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Kingston (queer.de) - Das jamaikanische Bildungsministerium hat sämtliche Bücher an Schulen verboten, die Homosexualität positiv erwähnen. Die Anordnung erfolgte, nachdem sich Eltern über ein Hauswirtschaftslehre-Lehrbuch beschwert hatten, in dem auf vier Zeilen gleichgeschlechtliche Partnerschaften erwähnt wurden.

"Wir wollen absolut klarstellen, dass das Bildungsministerium es weder befürwortet noch unterstützt, dass gleichgeschlechtliche homosexuelle Beziehungen als akzeptabler Standard einer Familie dargestellt wird", erklärte Bildungsminister Andrew Holness. "Wir lehren das nicht und wir empfehlen es nicht." Er fügte an, dass Schulen verantwortlich für die Durchsetzung der Anordnung seien und alle zweifelhaften Bücher dem Ministerium zur Überprüfung senden müssten.

In Jamaika wird Homosexualität mit bis zu zehn Jahren Haft mit Zwangsarbeit bestraft. (dk)



14 Kommentare

#1 hwAnonym
#2 HandoAnonym
  • 05.12.2007, 17:20h
  • Jamaika - das homophobste Land der Welt! Ein Land, in dem Rockbands ganz offen zum Mord an Schwule aufrufen dürfen.

    Warum gerade Jamaika? Weil die gesamte Bevölkerung protestantischen Sekten angehört: Baptisten, Adventisten, Church of God usw. Außerdem sind fast alle Einwohner schwarz. Es ist bisher weitgehend unerforscht, warum gerade Schwarze -überall auf der Welt- so homophob sind.
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#3 BenedictusAnonym
  • 05.12.2007, 19:23h
  • @Hando,

    wäre mir neu, dass Jamaica das homophobste Land der Welt wäre.

    Frag mal in Russland, in Polen, in Afghanistan, in Saudi Arabien, oder im Vatikan, was die Leute über Homosexuelle denken.

    Was Du hier versuchst, ist plumpe Hetze gegen Schwarze. Und wenn Du Dich so wunderst, warum ausgerechnet Jamaica so wäre, und Du die These aufstellst, warum Schwarze überall in der Welt so homophob seien, dann hinterfrag doch mal Geschichte und sag mir, ob der Ursprung dieses Schwulenhasses wirklich von Schwarzen kommt.

    Was Du hier betreibst ist eine plumpe Hetze gegen Schwarze und dieser Artikel hat Dir scheinbar die nötigen Argumente geliefert Pauschalverurteilungen auszusprechen.
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#4 JanXAnonym
  • 05.12.2007, 20:50h
  • @2: Bei deinen Feststellungen kann ich keine Übereinstimmung
    zur Realität erkennen. Es gibt doch viele andere Länder, die
    ähnlich homophob sind. Das homophobste Land der Welt ist es
    wohl nicht. Es gibt Ländern, da droht nicht Arbeitslager sondern
    Todesstrafe. Allerdings: Völlig unverständlich ist mir, wie
    drogenkonsumierende Träger rot-grün-gelber Strickmützen in
    den Medien immer noch ungehindert Jamaica als lustig-buntes
    Urlaubsparadies hinstellen können. Naja. Manche sehen wohl
    nur, was sie sehen wollen.
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#5 HandoAnonym
  • 05.12.2007, 21:21h
  • Benediktus:

    In den von dir genannten Ländern ( Russland, Afghanistan, Saudi Arabien, Vatikan) ist Homosexualität formell verboten, teilweise unter Todesstrafe, aber ein Großteil der männlichen Bevölkerung hat dort Sex mit anderen Männern. Das wird in der Bevölkerung mehr oder weniger toleriert, solange es nicht verbalisiert wird.

    In Jamaika und anderen Ländern mit schwarzer Bevölkerung (Kenia, Nigeria, Zimbabwe usw) schlägt einem Mann, der Sex mit einem anderen Mann haben will (um gar nicht erst den Ausdruck "Schwule" zu gebrauchen), dagegen der geballte Hass der Bevölkerung entgegen.
    Queer.de berichtete vor einigen Monaten über einen Schüler in Jamaika, der von seinen Mitschülern beinahe zu Tode gehetzt wurde, nur weil ihm nachgesagt(!) worden war, er sei schwul.

