- Sex gesucht wird. Es darf nicht sein, dass wir behaupten "Ich will jetzt meinen Spaß und den habe ich nur ohne Kondom. Ob ich HIV+ bin oder nicht interessiert mich genauso wenig ob ich damit jemanden anstecke oder nicht" (diese Aussagen habe ich so oder so ähnlich leider schon viel zu oft gehört/gelesen!).

    Langsam reicht es wirklich. Wenn wir schon keine Medikamente haben, dass sollte man wenigstens die Ausbreitung verhindern und stoppen und das geht nur, wenn wir alle mit GESUNDEM Menschenverstand vögeln!
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#4 seb1983
  • 27.11.2007, 10:54h
  • @Timo

    Ich will Barebacker nicht verteidigen hier, aber wo willst du denn dann weitermachen mit sowas?? Ich habe ja schon ein paar Beispiele genannt, sollen wir jemanden der aus Leichtsinn einen Autounfall baut verbluten lassen? Sollen sich Skifahrer ihre gebrochenen Beine selbst schienen?
    Am Ende die Allgemeinheit solidarisch dahinter stehen, da man davon ausgeht dass jeder Mensch ein Interesse daran hat gesund zu bleiben und nicht krank werden will.
    Die Menschen die halt auf gut deutsch "auf ihr Leben scheißen" muss man dabei eben mitschleifen, es sind ja nur wenige. Bei der hohen Zahl HIV Positiver Schwuler wäre in der "comunity" jedoch ein Bewusstseinswandel angebracht...
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#5 silvioAnonym
  • 27.11.2007, 22:05h
  • Hat sich eigentlich schon mal jemand gefragt, was bei den armen Kerlen alles schief gelaufen sein muss, dass ihnen so eine schwere Erkrankung wie HIV egal ist und sie vielleicht mal weniger auf den Schutz bzw. Ihre Gesundheit achten?
    Wenn man einen tollen Job hat und sich problemfrei und mit genug Kohle durch das Leben feiert, dann hat man ja auch guten Grund sich zu schützen. Das Elend mancher Schwuler will ja keiner sehen. Wenn man was gegen die Neuinfektionen tun will, dann muss man erst mal lernen, den anderen zu achten; sogar dann wenn er nicht so gut gebildet ist und sich nicht so tolle Klamotten leisten kann.

    Und: früher sind die Leute recht schnell an Aids gestorben. Da hatte man Mitleid, das ware BESTRAFUNG genug. Wer sich heute infiziert, hat mit ner KOmbitherapie noch ein relativ langes Leben mit allen Nebenwirkungen vor sich. Aber weil man heute leben darf, holen einige das Beil aus der Tasche und wollen beSTRAFEN! Wie krank ist das denn?
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#6 Peter2Anonym
  • 28.11.2007, 14:46h
  • Wer die Schuldfrage stellt, muss erst einmal bei sich selber anfangen. Wie oft am tage gehen wir gefahren ein, und wissen das vorher, aber wir nehmen es in kauf. Bei AIDS aber werden wir plötzlich zu fürchterlichen Moralaposteln. Alles was man sich durch Lust zuzieht, daß ist böse. Das alte Spiel der Kirche. Wer auf dieser Welle reitet, der gibt der Kirche noch mehr in die Hand.

    Der Mensch zeichnet sich durch Vergebung und Mitgefühl aus.
    Wer andere bestrafen will, weil sie sich wissentlich mit HIV infiziert haben, tut dies doch nicht, weil er an die ach so traurigen Opfer denkt. Die wahre Grund ist doch, weil diese Person selber sauer ist, daß sie niemals ohne Gummi vöglen wird und der andere hat sich das recht heruasgenommen, es zu tun...das Risiko zu leben, endlich seiner Lust mal freien Lauf zu lassen. Und das will man nun bestrafen!!! Nicht die tat selber. Es ist in meinen Augen purer Egoismus, getarnt mit dem Willen, AIDS endlich auszurotten. Aber ich glaube nicht, daß wir nach der Bekämpfung von AIDS wirklich Ruhe haben werden. Das Leben ist nun mal riskant......von der geburt an.

    Besonders derb wird es immer, wenn die Gesellschaft bemüht wird, die nun die Kosten tragen muss. Wer diese Kosten/Nutzenanalyse betreibt begibt sich auf glattes Eis der Unmenschlichkeit. Welchen Nutezn müssen wir uns denn vorwerfen lassen, weil wir keine Kinder produzieren und das ersparte geld für das vergnügen zu Leben ausgeben.

    Wir sollten wieder weniger die Vernunft sondern mehr die Zwischenmenschlichkeit fördern. Es ist leicht Parolen auf dem CSD zu tragen auf einem banner, aber es ist viel schwerer einem Kranken die hand zu reichen....ihm zu helfen mit seinem Schicksal fertig zu werden. Dies sollte keine Frage der Kosten sein (überlassen wir doch den Pharmakonzernen die satte Gewinnspanne des 200fachen!! der Kombimedikamente).

    Im allgemeinen Kostensparen hat uns die Politik so sehr im Griff, daß alle sozialen Komponeten immer mehr abgebaut werden.....aber schlimmer als die finanzielle Verarmung ist der verlust der menschlichkeit und des Mitgefühls. ich schäme mich für jeden einzelen Kommentar hier, der menschen sterben lassen will, weil er es "nicht anders verdient hat".....und zu Weihnachten wird frech der Gesang von Frieden und Wärme ertönen......mir wird übel.....nicht nur vom Weihnachstbraten.
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#7 KonstantinEhemaliges Profil
#8 menschenrechte für alleAnonym
  • 28.11.2007, 16:34h
  • sehr richtig, @seb1983. Wo soll es dann weitergehen. Dann hätten wir irgendwann so ein Menschenverachtendes Gesundheitssystem wie die USA.

    Glaub es mir, ich war insgesammt ein Jahr drüben. Schüleraustausch.

    Ich habe es gesehen, was es heißt, versichert zu sein(Privat! mit extrem hohen monatlichen Kosten!) & nicht die nötigen Medikamente von der Kasse bezahlt zu bekommen.

    Nein, es ging nicht um AIDS, es ging um einen Lungentumor. Der Vater der Familie, bei der ich Gast war, hatte in folge des Staubes, den er als Ersthelfer bei 9/11 einatmete, einen Tumor bekommen.

    Er ist versichert und bekommt mit der lapidaren Bemerkung: "Very honoured gentleman...., since they did not carry the necessary protective mask during the work, we cannot grant them the medicines. Reason: Own fault"

    Klasse, oder?

    Denn bis zu diesem Zeitpunkt war es nicht nötig, in einem Rettungswagen Atemschutzmasken mitzuführen.
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#9 FredAnonym
  • 28.11.2007, 17:04h
  • na rechtsextremist -wieder anti usa hetze?

    wel die usa so scheiße ist, möchte dort auch jeder hin?

    oder geht der flüchtlingsstrom in andere länder aus europa,und usa.

    in denen ländern läßt es sich am besten leben
    1 Iceland
    2 Norway
    3 Australia
    4 Canada
    5 Ireland
    6 Sweden
    7 Switzerland
    8 Japan
    9 Netherlands
    10 France
    11 Finland
    12 United States
    13 Spain
    14 Denmark
    15 Austria
    16 United Kingdom
    17 Belgium
    18 Luxembourg
    19 New Zealand
    20 Italy
    21 Hong Kong, China
    22 Germany
    23 Israel
    24 Greece
    25 Singapore

    tja, kein linksfaschistischen und islamfaschistischen land dabei - so ein zufall aber auch.
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