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Berlin (queer.de) - Das Anti-Gewalt-Projekt Maneo warnt vor Übergriffen nach Verabreichung von K.O.-Tropfen in der Szene. Man habe in letzter Zeit vermehrt Hinweise auf Delikte in Zusammenhang mit Mitteln bekommen, die Schwulen ins Getränk geschüttet werden. Die geruchs- und geschmacksneutralen Substanzen machen müde, manche Männer berichten, einen regelrechten Blackout über mehrere Stunden gehabt zu haben.

Maneo berichtet von mehreren Vorfällen. So habe vor einigen Monaten ein 41-jähriger Schwuler angerufen, von dessen Konto 900 Euro verschwunden seien. Er war sich sicher, dass zwei junge Männer, die er nach Hause eingeladen hatte, dafür verantwortlich sind – konnte ihnen aber nichts nachweisen, da er keinerlei Erinnerungen an die Vorgänge in seiner Wohnung hatte. In einem anderen Fall ist ein 22-Jähriger von einem 55-Jährigen eingeladen worden. Der Ältere mischte seinem Gast Methadon ins Getränk – das Opfer verstarb an einer Überdosis. wiederholte Abbuchungen vom Konto des Opfers ließen die Polizei ein Gewaltverbrechen vermuten. Der Täter konnte schließlich gefasst werden.

In diesem Zusammenhang wird auch oft von Vergewaltigungen berichtet. Auch Maneo hat mehrere Erfahrungsberichte gesammelt. Unter anderem erinnert sich ein 25-Jähriger nur daran, dass ihm ein feuchtes Tuch über das Gesicht gehalten worden sei und er dann das Bewusstsein verloren habe. Als er bewusstlos war, haben der oder die Täter sich an ihm vergangen. Auch in anderen Ländern wird von dieser Form der Gewalt berichtet. So hat die schottische Polizei 2004 Schwule wegen einer Vergewaltigungsserie gewarnt. Der oder die Täter verwendeten dabei die Droge GHB (queer.de berichtete). (dk)

Ein Infoblatt "Maneo informiert – K.O.-Tropfen" ist erhältlich bei Maneo, Bülowstraße 106, 10783 Berlin, und kann telefonisch oder per E-Mail bestellt werden: 030/ 216 33 36, maneo@maneo.de.



#1 wolfAnonym
  • 04.12.2007, 19:14h
  • so ein mist, da wird man endlich mal missbraucht und hat nichts davon !
    sorry, der gedanke drängt sich als erstes auf, wenn man die homoforen kennt.
    nur, warum soll es in der homoszene anders laufen als bei den heten ?
    natürlich ist die warnung ok, denn bisher waren solche delikte in der szene eher selten.
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