    Dies festzustellen, hat nichts mit Hass auf Schwarze zu tun. Es wäre sinnvoll, darüber zu diskutieren, warum das so ist.
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#6 FredAnonym
  • 06.12.2007, 00:59h
  • und es ist keine protestantische sekte. sondern die rastafari bewegung.
    es ist nicht ganz das homophobste land - in 8 muslimischen staaten gibt es die todesstrafe.
    schau dir dochmal auf wikipedia an, in welchen ländern schwule verfolgt werden.
    aber sicherlich zählt jamaika zu den" top ten"
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#7 mezzoAnonym
  • 06.12.2007, 08:54h
  • Heute Morgen ist mir aufgefallen, dass halb München zugepflastert ist mit Jamaicawerbung des Reiseveranstalters TUI. Auf großflächigen Plakatwänden reckelt sich eine Frau in blauen Wasser vor einer palmenbestandenen Küste.

    Da frage ich mich doch nun, warum unser Staat oder sogar die EU, die doch sonst z. B. auf jeder Zigarettenpackung auf die Gefahren hinweisen nicht bei solchen "Produkthinweisen" zumindest nicht verlangen, dass ein Sicherheitshinweis aufgedruckt werden muss. Ichstelle mir das ungefähr so vor: "Sicherheitshinweis: Homosexuelle Handlungen können mit Haft und Zwangsarbeit bis zu zehn Jahren bestraft werden".

    Dies würde vielleicht auch Heterosexuelle Menschen vielleicht dazu bringen zu überdenken, ob sie einen Urlaub in diesem Land verbringen möchten.

    Desweiteren würde ein solcher Hinweis ein solches Land auch stigmatisieren und vielleicht zu einem umdenken führen, wenn plötzlich ein Teil der Einnahmequelle wegbricht.

    Des Weiteren ist mir natürlich klar, dass man nicht wegen jedem Firlefanz einen Sicherheitshinweis auf drucken kann. Hierbei handelt es sich jedoch um Gefahren, die auf Grund des Rechtssystems dieses Staates sanktioniert werden.
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#8 wolfAnonym
  • 06.12.2007, 09:05h
  • na dann lassen wir doch andrew "ohneloch" mal klarstellen !
    dann sollten wir mit allen möglichen mitteln, respektive internet, klarstellen, dieses land nicht mehr zu besuchen, geschweige produkte aus jamaika zu kaufen. allein eine negativwerbung auf touristischen seiten wird er schon bemerken.
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#9 nachteuleAnonym
  • 06.12.2007, 11:01h
  • Die Frage, welches Land das homophobste ist, lässt sich nicht allein anhand der Gesetze festmachen. In manchen Ländern gibt es für homosexuelle Handlungen direkt keine Strafe, dies fällt dann z.B. unter "Störung der öffentlichen Ordnung" usw....

    In Jamaica wurde der Chef einer Schwulenorganisation mit 70 Messerstichen ermordet. Und 70 Messerstiche sind kein einfacher Raubmord, da steckte mit Sicherheit ne Riesenportion Hass dahinter. Und wenn die Polizei keine Bock hat, die Täte zu verfolgen, ja dann erübrigt sich die Todesstrafe wenn einige Zivilpersonen Selbstjustiz betreiben.

    In muslimischen Ländern sind schwulenfeindliche Gesetze meiner Meinung nach aus Angst vor einer "Verwestlichung" der Gesellschaft und Aufweichung der "öffentlichen Moral" erlassen worden, so unsinnig das auch sein mag. Wenn, Zivilpersonen Schwule töten, dann meist welche in der Verwandschaft zur "Wiederherstellung der Familienehre", wofür ich natürlich ebensowenig Verstädnis habe. Mörder werden aber auch da strafrechtlich verfolgt. Im Irak aber, wie Amnesty International berichtete, gibt es seit dem Sturz des Saddam-Regimes viel mehr Morde an Schwulen. Da raten Freunde einem "Hey, du kannst deinen schwulen Bruder umbringen, und dir passiert nix"......wie denn auch, wenn Polizei und Justiz massiv geschwächt sind dank der von den USA geführten Kriegsallianz..

    In Jamaica scheint der Ursprung der Schwulenfeindlichkeit in einem tiefen Hass zu liegen, der offenbar in weiten Teilen der Bevölkerung verankert ist.
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#10 nachteuleAnonym
  • 06.12.2007, 11:05h
  • Nachtrag:

    auf

    www.indica.de/jamaica/sprache.htm

    finden sich Infos über Religionen:

    Unter der christlichen Mehrheit finden sich die Gemeinden der Church of God, der Baptisten, der Adventisten vom Siebenten Tag, der Pfingstgemeinde (Pentecostals) sowie der anglikanischen und der römisch-katholischen Kirche.
    Daneben gibt es Juden, Muslime und Hindus. Sekten, wie die Pocomania und die Rastafari, bilden einen bedeutsamen Teil des religiösen Lebens der Insel.
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