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Sex von hinten muss nicht weh tun: Mit etwas Übung kannst Du Deinen Schließmuskel trainieren

Von Carsten Weidemann

Fünf Lektionen, und dann ist er drin – so einfach geht es leider nicht. Es gibt keine universelle Anleitung zum problemfreien, vergnüglichen Arschficken.

Das liegt vor allem daran, dass unterschiedliche Männer auch unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was lustvoll ist und was nicht. Die einen mögen beispielsweise hart rangenommen werden, die anderen stehen auf ein softes, gemächliches Rein- und Rausgleiten. Erschwerend kommt hinzu, dass beim Analsex zwei Männer mit ihren persönlichen Wünschen und Begierden einen gemeinsamen Nenner finden müssen.

Viele Faktoren sorgen dafür, ob wir uns beim Arschficken hingeben können oder nicht. Nicht nur die Chemie zwischen den Partnern muss stimmen, auch Ort und Zeit spielen eine entscheidende Rolle. Auf der Karstadt-Toilette lässt es sich schwerer entspannen, als auf dem heimischen Futon, und wer in zehn Minuten einen Termin mit der Betriebsprüferin hat, wird den Fick davor kaum richtig genießen können. Natürlich spielt es auch eine Rolle, wie viel Gleitgel im Spiel ist, wie gut der aktive Partner bestückt bzw. wie oft der Passive schon "gedehnt" worden ist.

Man ahnt schon: Das mit dem Analverkehr ist eine sehr komplizierte Sache. Deshalb ist es auch nicht allein Aufgabe des passiven Partners, dafür zu sorgen, im Fall der Fälle entspannt und "aufnahmebereit" zu sein. Es liegt viel mehr in der Verantwortung des Aktiven, dass dies auch gelingt. Dabei ist nicht nur ein schmerzfreies Eindringen in den Arsch gemeint. Die lustvolle Mischung aus Geben und Nehmen, Dominanz und Unterwerfung, Fallenlassen und Ekstase muss jedes Paar für sich selbst gemeinsam entdecken.

Ab unter die Dusche

Auch wenn Männerschweiß erregend sein kann, empfiehlt sich vor einem geilen Fick eine Dusche. Wenn man gemeinsam unter die Brause geht, kann das sogar ein nettes Vorspiel sein. Ist keine Dusche in der Nähe, sollte der passive Partner zumindest am nächsten Waschbecken seinen Hintern gründlich mit lauwarmem Wasser waschen. Nur ein sauberer Arsch lädt den Partner zum Rimmen ein, was der auch unbedingt tun sollte. Das Lecken des Anus mit der Zunge turnt nicht nur mächtig an, sondern hilft auch mit, den Schließmuskel zu entspannen. Für den späteren Fick ist das die halbe Miete.

Sesam öffne dich!

Ein Dödel kann leider nicht so einfach in den Arsch eingestöpselt werden wie ein Scart-Stecker. Das würde nämlich ziemlich weh tun. Dieses Haupthindernis beim Analverkehr hat einen Namen, und heißt "Schließmuskel". Mit einem einfachen "Sesam öffne dich"-Befehl ist es bei ihm leider nicht getan.

Beim Schließmuskel handelt es sich eigentlich um mehrere, ringförmige Muskeln, die den Darm nach außen verschließen. Während die äußere Muskelgruppe mit ein wenig Übung willentlich entspannt werden kann, ist die innere deutlich schwieriger zu kontrollieren. Selbst bei den erfahrensten Stuten kann er sich gemeinerweise plötzlich und unerwartet zusammenziehen. Aus diesem Grund muss immer sehr behutsam und langsam vorgegangen werden, wenn etwas in den Anus hineingeschoben oder herausgezogen werden soll.

Mein erstes Mal

Das erste Mal gefickt zu werden, ist ein ganz besonderes Erlebnis, dass auch entsprechend zelebriert werden sollte. Die Entjungferung durch einen Wildfremden im Dampfraum einer Sauna können wir nicht empfehlen. Suche dir für den ersten Fick einen Partner deines Vertrauens und einen gemütlichen, ungestörten Ort. Wenn dich Kerzen und klassische Musik entspannen, dann zögere nicht, sondern zünde sie an bzw. lege sie auf!

Wenn dein Partner mit nur 10x2 Zentimeter bestückt ist, hast du Glück und die Entjungferung deines Arsches sollte ohne größere Probleme über die Bühne gehen. Doch auch der dickste Schwanz passt theoretisch in deinen Hintern. Der Schließmuskel ist nämlich trainier- und damit auch dehnbar. Wenn du sehr langsam und mit einem kleinen Durchmesser anfängst, zum Beispiel mit einem Finger, und dann regelmäßig trainierst, wirst du dir später auch den dicksten Butt-Plugs einführen können.

Dasselbe Prinzip funktioniert übrigens genauso während des Fickens. Wenn dein Partner mit Fingern oder Dildo erstmal vorsichtig vordehnt, wird sein Schwanz später viel leichter hinein gleiten.

Entspann dich!

