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Sydney (queer.de) - Ein Richter des höchsten australischen Gerichtshofs hat die anglikanischen und katholischen Erzbischöfe von Sydney beschuldigt, Schwulenfeindlichkeit zu fördern. Der 68-jährige Michael Kirby vom High Court of Australia sagte in einem Interview mit dem Radiosender ABC, es sei wegen dem Klima in der Gesellschaft verständlich, dass noch immer so viele Menschen homophob seien. "Oft, und das muss gesagt werden, ist daran die Religion schuld", so Kirby. "Es kommt davon, wie Menschen religiös erzogen werden. Die Homophobie wird sogar heute verstärkt durch die Gottesdienste und – das muss auch gesagt werden – durch die Aussagen der beiden Erzbischöfe von Sydney."

Kirby ist selbst gläubiger Anglikaner. Er lebt seit 38 Jahren mit seinem Partner Johan van Vloten zusammen, mit dem er auch auf öffentlichen Anlässen auftritt – wie bei einem Dinner mit Königin Elisabeth II. "Mein Partner ist kein Gläubiger und er sagt mir immer wieder: ‚Ich weiß nicht, wie einer der intelligentesten Menschen in diesem Land die Lehren der Kirche ernst nehmen kann'", so Kirby in dem Interview.

Bereits mehrmals hat der Richter für Aufsehen gesorgt. So hatte er vor wenigen Monaten in einem Interview Schwule und Lesben aufgefordert, offen zu leben. Im Mai rappte er bei einer Veranstaltung für Gleichberechtigung (queer.de berichtete).

Kirby wurde 1996 ans höchste australische Gericht berufen. 1999 machte er seine Homosexualität publik und setzt sich seitdem für Homo-Rechte ein. Er muss 2009 aus Altersgründen seinen Platz am High Court räumen. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 jochenAnonym
  • 29.11.2007, 18:23h
  • dieser Richter Kirby scheint ein sehr couragierter mann zu sein.

    ganz meine rede was der sagt..... (nur wenns ich sag interessierts keinen)

    aber eins steht fest:

    bei der ganzen , zum teil schlimmen, verleumdung, hetze und verunglimpfung von homosexuellen, kann sich die kirche dabei NICHT auf Jesus Christus berufen!!

    ist das denen eigentlich schon mal aufgefallen?????
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#2 SvenAnonym
  • 29.11.2007, 18:31h
  • Gut zu hören, dass das mal ein oberster Richter sagt. Hoffentlich werden es ihm seine hetero-Kollegen gleich tun, sonst könnte es zu leicht untergehen oder sogar negativ wirken.
    Die Krichen haben eine der stärksten Lobbys der Welt!
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#3 gerdAnonym
  • 29.11.2007, 20:52h
  • Ich vertrete die Ansicht, dass jeder einzelne katholische oder anglikanische Bischof/Kardinal für sich beleuchtet wird.

    Denn nicht ALLE katholischen oder anglikanischen Bischöfe/Kardinäle fördern Homophobie oder äußern sich so negativ wie Meissner, Akinola oder halt die beiden Bischöfe in Sydney. Meines Erachtens gibt es da auch durchaus Unterschiede zwischen den Bischöfen, insbesondere bei den Anglikanern differieren die Unterschiede erheblich. Da ist beispielsweise der anglilanische Kardinal Tutu in Südafrika der ganz klar homosexuelle Paare unterstützt und sich für den Streit bei den Anglikanern gegenüber homosexuellen Paaren entschuldigt hat.

    Es ist auch meines Erachtens ein Fehler, wenn man immer wieder in der Schwulenpresse liest : "Die Kirchen seien alle...." - das ist einfach definitiv falsch, insbesondere soweit es sich um viele protestantische Kirchen handelt.

    Daher von Verallgemeinerungen bezüglich der Kirchen halte ich nicht so viel: sondern bitte genau bei den jeweiligen Kirchen hinschauen. Die Positionen christlicher Kirchen heute differen erheblich und reichen von voller Ablehnung bis zu voller Befürwortung.
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#4 wolfAnonym
  • 30.11.2007, 07:56h
  • dieser mann hat zivilcourage ! an solchen menschen mangelt es, weltweit. er nutzt zu recht seine position um sich gehör zu verschaffen. und er zeigt die homophobe grundhaltung der kirchen auf, die eine grosse mitschuld an übergriffen auf schwule tragen, indem sie nichts unversucht lassen zu diskriminieren.
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#5 AntinoosAnonym
  • 30.11.2007, 10:07h
  • @Jochen:

    "aber eins steht fest:

    bei der ganzen , zum teil schlimmen, verleumdung, hetze und verunglimpfung von homosexuellen, kann sich die kirche dabei NICHT auf Jesus Christus berufen!!"

    Naja, abgesehen davon, daß es stringente BEWEISE für die Existenz dieses Jeshua ben Joseph (genannt: "Der Christus") als historische Person nicht wirklich gibt (ähnlich "bewiesen" ist auch die Existenz z.B. des Herakles), sondern wir nur wissen, was andere von ihm "berichten" (das "NT" ist nur ein reines GLAUBENSzeugnis - wie z.B. auch die griechischen Mythen über Herakles): Gemäß Mt. 5,17-19 soll "ER[tm]" gesagt haben, daß "jedes i-Tüpfelchen vom 'Gesetz' beachtet werden muß". Und diese sog. "Bergpredigt" ist immerhin der zentrale(!) Text des Christenthumes...

    So, und nun gucke mal ins "Gesetz", auf das sich "Jesus" bezieht: 3.Mo.20,13. Was steht da bzgl. Homosexueller?

    Eben...

    -Antinoos
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#6 StarletAnonym
  • 30.11.2007, 16:42h
  • Ich möchte mich dem anschließen, was gerd gestern Abend schrieb. Auch unter den "Würdenträgern" der röm.-kath. Kirche gibt es unterschiedliche Positionen.
    Die "heile Welt", die wir so gerne hätten, gibt es nirgends. Uns bleibt nur, uns an demPlatz, an dem wir gerade sind, uns für das einzusetzen, was wir für richtig halten!
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#7 FloAnonym
  • 01.12.2007, 14:57h
  • Tja, das ist hier auch nicht anders, aber wenn man dann - wie Volker Beck - darauf hinweist, wird man mundtot gemacht....

    Soviel zum Theorie in Deutschland herrsche Trennung von Staat und Kirche. Die Kirche hat in Deutschland immer noch enorm viel Macht...
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