Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?8028

Brasilia (queer.de) - Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat Homo-Gruppen zu einem Treffen eingeladen, bei den es um schwul-lesbische Rechte und den Kampf gegen Homophobie gehen soll. Die Veranstaltung soll zwischen dem 8. und 11. Mai 2008 Im Präsidentenpalast stattfinden. Auch Minister und Parlamentsabgeordnete werden nach Angaben eines Präsidentensprechers daran teilnehmen.

"Es gibt Länder, bei denen die Gesetzgebung weiter ist als bei uns", erklärte Homo-Aktivist Julian Rodrigues. "Allerdings ist das meiner Meinung nach das erste Mal, dass eine Regierung eine derartige Konferenz für schwul-lesbische Belange abhält."

Homo-Aktivisten haben seit mehr als einem Jahrzehnt für das Treffen geworben. Sie fordern die landesweite Einführung der Homo-Ehe, wie es das Nachbarland Uruguay erst vor zwei Wochen beschlossen hat (queer.de berichtete). Bislang sind Eingetragene Partnerschaften in Brasilien nur im südlichen Bundesstaat Rio Grande do Sul möglich - 2004 musste dieser Landesteil nach einer regionalen Gerichtsentscheidung Homo-Paare gleichstellen (queer.de berichtete). (dk)



#1 LiangAnonym
  • 08.12.2007, 01:07h
  • Erst einmal ist es natuerlich eine sehr gute Nachricht, dass der Praesident sich um die Belange seines Volkes kuemmert. Bravo dafuer!

    Aber ich verstehe nicht warum nur die "Homo-Ehe" gefordert wird? Ich verstehe nicht, warum wir uns weltweit damit abpfinden, uns selbst diskriminieren und uns anders behandeln lassen, nur weil wir in der Minderheit sind.

    Die Oeffnung der Ehe ist die einzig wahre Gleichstellung!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SaschaAnonym
  • 09.12.2007, 22:32h
  • @Liang:

    Jetzt mach' aber mal einen Punkt!

    Bis jetzt hat es selbst in Europa kaum ein Staatsoberhaupt oder Regierungschef fertiggebracht, einen derart intensiven und direkten Dialog mit Homo-Gruppen und der Gay Community einzuleiten, wie es derzeit in Brasilien der Fall ist!

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die brasilianische Gesellschaft hinsichtlich eines offenen Umganges mit sexueller Vielfalt unserem verklemmten Deutschland um Lichtjahre voraus ist. Und dank der Regierung der Arbeiterpartei wird dies nun langsam (hier ist die Struktur des politischen Systems mit seiner fragmentierten Parteienlandschaft zu berücksichtigen), aber sicher (!) auch in konkrete gesetzgeberische Maßnahmen übersetzt.
  • Antworten » | Direktlink »