Als passiver Partner kannst du im Grunde nicht viel mehr tun, als dich versuchen zu entspannen. Atme ruhig und gleichmäßig, denn das relaxt den gesamten Körper. Wenn du merkst, dass sich dein Schließmuskel zusammenzieht, drücke nach einer kurzen Wartezeit leicht dagegen, als ob du gerade auf Toilette sitzt. Da öffnet den Schließmuskel, nur dass diesmal soll nichts hinaus soll, sondern auch hinein.

Signalisiere deinem Partner, wann er stoppen und wann er weitermachen soll. Stöhne, wenn er dir gefällt – das turnt auch deinen Partner an. Ganz wichtig: Du musst für ihn keine großen Schmerzen ertragen! Mache nichts, was du nicht selbst möchtest. Wenn dir beispielsweise der Finger im Hintern unangenehm ist, bitte deinen Freund, dass er ihn langsam wieder hinauszieht. Macht eine Pause und fangt in einer halben Stunde, am nächsten Tage oder in der nächsten Woche wieder von vorne an.

Kein Fick ist so eilig, dass er sofort passieren muss. Es gibt ja schließlich noch andere Möglichkeiten, zum Höhepunkt zu gelangen.

7. Dezember 2007



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35 Kommentare

#1 stefanoAnonym
  • 07.12.2007, 11:11h
  • mein lieblingssatz:

    "Ein Dödel kann leider nicht so einfach in den Arsch eingestöpselt werden wie ein Scart-Stecker"
  • Antworten » | Direktlink »
#2 stefanoAnonym
  • 07.12.2007, 12:30h
  • ist diese pixelgrafik auf dem buchcover eigentlich eine sozialkritische anspielung auf die tatsache, dass schwuler sex nur noch am computer (-> gayromeo und co.) stattfindet?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 DavidAnonym
  • 07.12.2007, 16:27h
  • Ein Leser wird gleich wieder "PFUI" schreien...
    Vielleicht könnten wir alle zusammenlegen und ihm die Bücher als Weihnachtsgeschenk in die Schweiz schicken ;-)

    Das pixelige Cover ist auch auf amazon zu finden.
    Ist wohl eine Zensur.
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#4 wolfAnonym
#5 AndiAnonym
#6 saltgayAnonym
  • 07.12.2007, 22:03h
  • Ich finde es immer wieder verblüffend, mit welchen Mitteln versucht wird auch noch das b-analste in Buchform zu vermarkten. Mich stimmt es daher nachdenklich, wenn in einschlägigen Gazetten davon die Rede ist, dass die junge Generation keine Probleme mit der totalen Überwachung durch den Staat hat, weil viele ja noch nicht mehr ohne laufende Videokamera vögeln können. Lebensmotto: des Daseins Sinn ist eine einzige Talkshow.

    Sex nach Anleitung, das klingt so ikeamäßig: probierst du noch oder treibst du es mit Imbusschlüssel schon?

    Ich fand die ersten Versuche zwischen uns Unerfahrenen eigentlich viel spannender. Na ja und wo gehobelt wird, da tut's auch manchmal weh. Der Rest ist Erinnerung, welche bekanntlich manches verklärt.

    Aber solche Ratgeber-Bücher sind meiner Meinung nach absolut überflüssig.
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#7 GnomyaAnonym
  • 08.12.2007, 08:22h
  • also andi hat wirklich recht...

    das mit dem scart stecker stimmt auf jeden fall... analsex kriegt man leichter hin hehehe
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#8 AxelAnonym
  • 08.12.2007, 12:07h
  • Ich weiß nicht, was Ihr gegen Sex mit dem Scart-Stecker habt.

    Besonders bei knallharten Action-Filmen kommt das echt gut!
    Bei einem langweiligen Frauenfil passiert dagegen kaum was.

    Am Anfang ist es etwas schwierig.
    (Da muß das Eckige in das Runde.)
    Wie bei allem ist auch das nur eine Frage des Wollens und der Übung. Da finde ich ein Buch mit Anleitung gar nicht so schlecht.

    Beispiel: Vaseline
    Wird als unsafe diskreditiert. Speziell beim Scart-Stecker wirkt sie auch isolierend. Da nutzt dann auch der härteste Van Damme-Film nichts mehr. ;-)
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#9 hwAnonym
#10 ThommenAnonym
  • 08.12.2007, 20:49h
  • Viele Schwule glauben alles, was hetero ihnen in den schwulen Pornos vorführen! :-(

    Die meisten haben keine Ahnung von der Anatomie eines Schliessmuskels...
    Hetero- und Bisexuelle verwechseln den Anus oft mit einer Vagina, vor allem, weil sie immer nur auf ihm sitzen! :-P

    Wer Schmerzen erträgt, nur um einem Mann die Liebe zu beweisen, der muss sich über sexuellen Missbrauch und Vergewaltigung nicht wundern - und gar nicht erst hinterher beklagen...

    Nicht nur die Frau hat ihre Periode, auch der Mann: Es kommt auf die Verdauung und die aktuelle männliche Psyche an!

    Wer die Herrschaft über den Schliessmuskel verliert, dem fällt schliesslich auch das Hirn auseinander, wie bei allen Drogen!

    Wer immer wieder an den Fick-Strom "muss", sollte mal eine elektrische Dose montieren lassen...

    Übrigens: Nur Nutten "brauchen es" - aber das Geld! ;))
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